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Trend hält an: Die Strompreise im Toggenburg klettern in die Höhe

Die Elektrizitätsversorgungen im Toggenburg müssen mehr für den eingekauften Strom bezahlen als vor einem Jahr. Das zeigen die 2020er-Preise, die sie der Eidgenössischen Elektritzitätskommission gemeldet haben. Den billigsten Strom hat erneut Hemberg.
Martin Knoepfel
Das Kraftwerk Mühlau liegt zwischen Bazenheid und Lütisburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Kraftwerk Mühlau liegt zwischen Bazenheid und Lütisburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Im Jahr 2020 verteidigt Hemberg seine Position als Gemeinde mit dem billigsten Strom im Toggenburg, die es schon dieses Jahr innehat. 16,03 Rappen kostet die Kilowattstunde (KWh) im nächsten Jahr. Das ist ein halber Rappen mehr als heute.

Der Aufschlag ist dem höheren Bezugspreis für die elektrische Energie geschuldet. Der Stromlieferant in Hemberg ist die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK).

Teurerer Einkauf nicht vollständig abgewälzt

Wie schon von 2018 auf 2019 steigen die Strompreise fast im ganzen Toggenburg. In allen Toggenburger Gemeinden geben die Endversorger fürs nächste Jahr an, dass sie mehr für den eingekauften Strom bezahlen mussten als im laufenden Jahr. Der Unterschied macht zwischen 0,4 und 1,1 Rappen pro KWh aus.

Die meisten Endversorger müssen neu für den eingekauften Strom zwischen 6,3 und 7 Rappen pro KWh bezahlen. Die meisten Endversorger wälzen aber nicht den ganzen Aufschlag aus dem Stromeinkauf auf ihre Kunden ab.

Einer der günstigsten Endversorger im Kanton

Die Kirchberger erhalten den Strom von der Regionalwerk Toggenburg AG (RWT). Dort schlägt der Preis um 0,45 auf 18,23 Rappen pro KWh auf.

In Lütisburg kostet die elektrische Energie künftig 16,84 Rappen. Das sind 0,74 Rappen mehr als dieses Jahr. Lütisburg hat zwei Stromversorger, die RWT und die Elektrizitätsgenossenschaft Moos-Dieselbach, wo die für den Vergleich gewählte Kategorie von 14,82 auf 15,84 Rappen aufschlägt.

Dennoch bleibt diese Genossenschaft, die auch einen Teil der Gemeinde Neckertal beliefert, einer der billigsten Versorger im Kanton. Bei der RWT, die den Grossteil der Gemeinde beliefert, zahlt man künftig 17,83 statt 17,38 Rappen.

Teurerer Strom in Lichtensteig, Oberhelfenschwil und Wattwil

In Lichtensteig und Oberhelfenschwil wird der Strom ebenfalls teurer. Neu sind es 16,63 Rappen pro KWh. Dieses Jahr sind es noch 16,12 Rappen. In beiden Gemeinden liefert die SAK die elektrische Energie.

Den Wattwiler Stromkonsumenten geht es nicht anders als den Lichtensteigern und den Oberhelfenschwilern, denn die elektrische Energie schlägt unter anderem wegen höherer Kosten für die Netznutzung auf. Neu sind es 17,04 Rappen pro KWh. Das ist ein Plus von 0,73 Rappen im Vergleich zu heute.

Die Elektrokorporation Ulisbach ist mit einem fast unveränderten Preis von 15,45 Rappen günstiger als die Thurwerke AG, wo der Strom nächstes Jahr 18,62 Rappen kosten wird. Heute sind es 17,08 Rappen.

Gemeinde Neckertal wird von vier Endversorgern beliefert

In Neckertal steigt der Strompreis um 0,75 auf 17,12 Rappen. Die Gemeinde hat vier Endversorger.

Die Dorfkorporation Dicken ist mit 20,10 Rappen einer der teureren Anbieter im Kanton. Das ist den hohen Kosten für das Netz geschuldet.

