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Toggenburger Segler und Töfffahrer treffen sich in Portugal

Anfang des Jahres war es nur eine Idee, nun wurde daraus Realität: Zwei Biker und zwei Segler aus der gleichen Toggenburger Gemeinde treffen sich in Portugal.
Fränzi Göggel
Kapitän René Weber reagiert auf unser Rufen und begrüsst uns. (Bild: Fränzi Göggel)

Kapitän René Weber reagiert auf unser Rufen und begrüsst uns. (Bild: Fränzi Göggel)

«Wenn das klappt, das wäre mega cool», redeten wir uns an einem gemütlichen Abend anfangs dieses Jahres heiss. Die ­Senioren Brigitte Weber, ehe­malige Pöstlerin der Gemeinde Mosnang, und ihr Ehemann René aus Mühlrüti, segeln ab April mit ihrem Boot «Soleil», von der Nordsee bis zum Mittelmeer. ­Parallel, aber mit weniger Zeit, ­planen Rolf Lüthi und die Schreibende vom Chrimberg, mit ihren betagten Motorrädern nach ­Portugal und wieder zurück zu fahren.

Es wurde spät an diesem Abend. Die Idee aber, uns in Portugal zu treffen, verfestigte sich. Einflussfaktoren von Wind und Wetter oder allfällige Defekte an den alten Töffs hin oder her. Webers verrieten uns auch eine App, auf der man sehen kann, wo sich die «Soleil» jeweils befindet.

Ein Kaff zwischen Porto und Lissabon

So zuckeln wir anfangs Juni auf Landstrassen über die Pyrenäen nach Spanien, schlagen uns in San Sebastian in den Tapas Baren die Bäuche voll, ehe wir über das Douro Tal in Portugal einreisen. Wir nehmen an einer Motorrad-Oldtimer Veranstaltung für mindestens 30-jährige Töffs in Caramulo teil – ein Kaff irgendwo in den Bergen zwischen Porto und Lissabon.

Unsere Motorräder warten, bis es weitergeht. (Bild: Fränzi Göggel)

Unsere Motorräder warten, bis es weitergeht. (Bild: Fränzi Göggel)

Bis dahin sind wir auf dieser Reise schon mehr als 3000 Kilometer gefahren. Rolf konsultiert in einer ruhigen Minute die App, und siehe da, Webers haben guten Wind. Und wenn der Zufall mithilft, wer weiss, könnte es passen. Wir nehmen Kontakt auf und erfahren, dass Webers am nächsten Tag in Figueira da Foz, einem Hafenstädtchen und Badeort vor Lissabon, anlegen wollen. Nach der Oldtimerveranstaltung fahren wir direkt dort hin.

Die «Soleil» kommt in Sichtweite

Beim Feierabendbier in einer Kneipe am Meer bemerken wir, noch weit weg, ein Segelschiff. Am Heck, kaum zu erkennen, flattert etwas Rotes. Die Schweizer Fahne vielleicht? Wir spurten zur Anlegestelle und tatsächlich, durch den Sucher der Kamera lesen wir «Soleil». Stürmischer Wind zwingt Webers, mit Hilfe des Bootsmotors rückwärts in den Hafen zu fahren. Das Anlegen fordert die Toggenburger Segler, wir Töffler schauen gebannt zu und applaudieren, als es endlich gelingt, das Seil dem Hafenmeister zuzuwerfen.

Wir verabreden uns für den gemeinsamen Znacht im Städtchen und verbringen wieder so einen gemütlichen Abend bei Fisch und Wein. So kommts, wenn sich Toggenburger Segler und Motorradfahrer in Portugal treffen.

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