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Unterschiedliche Sichtweise zur Geldverteilung: Verein Johanneum kritisiert Kanton

Schwierige Zeiten für das Johanneum in Neu St.Johann: Vor allem in den Bereichen für die Jugendlichen fehlt Geld. Dieses sollte vom Kanton kommen, findet der Vereinsvorstand. Dieser setze jedoch den Sparhebel an.
Sabine Camedda
Fasnachtliche Klänge im Sommer: Zum Apéro spielte die Guggenmusik des Johanneums auf. (Bild: Sabine Camedda)

Fasnachtliche Klänge im Sommer: Zum Apéro spielte die Guggenmusik des Johanneums auf. (Bild: Sabine Camedda)

Hansjörg Husers Worte zu Beginn der 115. Versammlung des Trägervereins Johanneum sind deutlich und wenig euphorisch. «Wir blicken auf ein sehr schwieriges Jahr zurück. Es resultierte ein grosses Defizit, mittelfristig ist das Johanneum für uns als Verein nicht mehr tragbar», sagt der Vereinspräsident. Die finanzielle Situation habe zu einigen harten Entscheiden geführt, so mussten eine Berufsfindungsklasse und eine Wohngruppe geschlossen werden.

Im Bereich der Erwachsenen weist das Johanneum eine hohe Auslastung aus, sowohl beim Wohnen als in der Tagesstruktur. Dies führt zu einer ausgeglichenen Finanzierung. Trotzdem wird alles unternommen, um die Kosten im Griff zu halten.

Im Bereich Ausbildung gewährt der Kanton wenig Spielraum. Aus Spargründen gibt es für die interne Berufsschule kein Geld mehr. Sie wird von Jugendlichen besucht, die eine Praktische Ausbildung absolvieren. Die Betreuung im Wohnbereich werde ebenfalls immer schwieriger, sagt Hansjörg Huser.

«Wir sind bestrebt, unsere gute Qualität weiterhin hoch zu halten.»

Im Schulbereich (Sonderschule) musste das Johanneum einen starken Rückgang von Schülern verzeichnen. Dies führte zu den erwähnten Schliessungen einer Klasse und einer Wohngruppe. Umstritten ist auch die neue Leistungsvereinbarung. «Wir haben versucht, mit dem Kanton eine Lösung zu finden, aber wir haben es nicht geschafft», sagt Hansjörg Huser. Er spricht von einer Gratwanderung, wo man noch optimieren könne, ohne einen Abbau der hohen Qualität hinnehmen zu müssen. Dabei sei ein guter Ruf wichtig, um das Johanneum so weiter zu führen.

Einen gemeinsamen Weg finden für die Zukunft

Der Pädagogische Leiter Franz E. Grandits führt gegenüber den Vereinsmitgliedern aus, wie sich die Entscheide des Kantons auf die Institution und die Menschen im Johanneum auswirken. Der Masterplan, in welchem festgeschrieben steht, wie viele Sonderschüler im Johanneum unterrichtet werden sollen, sei plötzlich eine Richtgrösse. Auf diese Zahlen könne man keine Ansprüche haben, heisse es laut Franz E. Grandits beim Kanton.

Bei der Ausbildung werde abgewogen, ob ein Jugendlicher ausbildungsfähig sei, Nur in diesem Fall werde die Ausbildung finanziert. Es bleibe aber offen, wann diese Ausbildungsfähigkeit festgestellt werde, sagt Franz E. Grandits und betont:

«Wir möchten allen Jugendlichen eine Chance und eine Zukunft geben.»

Das Johanneum und seine Ansprechpartner im Kanton hätten unterschiedliche Sichtweisen, stünden aber alle im Auftrag von Menschen mit einer Beeinträchtigung. Es gelte darum, einen gemeinsamen Weg zu finden für die Zukunft.

Fuss- und Veloweg soll gebaut werden

Einen Schritt vorwärts geht es mit dem Fuss- und Veloweg vom Bahnhof zum Johanneum. Dieser sei jetzt aufgelegt, informiert Hansjörg Huser. Die Projektierung habe länger gedauert, weil die Gemeinde den Weg bis an die Büelerbrogg weiterziehe.

Im Zentrum der Baulichen Massnahmen Arealentwicklung steht der Neubau des Zentrumsgebäudes. Aus dem Architekturwettbewerb ging ein schlichter und einfacher Bau als Siegerprojekt hervor. Geplant ist, auch den Aussenraum attraktiv zu gestalten. Ebenfalls im Zusammenhang mit der Arealentwicklung sagt Hansjörg Huser, dass drei Gebäude, die nicht mehr benötigt werden, in der nächsten Zeit zurückgebaut werden.

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