Trinkwasserversorgung: Wildhauser Quellen werden gehegt und gepflegt

Dank dem Grundwasserpumpwerk in Alt St.Johann gab es in Wildhaus letzten Sommer genügend Wasser. Trotzdem sollen Quellfassungen verbessert werden. Zum Beispiel diejenige der Götte-Quelle.

Adi Lippuner
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Die Auskleidung der Lösch- und Brauchwasserkammern im Reservoir Hägis muss erneuert werden. (Bild: PD)

Die Auskleidung der Lösch- und Brauchwasserkammern im Reservoir Hägis muss erneuert werden. (Bild: PD)

32 Stimmberechtigte nahmen am Freitagabend im Hotel Hirschen in Wildhaus an der Bürgerversammlung der Dorfkorporation, welche die Wasserversorgung in Wildhaus sicherstellt, teil. Präsident Andy Hug zeigte eine Aufnahme des Lac des Brentes im Kanton Jura. «Letzten Sommer trocknete dieser See aus. Ganz so schlimm hat es uns nicht getroffen, aber die Quellen versiegten und wir konnten die Versorgung nur dank des Grundwasser-Pumpwerks in Alt St. Johann sicherstellen.»

Die Götte-Quelle wird neu gefasst

Für die Verantwortlichen der Dorfkorporation ist klar, dass die Quellen als wichtige Wasserspender gepflegt werden müssen. «Wir beobachten unsere Quellen genau und planen, die Götte-Quelle neu zu fassen.» Bei den Quellfassungen werde auf die Mondphase geachtet. Zudem werde in den kommenden Jahren das 1927 in Betrieb genommene Reservoir Oberboden ersetzt. «Dieses Reservoir versorgte seinerzeit das ganze Gebiet Schönenboden mit Wasser», so Hug.

190'000 Franken für die Verbindungsleitung

Bereits letztes Jahr konnte die erste Etappe der Leitungserneuerung Egg-Bodenweidli-Schönenboden realisiert werden. Nun steht die zweite Etappe der 1967 erstellten Leitung an. Diese beinhaltet die Verbindung Tobel bis Schönenbodenstrasse 38, wobei Kosten von 190000 Franken vorgesehen sind. Die Stimmbürger genehmigten den dafür nötigen Kredit, es sind Subventionen von Seiten der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St.Gallen in und der Politischen Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann, von jeweils maximal 15 Prozent in Aussicht gestellt worden. Die Restkosten in der Höhe von 137'800 Franken gehen zu Lasten der Dorfkorporation und werden aus dem Reservebezug der laufenden Betriebsrechnung erfolgen.

Im Bereich Egg-Tobel konnte die Leitung bereits im Vorjahr erneuert werden. (Bild: PD)

Im Bereich Egg-Tobel konnte die Leitung bereits im Vorjahr erneuert werden. (Bild: PD)

Einen weiteren Kredit von 200'000 Franken sprachen die Stimmbürger für die Auskleidung der Lösch- und Brauchwasserkammer im Reservoir Hägis. «Die Beschichtung wurde als Folge des stetigen Wasserflusses teilweise abgetragen und muss erneuert werden. Es wurden drei Varianten geprüft, preislich liegen alle in einem ähnlichen Rahmen. Wir haben uns für die mineralische Beschichtung entschieden», erklärte der Präsident.

Drei Rohrbrüche repariert

In seinem Jahresbericht zeigte Hug auf, welche Einsätze geleistet werden mussten. So gab es beim Tobbach, Richtung Schwendi, einen Rohrbruch und ein Leck neben einem Baum der Liegenschaft Wyss. «Das schwierigste Ereignis war im Moorgebiet Hoxperen. Wir stellten zwar einen erhöhten Wasserabfluss im Reservoir Hägis fest, fanden aber nirgends nasse Stellen.» Erst im Moor sei man fündig geworden und habe eine nicht ganz einfache Instandstellung der Leitung vornehmen müssen.

Die Jahresrechnung mit Aufwendungen und Erträgen von gut 758'000 Franken und Einlagen in die Vorfinanzierung von 82'000 Franken wurde genehmigt. Auch das Budget, welches nach dem neuen Rechnungsmodell (RMSG) vorgelegt wurde, fand Zustimmung. Das gleiche gilt für den Jahresbericht des Präsidenten.

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