Am billigsten ist hier die Elektrizitätsgenossenschaft Moos-Dieselbach. Dazwischen liegen die SAK und die Elektrokorporation Wald-St.Peterzell. Diese hat den Strom fürs laufende Jahr für lediglich 4,94 Rappen pro KWh einkaufen können. Fürs nächste Jahr muss sie ebenfalls mehr, 5,68 Rappen pro KWh, bezahlen.

Starke Ausschläge bei zwei Versorgern in Ebnat-Kappel

Den teuersten Strom im Toggenburg hat wieder Ebnat-Kappel mit 18,23 Rappen, wenn man die ganze Gemeinde ansieht. Tieferen Kosten fürs Netz steht der teurere Einkauf gegenüber.

Die Dorfkorporation Ebnat-Kappel und die kleine Elektrokorporation Blomberg-Brandholz verrechnen 2020 tiefere Strompreise als im laufenden Jahr. Bei der Dorfkorporation sinkt der Preis von 18,4 auf 17,70 Rappen pro KWh. Letztere verrechnet bisher 21,25 Rappen. Nächstes Jahr sind es noch 18,95 Rappen.

Die kleine Elektrokorporation Wintersberg-Bendel Schwand schlägt um 1,28 Rappen auf 18,76 Rappen auf. Der Grossteil der Strombezüger in Ebnat-Kappel wird von der Dorfkorporation bedient, was den hohen Durchschnittspreis in der Gemeinde relativiert.

Komponenten des Strompreises

Der Strompreis setzt sich aus vier Komponenten zusammen. Es handelt sich um den Preis für die Nutzung des Netzes und um den Stromeinkauf (Energie). Dazu kommen die Abgabe an die Gemeinde, die aber nicht in allen Toggenburger Gemeinden verlangt wird, und die Förderabgabe (Kostendeckende Einspeisevergütung). Diese dient der Förderung alternativer und erneuerbarer Energien und beträgt schweizweit 2,30 Rappen pro Kilowattstunde. (mkn)

Aufschlag auch im Obertoggenburg

In Nesslau und Wildhaus-Alt St.Johann werden jeweils 16,63 Rappen fällig. Das sind 0,46 respektive 0,51 Rappen mehr als dieses Jahr.

Wildhaus-Alt St.Johann wird von der SAK versorgt. In Nesslau sind die Preise der Elektrokorporation Lutenwil noch nicht bekannt. Die meisten Einwohner erhalten den Strom aber von der SAK.

In Mosnang wird der Strom billiger

Billiger wird der Strom nächstes Jahr in Mosnang mit neu 16,21 Rappen pro Kilowattstunde. Heute sind es 16,45 Rappen. Die Dorfkorporation senkt den Preis von 18,47 auf 18,19 Rappen. Die SAK ist trotz einem Aufschlag mit 16,03 Rappen günstiger.

Die Preise der Elektroversorgung Mühlrüti sind noch nicht bekannt. Letztes Jahr lag dieser Versorger fast genau im kantonalen Mittel.

Unvollständige Angaben für Bütschwil-Ganterschwil

In Bütschwil-Ganterschwil kostet der Strom laut Elcom nächstes Jahr 16,93 Rappen. Dieses Jahrs sind es 17,38 Rappen.

Allerdings wird für das laufende Jahr der Strompreis, den die SAK verrechnet, nicht ausgewiesen. Einige Dörfer der Gemeinde, etwa Dietfurt, Ganterschwil und Teile von Bütschwil, werden seit langem von der SAK beliefert. Andere erhalten die Elektrizität von der RWT.

Nächstes Jahr kostet der Strom bei RWT 17,83 Rappen pro KWh. Bei der SAK sind es wiederum 16,03 Rappen.

Verschiedene Gemeinden gleich behandeln

Wenn ein Endversorger mehrere Gemeinden bedient, wie das die RWT und die SAK tun, ist er gesetzlich verpflichtet, allen die gleichen Strompreise zu verrechnen. Die Abgaben an die Gemeinden, die es an einigen Orten gibt, und die Netzkosten können jedoch Unterschiede in den Preisen für die Haushalte bewirken.

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