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TOURISMUS: "Das Toggenburg ist ein ungeschliffener Diamant"

Die Grundlage für den Tourismus ist in grossem Mass vorhanden. Dessen müsse man sich bewusst werden und die Zukunft entwickeln, forderte Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus.
Sabine Schmid
Die Landschaft im Toggenburg lädt zum Wandern ein. Erlebt der Gast einen tollen Tag, erzählt er es weiter und macht so beste Werbung. (Bild: PD)

Die Landschaft im Toggenburg lädt zum Wandern ein. Erlebt der Gast einen tollen Tag, erzählt er es weiter und macht so beste Werbung. (Bild: PD)

Warum er sich das Präsidentenamt von Toggenburg Tourismus antue? Weil es sich lohne, sich für den Tourismus im Tal einzusetzen, antwortet Max Nadig jeweils. «Das Toggenburg ist touristisch gesehen ein ungeschliffener Diamant», sagte er in der Begrüssung zur Mitgliederversammlung. Damit meint er nicht nur die Bergwelt und die romantischen Bergseen, sondern auch das Brauchtum, die kulinarischen Spezialitäten und die Bergbahnen, die die Berge sowohl im Sommer als auch im Winter erschliessen.

«Das Toggenburg ist eine attraktive Tourismusdestination, aber dessen sind wir uns zu wenig bewusst», brachte es Max Nadig auf den Punkt. Der Vorstand habe im vergangenen Jahr eine Standortbestimmung in Himblick auf einen nachhaltigen Tourismus vorgenommen. Dies bedinge aber einerseits, dass man ein Projekt nach dessen Chancen und nicht nach dessen Risiken beurteile und andererseits, dass man sich gegenseitig vertraue.

Max Nadig betonte, dass der Erfolg des Toggenburgs aber von den Leistungsträgern und nicht von Toggenburg Tourismus abhänge. Nur Nein zu sagen, bringe niemandem etwas, ist der Tourismuspräsident überzeugt. Die Chancen müssten jetzt genutzt werden. Er stellte in Aussicht, dass die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann und Toggenburg Tourismus im Herbst an der touristischen Zukunft arbeiten werden. Was dann im obersten Toggenburg gelingen soll, wirke sich auf die ganze Talschaft aus.

Toggenburg Tourismus als Kompetenzcenter

Christian Gressbach, der im vergangenen Juli seine Tätigkeit als Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus aufgenommen hat, stellte die neuen strategischen Geschäftsfelder vor, bei denen die Tourismusorganisation eng mit anderen Organisationen zusammen arbeitet. Beim Klang ist dies die Klangwelt Toggenburg, beim Wintererlebnis sind es die Bergbahnen, die ihrerseits Winterangebote anbieten. Neu will Toggenburg Tourismus das Geschäftsfeld Reisen in Gruppen auftun, das nebst den Familien- und den Naturerlebnissen.

Im Bereich Seminartourismus ist die Destination Toggenburg eine Kooperation mit Thurgau Tourismus und mit Appenzellerland Tourismus AR eingegangen, die diesen Bereich gemeinsam vermarkten. Zusätzlich habe man erkannt, dass viele touristische Leistungsträger vermehrt Unterstützung brauchen. «Deshalb wird Toggenburg Tourismus künftig die Rolle als Impulsgeber und Dienstleister in ausgewählten Kompetenzbereichen übernehmen», sagte Christian Gressbach. Der Leistungsträger bestimme, in welchem Mass er die Kompetenzen von Toggenburg Tourismus in Anspruch nehme. Dies könne die Erstellung einer Webseite oder eines Prospekts sein, aber auch den Auftritt in Social Media oder das Einrichten von Online-Buchungen für ein bestehendes Angebot. Erste Erfahrungen seien durchwegs positiv verlaufen, sagte Christian Gressbach.

Das Know-how steht den Leistungsträgern auch im laufenden Jahr zur Verfügung. Im Fokus der Aktivitäten steht die Lancierung der neuen Webseite. Zudem hat Toggenburg Tourismus eine neue Karte mit Wandertipps herausgegeben. Wie Marketingleiterin Tanja Hutter sagte, sind darauf einerseits Wanderungen im Gebiet der Churfirsten beschrieben, andererseits solche auf der sonnseitigen Talseite.

«Das Erlebnis vor Ort muss für den Gast stimmen»

Der Präsident von Toggenburg Tourismus, Max Nadig, nennt das Toggenburg einen «ungeschliffenen Diamanten». Darum ist er überzeugt, dass es sich lohnt, sich für den Tourismus einzusetzen. Der Vorstand hat im Hinblick auf einen nachhaltigen Tourismus die Strategie überprüft. Auch, weil sich die Rahmenbedingungen ändern.

Die Gelder für Tourismusförderung im Kanton St. Gallen werden neu verteilt. Derzeit wird eine Leistungsvereinbarung ausgearbeitet. Kann Toggenburg Tourimus mit mehr Geld rechnen?

Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus. (Bild: Sabine Schmid)

Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus. (Bild: Sabine Schmid)

Nein, das glaube ich nicht. Es geht darum, die Vergabe der Gelder für Tourismusförderung anders zu organisieren. Neu verteilt ein Tourismusrat, in dem Vertreter aller vier Destinationen, der Gastronomie und der Hotellerie sitzen, die Fördergelder. Das bedeutet, dass die Direktbeteiligten mehr Verantwortung übernehmen müssen.

Neben einem Sockelbeitrag an die Destinationen beinhaltet die Tourismusförderung aber ebenfalls Beiträge an einzelne Projekte. Wie können solche vermehrt ausbezahlt werden?

Es stimmt, dass jährlich ein gewisser Beitrag für Projekte aus diesen Geldern zur Verfügung steht und dass dieser nicht abgeschöpft wird. Dieses Geld wird in einen Fonds gelegt, aber das ist nicht der Sinn der Sache. Wir wünschen uns, dass die Leistungsträger vermehrt Beiträge aus diesem Topf fordern. Sie müssen dafür bei den Destinationen vorstellig werden.

Wie können Leistungsträger überdies von Toggenburg Tourismus profitieren?

Jeder Leistungsträger aus dem Toggenburg kann zu Toggenburg Tourismus kommen. Je nach Anliegen, können wir direkt unterstützen oder ihm zeigen, wo er die benötigte Unterstützung erhalten kann. Entscheidend für den touristischen Erfolg ist, dass das Erlebnis für den Gast vor Ort stimmt. Er erzählt zu Hause davon und diese Mund-zu-Mund-Propaganda ist unser wichtigstes Marketinginstrument.

Welchen Gast meinen Sie? Der Tagestourist oder derjenige, der im Toggenburg übernachtet?

Jeder Leistungsträger muss für sich entscheiden, welchen Gast er ansprechen möchte. Toggenburg Tourismus unterstützt jeden Leistungsträger nach dessen Bedürfnissen. Letztlich sind die Angebote entscheidend, damit der Gast kommt. Sei es während des Tages oder auch zum Übernachten. (sas)

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