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Unterführung in Ebnat-Kappel soll aufgefüllt werden

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) will die Personenunterführung Neugasse in Ebnat-Kappel aufheben. Das kann man den Bauanzeigen der Gemeinde entnehmen. Die Unterführung befindet sich beim Bahnübergang Ebnaterstrasse.
Martin Knoepfel
Treppe in der Unterführung Neugasse. (Bild: Martin Knoepfel)

Treppe in der Unterführung Neugasse. (Bild: Martin Knoepfel)

Konkret plant die SOB, den obersten Meter der Betonwände der Unterführung abzubrechen. Das Gleiche gilt für den Betondeckel unter den Schienen. Dann will die SOB die Unterführung mit einem Sand-Kies-Gemisch auffüllen.

Die Arbeiten sind für den Sommer 2019 geplant, da dann die Bahnstrecke im Rahmen des Clusters Obertoggenburg erneuert und für die Erneuerung gesperrt wird. Dann werde der Schotter ohnehin ausgebaut, heisst es im Baugesuch. Auf der einen Seite der Unterführung soll anstelle der Treppe ein asphaltierter Vorplatz entstehen, auf der anderen Seite eine Hecke. Nach Auskunft der Medienstelle der SOB werden die Arbeiten drei bis vier Wochen dauern und rund 70 000 Franken kosten.

Eine Besichtigung zeigt, dass die Unterführung ganz offensichtlich nicht mehr viel benutzt wird. Abfall liegt herum. Spinnen haben ihre Netze über die ganze Breite der Treppen gezogen. Zudem ist ein Treppengeländer verrostet. Auf der einen Seite sind Büsche so stark gewachsen, dass sie die Hälfte der Treppe verdecken. Als Fussgänger verspürt man denn auch wenig Lust, die Treppen hinabzusteigen. Die Unterführung ist nur für Personen gedacht. Weil sie keine Rampen aufweist, ist sie nicht rollstuhlgängig.

Wer die Unterführung benutzt, wenn die Barrieren beim Bahnübergang Ebnaterstrasse gesenkt sind, spart nur sehr wenig Zeit. Der Zug von Nesslau-Neu St. Johann nach Wattwil blockiert den Bahnübergang etwa eine Minute. In der Gegenrichtung ist der Zeitverlust nicht viel grösser.

Von der Medienstelle der SOB war zu erfahren, dass die Unterführung Neugasse rund 100-jährig ist. Die Unterführung sei baufällig, heisst es weiter. In Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit, die subjektive Sicherheit und die Dimensionierung entspreche die Unterführung nicht mehr den heutigen Vorstellungen. Weiter weist SOB-Mediensprecher Christoph Hug darauf hin, dass der Bahnübergang an der Ebnaterstrasse auf beiden Seiten der Strasse Fussgängerstreifen habe. Auch die Gemeinde Ebnat-Kappel wünsche einen Rückbau. Die Fussgängerstreifen liegen allerdings in einiger Entfernung von der Unterführung an den Einmündungen der Ring- und der Dickenstrasse in die Ebnaterstrasse.

Weil die SOB die Fahrbahn im Rahmen des Clusters Obertoggenburg nächstes Jahr erneuern werde, könnten die Synergien in der Ausführung genutzt und Kos-ten gespart werden. Der Zeitpunkt für den Rückbau der Unterführung sei deshalb ideal, hält Christoph Hug fest. Einen Ersatz für die Unterführung wird es nicht geben. Das Projekt liegt noch bis zum 2. August im Gemeindehaus Ebnat-Kappel öffentlich auf. So lange läuft auch die Einsprachefrist.

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