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Treu vom Anfang bis zum Ende: Gähwiler arbeitet 45 Jahre bei der gleichen Firma

Am 29. November verabschiedet sich der Gähwiler Theo Messmer in den Ruhestand. Der gelernte Maurer war 45 Jahre bei der Schellenbaum AG, Hoch- und Tiefbau, angestellt. Zuletzt als Vorarbeiter Tiefbau und Maschinist.
Beat Lanzendorfer
Theo Messmer liebt jegliche Arbeit, die er mit einer Maschine verrichten kann. Hier mit «seinem» Bagger auf der Baustelle der neuen Landi im Bazenheider Industriegebiet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Theo Messmer liebt jegliche Arbeit, die er mit einer Maschine verrichten kann. Hier mit «seinem» Bagger auf der Baustelle der neuen Landi im Bazenheider Industriegebiet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das mit dem Ruhestand stimmt bei Theo Messmer, der am 5. November 60 Jahre alt geworden ist, nur bedingt. Er hört nur bei seinem Arbeitgeber auf, der Schellenbaum AG, Hoch- und Tiefbau, die seit 1991 zur E. Weber AG Wattwil gehört. Ansonsten hat er keineswegs vor, den Tag im Lehnstuhl zu verbringen.

Im Wald gibt es genügend Arbeit

So besitzt er mit Bruder Werner fünf Hektaren Wald, die es zu bewirtschaften gilt. Als Gähwiler Kirchenverwaltungsrat, der für die Liegenschaften verantwortlich zeichnet, ist er für weitere acht Hektaren Wald zuständig.

Darüber hinaus ist er Verantwortlicher des Sektors 2 der Unterhaltskorporation Kirchberg. In dieser Funktion hegt und pflegt er die Flur- und Waldstrassen.

Der Sektor 2 umfasst das Gebiet um Gähwil, geht bis an die Grenze zu Fischingen und endet in der Gegenrichtung dort, wo früher die Mondo AG, Küchenbau, angesiedelt war.

Und sollte ein strenger Winter bevorstehen, sieht man Theo Messmer auch auf der Strasse. Das verbleibende Arbeitspensum von etwa 20 Prozent wird er im Winterdienst und durch weiteres Arbeiten in der Firma Schellenbaum beibehalten.

Die Hoffnung auf viel Schnee

Apropos Winter: Nicht als einziger Gähwiler hofft er auf viel Schnee und auf eine gute Auslastung des Skiliftes. War er bisher für das Personal zuständig und hat zusätzlich entschieden, wann der Startknopf bei genügend Schnee gedrückt werden kann, übergibt der Betriebsleiter in Zukunft den Skiliftbenutzern den Skiliftbügel auch persönlich.

Auf sein Berufsleben angesprochen, lacht er:

«Eigentlich war vorgesehen, dass ich zur Post gehe. Als ich 1973 die Schule beendete, war ich aber noch zu jung.»

Nach einem Zwischenjahr bei der Schellenbaum AG wollte er im Frühjahr 1974 bei der Post anfangen. Es hat ihm auf dem Bau aber derart gut gefallen, dass es seitens von Werner Bösch und Fredi Schellenbaum wenig Überredungskünste brauchte, um Theo Messmer die Lehre zum Maurer schmackhaft zu machen.

Bald nach der Ausbildung konnte er das machen, was ihm noch heute am besten gefällt: «Alles, was mit Maschinen zu tun hat. Bagger oder Traktor ist dabei nicht so entscheidend.»

Keinen Tag wegen Krankheit gefehlt

Stolz ist er darauf, dass er in den 45 Jahren nie einen Tag krankheitsbedingt fehlte. Mit einer Ausnahme blieb er vor grösseren Unfällen verschont.

«Einmal ist der Ausleger des Krans gebrochen. Dadurch hat das Drahtseil die Führerkabine getroffen, wodurch ich mit dieser rund acht Meter in die Tiefe gestürzt bin.»

Glück im Unglück: Theo Messmer zog sich lediglich ein paar Schrammen zu, setzte aber, um sich vom Schock zu erholen, ein paar Tage aus.

Befragt, auf welchen Baustellen seine Baggerschaufel für den Aushub zuständig war, antwortet der Bald-Pensionär: «Da kommt einiges zusammen. Ich wurde in den letzten Jahrzehnten auf vielen Grossbaustellen eingesetzt.» Mehrzweckgebäude Ifang, Bazenheider Umfahrungsstrasse oder Suttero sind nur drei von unzähligen Einsätzen.

Es gab nie einen Grund für eine Luftveränderung

Freude bereitete ihm auch der Bau der Wasserleitungen im Auftrag der Wasserversorgung KiBaLü (Kirchberg-Bazenheid-Lütisburg). «Um die Versorgungssicherheit zu garantieren, haben wir Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts kilometerweise Leitungen ausgehoben.»

Nach der Übernahme der Schellenbaum AG durch die E. Weber AG vergrösserte sich auch das Arbeitsgebiet von Theo Messmer. «Nun kamen Baustellen im oberen Toggenburg hinzu und ab und zu war ich auch im Zürcher Oberland.»

Hat der Vater von drei Söhnen, der mit Ehefrau Ursula im umgebauten Elternhaus wohnt, nie den Wunsch einer beruflichen Luftveränderung verspürt? «Warum auch, es hat mir hier immer sehr gut gefallen, es gab nie einen Grund zu wechseln.» Und mit seinen vielen Hobbys in freier Natur hat er schliesslich genügend Luftveränderung.

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