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Toggenburger Projekte erhalten Unterstützung aus dem Lotteriefonds

Der St. Galler Regierungsrat unterstützt zwei Theaterprojekte aus dem Alttoggenburg. Mit Geldern aus dem Lotteriefonds werden auch das «Ackerhus» in Ebnat-Kappel, das «Energietal» und die Kirche in Gähwil bedacht.
Martin Knoepfel
Die katholische Kirche Gähwil stammt aus den 1930er-Jahren. Sie hat für das Ortsbild eine grosse Bedeutung. (Bild: Urs M. Hemm)

Die katholische Kirche Gähwil stammt aus den 1930er-Jahren. Sie hat für das Ortsbild eine grosse Bedeutung. (Bild: Urs M. Hemm)

Zweimal im Jahr spricht das Kantonsparlament Beiträge aus dem Lotteriefonds an kulturelle, soziale und ökologische Projekte. Am 9. Oktober veröffentlichte der Regierungsrat seine Anträge. Am Dienstag beschäftigte sich der St.Galler Kantonsrat mit den Beiträgen und gestern Mittwoch behandelte er die zweite Tranche der Beiträge aus dem Lotteriefonds. Die beantragten Beiträge aus dem Toggenburg gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Das Kantonsparlament hiess insgesamt 71 Beitragsgesuche mit einem Gesamtbetrag von 5,6 Millionen Franken gut. Ins Toggenburg fliessen Gelder in der Höhe von 169'200 Franken.

Beitrag an die Renovation der Kirche in Gähwil

Der Lotteriefonds leistet unter anderem Beiträge an die Renovation von Gebäuden, die unter Schutz stehen. Die katholische Kirche Gähwil stammt aus den 1930er-Jahren. Sie ist ein moderner Sakralbau der Zwischenkriegszeit und eine typische Vertreterin des modernen Kirchenbaus. Sie hat grosse Bedeutung für das Ortsbild, heisst im Bericht zu den Lotteriefonds-Geldern. Der Kanton leistet einen Beitrag von 49'200 Franken an die Renovation der Fassade und der Stützmauern des Gebäude. Die Gesamtkosten der Renovation belaufen sich auf 760'868 Franken. 184'093 Franken sind denkmalpflegerisch anrechenbar. Der katholische Konfessionsteil zahlt einen Beitrag von 24'521 Franken an die Kosten der Renovation der Kirche.

Der Förderverein Energietal Toggenburg erhält 40'000 Franken für das «Eventhaus – Leben in der 2000-Watt-Gesellschaft». Das mobile Eventhaus ist ein Projekt zum Zehn-Jahr-Jubiläum des Fördervereins. Das «Eventhaus» informiert unter anderem über die Möglichkeiten des Recyclings, der nachhaltigen Ernährung oder der Aufbereitung von Regenwasser. Nächstes Jahr soll das «Eventhaus» durch alle Toggenburger Gemeinden touren. Die Kosten werden mit 164500 Franken veranschlagt, von denen 112'500 Franken Eigenleistungen sind.

Projekt «Wild»: die Natur wird zur Bühne »

Die «Theaterkreationen Lütisburg» erhalten 20'000 Franken für das Theaterprojekt «Wild – Ein Schlendern in Ursprünglichkeit». Die Premiere ist am 6. Juni 2019 als Freilichttheater im Guggenloch in Lütisburg geplant. Es handelt sich bei «Wild» um ein Stück für Kinder und Erwachsene, bei dem die Natur zur Bühne wird. Das Budget der «Theaterkreation» beträgt 115'000 Franken, von denen 54'000 Franken durch Eigenleistungen finanziert werden. Von «Kultur Toggenburg» kommen 10'000 Franken.

An ein weiteres Theaterprojekt im Alttoggenburg gehen 12'000 Franken. Diesmal nach Mosnang. Es handelt sich um das Stück «Bonjour Paris – Eine Begegnung mit der Moderne» des Ring-Theaters. Das Ring-Theater von Volker Ranisch ist seit 2014 in Mosnang angesiedelt. Das Theaterprojekt dramatisiert einen Roman des Schriftstellers Rainer Maria Rilke, in welchem es um die Suche des Individuums nach dem Selbst geht. Das Projekt kostet 65'400 Franken, bei Eigenleistungen von 20'900 Franken. 18 Vorstellungen sind schon gesichert, nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, Österreich, Italien und Belgien.

Ausstellung um das Leben von Kindern im «Ackerhus»

Das «Ackerhus» in Ebnat-Kappel zeigt im Sommer und Herbst 2019 die Sonderausstellung «Zerscht schaffe Gofe». Es geht um das Leben von Kindern um 1900 im Spannungsfeld zwischen Spielen und Arbeiten. Die Ausstellung geht von Kinderspielzeugen aus der Sammlung des verstorbenen langjährigen Dickemer Lehrers und früheren Besitzers des «Ackerhuses», Albert Edelmann, aus.

Einerseits mussten früher viele Kinder arbeiten, damit die Familie finanziell über die Runden kam. Anderseits entdeckte man im 19. Jahrhundert, dass das Spiel für Kinder wichtig ist. Ein Thema ist auch, wo und womit Kinder spielten. Die Ausstellung wird rund 42'000 Franken kosten. Aus Eigenleistungen sollen 4000 Franken kommen. Die Standortgemeinde des «Ackerhus», Ebnat-Kappel, und «Kultur Toggenburg» wurden für Beiträge von 5000 respektive 10'000 Franken angefragt.

Beiträge an Institutionen

Der Kanton St. Gallen unterstützt aus dem Lotteriefonds mehrere Dutzend Kulturinstitutionen mit jährlichen Beiträgen. Zu den unterstützten Institutionen zählen auch Toggenburger Kulturveranstalter. Am meisten erhält im Toggenburg dieses Jahr die Klangwelt mit 290'000 Franken. Auf das Chössi-Theater in Lichtensteig entfallen 70'000 Franken. 30'000 Franken werden für die Jazztage Lichtensteig aufgewendet. 25'000 Franken fliessen nach Wattwil ans Kino Passerelle. 20'000 Franken beträgt der Zuschuss fürs Kleintheater Zeltainer in Unterwasser. Je 10'000 Franken erhalten das Orchester Il mosaico der Kantonsschule in Wattwil, «Kultur in Mogelsberg» sowie das Krummenauer «Kraftwerk». Die Beiträge werden vom Amt für Kultur im Rahmen dreijähriger Leistungsvereinbarungen ausbezahlt. (mkn)

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