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Um ihre Abschluss-Projekte würdig präsentieren zu können: Schüler der Kanti Wattwil organisieren eine Vernissage

Die Absolventen mit Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten an der Kanti Wattwil organisieren für die Ausstellung ihrer Projekte eine Vernissage. Obwohl die Abschlussprüfungen bevorstehen, lohne sich der Aufwand.
Timon Kobelt
Die Schüler der Klasse 4G der Kanti Wattwil haben ihre Werke bereits in der Galerie Zeitfalten in Uznach aufgehängt. Die Vernissage findet am Freitag statt. (Bild: PD)

Die Schüler der Klasse 4G der Kanti Wattwil haben ihre Werke bereits in der Galerie Zeitfalten in Uznach aufgehängt. Die Vernissage findet am Freitag statt. (Bild: PD)

Zehn Schüler der Klasse 4G mit dem Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten (BG) der Kantonsschule Wattwil wollen ihre Abschlussprojekte einem grösseren Publikum präsentieren. Deshalb haben sie eine Vernissage organisiert, welche am Freitag, 10. Mai, in der Galerie Zeitfalten in Uznach stattfindet. Dort stellen die Kanti-Schüler ihre Werke aus, die alle einen Bezug zu den Texten der Dichterin Sappho aufweisen. Sie war vor rund 2400 Jahren als Dichterin aktiv und wurde später als «Lesbe von Lesbos» berühmt.

Die Projekte der Schüler sind unterschiedlich. Film, Fotografie, Malerei, String Art und Mosaik: Alles wird vertreten sein. Laut Bettina Brunner, welche bei der Organisation der Vernissage den Lead hat, wollen die BG-Schüler mit der Ausstellung «professionelle Luft» schnuppern. Die 18-jährige aus Kaltbrunn erklärt:

«An der Kanti gibt es jeweils die Werkschau, an der alle Klassen ihre Projekte präsentieren. Da läuft man vielleicht mal in einer Mittagspause durch, aber man setzt sich nicht ernsthaft mit den Werken auseinander. Zudem können nur schwerlich vernünftige Gespräche geführt werden, weil es in der Kanti sehr lärmig ist.»

Die Vernissage biete die Chance, den Leuten in Ruhe den Prozess hinter den Projekten erläutern zu können.

Per Zufall die alte Stadtmauer im Keller entdeckt

Bettina Brunner, Absolventin der Kanti Wattwil. (Bild: PD)

Bettina Brunner, Absolventin der Kanti Wattwil. (Bild: PD)

Es ist das erste Mal, dass BG-Schüler aus Eigeninitiative eine Vernissage organisieren. Das habe ihnen ihre GB-Lehrerin bestätigt, sagt Bettina Brunner. Vier Toggenburger Schüler werden an der Vernissage vertreten sein. Dass die Schüler ihre Werke «ennet em Ricke» ausstellen, liegt nicht daran, dass die Mehrheit der Projekte von Schülern aus dem Linthgebiet stammt, sondern weil die Kaltbrunnerin mit Bruno Glaus den Besitzer der Galerie Zeitfalten kennt. Er stellt den Schülern die Galerie kostenlos zur Verfügung.

Doch nicht nur aus diesem Grund eigne sich die Galerie in Uznach hervorragend für die Ausstellung. «Bruno Glaus hat beim Umbau des Gebäudes im Keller zufällig die alte Stadtmauer von Uznach entdeckt, diese freigelegt und in den Kulturraum integriert. Die historische Mauer bietet den idealen Hintergrund für unsere Projekte, die sich ja alle auf sehr alte Texte beziehen», erklärt Bettina Brunner. Auch von der Grösser her sei die Galerie gut.

Bei der Werbung für die Veranstaltung setzen die Schüler vor allem auf Flyer. «Mein Vater arbeitet im Druckgewerbe. Daher lag es auf der Hand, die Druckerpresse anzuwerfen», sagt Bettina Brunner. Die Flyer hätten sie breit gestreut, unter anderem bei den Lehrpersonen der Kanti aber in anderen Kreisen. «Ich kenne in meinem Umfeld viele Kunstinteressierte», sagt die BG-Schülerin. Man erhoffe sich an der Vernissage auch einen Austausch mit Fachleuten. Somit erhalte man einmal andere Rückmeldungen, als beispielsweise die der Eltern.

Die Schüler helfen sich gegenseitig aus

Trotzdem sind natürlich auch die Eltern willkommen. Schliesslich haben sie bei den Vorbereitungen tatkräftig mitgeholfen. «Ich war sehr froh um sie, auch, weil niemand von uns Schülern Auto fahren kann», sagt Bettina Brunner lachend. Teilweise hätten sie die Platzverhältnisse im Voralpenexpress mit ihrem vielen Material etwas gar stark belastet. Hilfe erhalten die BG-Schüler auch von ihren Klassenkameraden, welche den Schwerpunkt Musik gewählt haben. Die 18-Jährige sagt:

«Sie werden an der Vernissage Kuchen verkaufen, wir dagegen helfen ihnen jeweils bei ihren Konzerten.»

Man setzte sich kein quantitatives Ziel bei den Anwesenden. Viel wichtiger seien qualitativ wertvolle Gespräche. Das Organisieren der Vernissage sei für sie wie auch ihre Mitschüler trotz Mehraufwand nebst dem Lernen für die Abschlussprüfungen eine wertvolle Erfahrung gewesen. Und sie entspricht ganz dem Ziel von Projektarbeiten: die Förderung des Arbeitens.

Hinweis

Die Vernissage findet am Freitag, 10.Mai, von 19 bis 22 Uhr in der Galerie Zeitfalten an der Obergasse 12 in Uznach statt. Ausserdem wird die Galerie am 11.Mai von 16 bis 19 Uhr und am 16. Mai von 19 bis 21 Uhr geöffnet sein.

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