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Über Pfingsten fallen im regionalen Fussball die Entscheidungen, wohin die Reise in der kommenden Saison geht

Ein Ereignis prägt das lange Wochenende: Am Pfingstmontag zeigt sich im Direktkampf zwischen Wattwil Bunt 2a und Ebnat-Kappel, wer in die 3. Liga aufsteigen darf.
Beat Lanzendorfer
Der letzte Vergleich zwischen Neckertal-Degersheim und Bütschwil endete mit einem 2:1-Sieg für das Heimteam. Roberto Manzo sowie Bagher Jafari trafen für die Neckertaler. Auf der Gegenseite gelang Adrian Oberholzer das Tor. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der letzte Vergleich zwischen Neckertal-Degersheim und Bütschwil endete mit einem 2:1-Sieg für das Heimteam. Roberto Manzo sowie Bagher Jafari trafen für die Neckertaler. Auf der Gegenseite gelang Adrian Oberholzer das Tor. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Im Fussball kann es plötzlich ganz schnell gehen. Vor weniger als zwei Wochen betrug der Vorsprung von Viertligist Wattwil Bunt 2a gegenüber Ebnat-Kappel vier Punkte. Zwei Spiele später ist daraus ein Rückstand von einem Zähler entstanden. Während der ehemalige Spitzenreiter zuerst in Gossau patzerte und lediglich ein 2:2 holte, kam er am letzten Samstag in Kirchberg beim 0:5 komplett unter die Räder. Es scheint, als ob der Mannschaft auf der Zielgeraden die Luft ausgeht.

Ebnat-Kappel hat sich eine gute Ausgangsposition geschaffen

Ganz anders ist die Bilanz von Ebnat-Kappel. Der Aufstiegsfavorit kann spielerisch zwar auch nicht vollends überzeugen, lässt sich davon aber nicht beeindrucken und wartet mit einer starken Effizienz auf. Die sechs Zähler gegen Henau II und Absteiger Bütschwil II haben die Ebnater vor dem letzten und entscheidenden Spiel am Montag um 16 Uhr auf der Grüenau in die beste Ausgangsposition manövriert.

Während den Ebnatern ein Punkt zum Aufstieg reicht, benötigt Wattwil Bunt 2a einen Sieg, um den Lift nach oben nehmen zu können. Das Hinspiel gewann übrigens Ebnat-Kappel mit 2:1.

Bütschwil benötigt im Derby einen Sieg

Nach zwei Rückrundenspielen gab es auf der Breite nur glückliche Gesichter. Mit Siegen gegen Aadorf und Wil waren die Alttoggenburger auf bestem Weg, einen sorgenfreien Frühling zu erleben. Wenige Wochen später war alles anders. Nach sechs Niederlagen in Serie erwachte die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz. Die Konsequenz daraus: Der Verein trennte sich von Trainer Duhanaj und suchte in den eigenen Reihen nach dem Retter.

Mit Martin Raschle und Hansueli Gerig nahm sogar ein Duo die Herausforderung an. Ob sie als Helden in die Vereinsgeschichte eingehen, weiss man in zehn Tagen. Den Sockel des Denkmals haben sie sich mit dem Sieg in Uznach schon einmal verdient. Ob der Bau fortgesetzt wird, muss der Pfingstmontag zeigen. Die Bütschwiler dürfen gegen Neckertal-Degersheim nicht verlieren, um sich alle Optionen für den letzten Spieltag offenzuhalten. Bei günstigem Verlauf könnte der Ligaerhalt sogar schon am Montagabend feststehen.

Gewinnt Bütschwil und verlieren die direkten Konkurrenten Uznach (bei Leader Schmerikon) und Weinfelden-Bürglen (empfängt das mitgefährdete Wil) wäre die Mannschaft aus dem Schneider. Zu viel Rechnen kann aber auch schaden, denn von Seiten der Neckertaler sind kaum Geschenke zu erwarten.

Bazenheid sehnt sich nach dem Saisonende

Wer im Abstiegsbereich dringend Punkte benötigt, sollte sich wünschen, dass der Gegner möglichst Bazenheid heisst. Die Alttoggenburger haben ihn dieser Saison gegen Uster, Dübendorf und Frauenfeld verloren. Die beiden Letzteren stehen als Absteiger fest. In Uster hat der Sieg am Samstag auf dem Ifang die Hoffnungen genährt, dass es doch noch zum Ligaerhalt reichen könnte.

