Trotz Bewilligung Baustart für Wattwiler Schulhaus verschoben

Wegen Problemen mit den Ausweichquartieren verzögert sich die Sanierung des Wattwiler Schulhauses Risi voraussichtlich um ein Jahr. Die Arbeiten müssen deshalb neu vergeben werden.

(pd/lis)
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Der Start der räumlichen Anpassung und Sanierung der Schule Risi wird verschoben.

Der Start der räumlichen Anpassung und Sanierung der Schule Risi wird verschoben.

Bild: PD

Kurz vor Beginn der grossen Sommerferien erhielt der Schulrat die Meldung, dass die Baubewilligung zur Sanierung und räumlichen Anpassung der Schulanlage Risi erteilt wurde. Laut einer Medienmitteilung der Schulgemeinde Wattwil-Krinau von Dienstag könne eigentlich der Start zum Bau erfolgen. Da aber mit den räumlichen Auslagerungen der Wattwiler Schülerinnen und Schüler an andere Standorte die coronabedingten Schutzauflagen nicht eingehalten werden können, müssen die Arbeiten ein Jahr verschoben werden, schreibt die Schulgemeiende.

Distanzregeln können nicht eingehalten werden

Noch an der Vorversammlung der Schulgemeinde Wattwil-Krinau am 11. März (diese Zeitung berichtete), kurz vor der Erklärung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat, hatte Schulratpräsident Norbert Stieger angekündigt, dass der Schulrat vor dem Hintergrund der möglichen Folgen der Pandemie der Zeitpunkt für die geplanten Umbauten in der Risi überprüft werden müsse.

Im Rahmen dieser Abklärung erkannte die Behörde, dass mit den geplanten Umzügen beziehungsweise den Zusammenzügen der Unterrichtsräume während der Umbauzeit die Distanzregeln und somit die Sicherheit der Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen nicht gewährleistet werden könne. Zu seinem eigenen Bedauern entschied daher der Schulrat, die Arbeiten zur Sanierung sowie zu den räumlichen Anpassungen der Schulanlage Risi um ein Jahr zu verschieben.

Submission muss wiederholt werden

Diese Verschiebung bedingt auch einen formellen Abbruch beziehungsweise löst eine Wiederholung der laufenden Submissionen aus. Die betroffenen Anbieter wurden laut der Medienmitteilung bereits Mitte Mai schriftlich informiert und zur Stellungnahme eingeladen. Am 23. Juni wurde dann die Wiederholung der Ausschreibungen verfügt.

Während der gesetzlichen Rekursfrist sind keine Beschwerden eingegangen. Die Submissionen können somit im Zeitraum Oktober bis November wiederholt werden. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstands zeigt sich der Schulrat zuversichtlich, dass das Projekt 2021 realisiert werden kann.

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