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Traditioneller Jodelgenuss auf höchstem Niveau

Der Jodelklub Säntisgruess hat den 60. Geburtstag und die Präsentation des ersten, eigenen Tonträgers in der katholischen Kirche gefeiert.
Adi Lippuner
Als Schlusslied führte der Jodelclub Säntisgruess, zusammen mit den drei Jodlerinnen, «de Wildhuuser» auf. (Bild: Adi Lippuner)

Als Schlusslied führte der Jodelclub Säntisgruess, zusammen mit den drei Jodlerinnen, «de Wildhuuser» auf. (Bild: Adi Lippuner)

Das Lied «Säntisgruess», komponiert von Peter Roth und Text von Hans-Jakob Scherrer beschreibt das Singen, Jodeln und die Traditionen, welche der Verein seit 60 Jahren lebt und pflegt. Genau diese Traditionen werden hochgehalten, denn auf dem, am Freitagabend präsentierten Tonträger finden sich acht traditionell überlieferte Naturjodel und zwei Liedern von Fred Kaufmann und Dölf Mettler. Abgerundet wird das Werk mit zwei Kompositionen des ehemaligen Dirigenten Peter Roth, der für «seinen Säntisgruess» zahlreiche Werke verfasst hat und als Dank für seinen Einsatz eine CD mit Widmung entgegen nehmen durfte.

Was vor 60 Jahren mit der Gründung eines Vereins und dem Beitritt zum eidgenössischen Jodlerverband begann, wurde gebührend gefeiert. Die Mitglieder des Jodelklubs Säntisgruess mit Dirigent Hans-Jakob Scherrer und Präsident Ruedi Bollhalder, liessen sich ein abwechslungsreiches Programm einfallen. Mit dabei auch eine Uraufführung eines noch namenlosen Naturjodels, den sich Jürg Ammann einfallen liess.

Mit dem Titel «Z’fredni Lüt»

Das Jodellied von Mathias Zogg, «Z’fredni Lüt» ist gleichzeitig der Titel des Tonträgers. «Zufriedenheit, sei es beim Singen und Johlen, bei den Proben und anschliessend beim gemütliches Zusammensein, gehört für uns einfach dazu», liess Moderator Hans-Jakob Scherrer die Anwesenden wissen. «Und wenn dann die Zufriedenheit bei einer späten Heimkehr auch noch anhält, passt es umso mehr, pflegt jeweils unser Präsident zu sagen.»

Im Anschluss an das Konzert konnte der Tonträger , «Z’fredni Lüt» gekauft werden. (Bild: Adi Lippuner)

Im Anschluss an das Konzert konnte der Tonträger , «Z’fredni Lüt» gekauft werden. (Bild: Adi Lippuner)

Zufriedene Gesichter nach einem Konzert, sei den Jodlern und Sängern ebenso wichtig, wie die Zufriedenheit wenn immer möglich auch im Alltag zu leben, so der Dirigent. Gewürzt mit mehreren, gut dosierten Prisen Humor führte Hans-Jakob Scherrer durch den Abend und sorgte so, zusammen mit den musikalischen Darbietungen und dem Einbezug des Publikums bei einer gesanglichen Einlage für zufriedene Gesichter. Oder um es mit den Worten des Dirigenten und Jurors Timo Allemann zu sagen: «Der ‹Säntisgruess› bietet traditionellen Jodelgenuss auf höchstem Niveau.»

Glockenhelle Jodelstimmen und lüpfige Musik

Zur Auflockerung des Abends wurden auch musikalische Gäste eingeladen. Das Terzett Heidi, Katrin und Anuschka, dabei handelt es sich um die Jodlerinnen Anuschka Bösch, Wattwil, Kathrin Zürcher aus Ebnat-Kappel und Heidi Preisig, Herisau, findet sich jeweils nur zu besonderen Gelegenheiten zusammen. Mit ihren glockenhellen Stimmen und den anspruchsvollen Jodelliedern begeisterten sie das Publikum.

Mit von der Partie war auch das Ländlertrio Peter & Peter, das sind die Handörgeler Peter Frehner, Alt St. Johann und Peter Wolf, Giswil, unterstützt von Flo von Ah aus Wilen, Kanton Obwalden, am Bass. Die urchig-lüpfige Musik erklang nicht nur am Geburtstagsabend, die drei sind auch auf dem Tonträger «Z’fredni Lüt» zu hören.

Wer eine CD erwerben will, findet die dazu nötigen Angaben unter www.saentisgruess.ch

60 Jahre Vereinsgeschichte

Eigentlich begann die Geschichte des Jodelklubs Säntisgruess bereits in den Jahren 1948 bis 1953. Damals trafen sich Bauernsöhne, die im Männerchor Säntis dabei waren, um Naturjödel zu singen. Karl Bollhalder vom vorderen Chlostobel Unterwasser war ihr Vorjodler. Wegen eines tragischen Unfalls, bei dem Karl Bollhalder sein Leben verlor, wurden die Ideen zur Gründung eines Jodelklubs auf Eis gelegt. Ab 1956, so ist in den geschichtlichen Unterlagen zu lesen, wurde ein neuer Anlauf unternommen. Ein Jahr später konnte der Jodelklub Säntisgruess gegründet werden und 1958 war dann, mit dem Beitritt zum eidgenössischen Jodlerverband, auch das offiziell geltende Gründungsdatum. Als erster Dirigent amtierte Johann Rüdlinger, von 1960 bis 1964 Lehrer Hutter und dann, bis 1979 der bekannte Komponist Hans Müller-Luchsinger. Während zehner Jahre folgte dann die Tätigkeit von Peter Roth, bis 1989 dann Hans-Jakob Scherrer die Aufgabe übernahm und bis heute ausübt.

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