Während das Spiel Frauenfeld – Bazenheid auf den nächsten Mittwoch angesetzt ist, könnten am Wochenende weitere Entscheidungen fallen. Jene um den Aufstieg aber noch nicht. Balzers hat vor zehn Tagen mit dem Sieg gegen Wil vorgelegt. Nun muss Kreuzlingen in Seuzach nachziehen, um den Rückstand vor der Schlussrunde auf zwei Punkte zu verkürzen.

Wattwil Bunt kann befreit aufspielen

Was gibt es Entspannteres, als sich den Nichtabstieg zum Ziel zu setzen und die Vorgaben schon frühzeitig zu erreichen. Mit sechs Punkten Vorsprung und der besten Fairnesswertung der gefährdeten Teams, kann den Toggenburgern wenig bis gar nichts mehr passieren. Um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, wäre ein Punkt im Heimspiel gegen Abtwil-Engelburg nicht die schlechteste Lösung.

Bei diesen fast schon idealen Voraussetzungen kann sich der Verein auf das vom 21. bis 23. Juni stattfindende «Grümpeli» konzentrieren. Die Anmeldefrist für alle, die sportlich auf der Schomatten glänzen möchten, endet am 14. Juni.

Kirchberg muss zu Tabellennachbar Gossau

Zu was die Alttoggenburger fähig sind, wenn sie ihr Potenzial abrufen, das musste Wattwil Bunt 2a am Samstag bei der 0:5-Pleite schmerzlich erfahren. Kirchberg war aber nur selten zu solchen Leistungen in der Lage. Die Mannschaft schliesst die Saison, die unter dem Strich nicht zufriedenstellend war, heute Abend mit dem Gastspiel in Gossau ab.

Beide Frauenteams treten auswärts an

Entscheidet Bütschwil-Neckertal, wer am Ende in die 1. Liga aufsteigen darf? Die Toggenburgerinnen werden zum zweitletzten Mal von Vitor Domgjoni betreut, der sich nach dieser Saison eine Auszeit gönnt.

Mit einem Sieg können sie ihm ein schönes Abstiegsgeschenk machen. Gegner ist ausgerechnet Spitzenreiter Wil, der bei diesem Szenario Gefahr läuft, auf der Ziellinie noch von Eschenbach abgefangen zu werden.

Ebnat-Kappel geniesst das freie Pfingstwochenende und reist am nächsten Mittwoch zu Amriswil.

Vorteile für Eschenbach

Je näher das Saisonende rückt, desto mehr lohnt sich ein Blick auf das Reglement. Bei der aktuellen Konstellation wird in der Gruppe 6 der 2. Liga Interregional mit Frauenfeld lediglich ein Vertreter des Ostschweizer Fussballverbandes in die regionale 2. Liga absteigen. Ein zusätzlicher Aufsteiger aus der 3. und 4. Liga Dies hätte zur Folge, dass in der 2. Liga regional bei zwei Aufsteigern ein Team fehlen würde, um den Bestand von 24 zu gewährleisten.

Der freie Platz würde mit einem zusätzlichen Aufsteiger aus der 3. Liga aufgefüllt. Und dort präsentiert sich die Ausgangslage superspannend. Die Nase vorn hätte zurzeit Eschenbach, das in der Gruppe 4 bisher 46 Punkte gesammelt hat. Die gleiche Punktzahl (46) weist Schluein Ilanz in der Gruppe 1 auf. Allerdings hat Eschenbach eine um 16 Punkte bessere Fairnesswertung. Dritter im Bunde, der als Gruppenzweiter noch für den Aufstieg in Frage kommt, ist Flawil, das in der Gruppe 3 mit 45 Zählern zu Buche steht.

Die beschriebene Konstellation hätte auch Auswirkungen auf die 4. Liga, in der nebst den acht Gruppensiegern der beste Gruppenzweite ebenfalls aufsteigen könnte. Hier dürfte entweder der Vertreter der Gruppe 3 oder jener der Gruppe 4 zum Handkuss kommen. In der Gruppe 3 liefern sich Uznach 2 und Glarus mit jeweils 44 Punkten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Brisante daran: Am Samstag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Der Sieger kann mit den Planungen für die 3. Liga beginnen, der Verlierer ist nicht ganz weg vom Fenster, muss aber das Saisonende der 2. Liga Interregional abwarten, um einen eventuellen Aufstieg feiern zu können.

Ähnlich spannend ist es in der Gruppe 4, in der Widnau 2 und Triesen 1a mit jeweils 43 Punkten die Tabelle anführen. Weil beide Mannschaften in der Fairnesswertung nur zwei Punkte auseinander liegen, ist auch hier Spannung bis zum Schlusspfiff garantiert. (bl)

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