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«Überangebot wird auch uns treffen»

Die Trockenheit und die damit verbundene Wasserknappheit bringt den Bauern Probleme. Vielen reicht das Futter nicht mehr aus, um alle Kühe zu füttern. Notgedrungen werden viele Tiere zum Schlachthof gebracht. Urs Widmer, Inhaber der Metzgerei Widmer in Lichtensteig erzählt aus der Perspektive eines Metzgers.
Corinne Bischof
Urs Widmer, Inhaber Metzgerei Widmer, Lichtensteig (Bild: Corinne Bischof)

Urs Widmer, Inhaber Metzgerei Widmer, Lichtensteig (Bild: Corinne Bischof)

Urs Widmer, spüren Sie in ihrer Metzgerei etwas vom Überangebot an Schlachtvieh?

Glücklicherweise noch nicht. Viele Bauern in der Gegend sind momentan noch auf der Alp. Ausserdem metzgen wir vor allem Rinder und Ochsen aus Mutterkuhhaltung. Diese Tiere sind wertvoller als Kühe und diese gibt man auch im Notfall nicht so schnell her. Das Überangebot an Schlachtvieh wird aber in Zukunft auch uns treffen, wenn das Wetter so weitergeht. Man kann nur hoffen, dass die Hitzewelle bald vorbei ist.

Wie genau betrifft denn dieses Überangebot Metzgereien und Schlachthöfe?

Alle Bauern wollen ihre Kühe loswerden, weil ihnen das Futter nicht mehr ausreicht. Das heisst, dass die Preise pro Kuh sinken. Es sind rund 30 Rappen, welche die Bauern heute pro Kilogramm Fleisch weniger verdienen als gewohnt. Wir selber merken aber kaum etwas davon, denn die Preise für Rinder und Ochsen sind momentan noch stabil. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn durch die geschlachteten Kühe in den kommenden Monaten zu wenig Nachwuchs heranwächst.

Verspüren Sie als Metzger und Fleischverkäufer ein gewisse Verantwortung gegenüber den Bauern?

Da ich praktisch nur Rinder und Ochsen schlachte und deren Fleisch verkaufe, spüren weder ich noch meine Bauern gross etwas von den sinkenden Preisen. Man muss aber auch sagen, dass Kühe bisher immer relativ teuer waren. Davon konnten die Bauern profitieren.

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