Toggenburger Line-Dance-Gruppe feiert Country-Weihnachten: Gelungene Premiere mit Abstrichen

Die erstmals durchgeführte «Country X-mas-Party» zog weniger Besucher an als erhofft.

Urs Nobel
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Rikky G. traf mit seinen Liedern den Geschmack der Besucherinnen und Besucher.

Rikky G. traf mit seinen Liedern den Geschmack der Besucherinnen und Besucher.

Bild: Urs Nobel

116 eingeschriebene Line- Dance-Vereine gibt es in der Schweiz. Vier davon im Toggenburg. Die Crazy Chicken Dancers (CCD) existieren seit dem vergangenen Jahr und haben ihre Trainingslokale neu in Neu St.Johann und Unterwasser. Am Wochenende stand die Gruppe jedoch im Restaurant Thurpark in Wattwil im Einsatz. Dort, wo alles begonnen hatte.

Die CCD luden zum ersten «CCD Country X-mas» ein. Die verantwortliche Jacqueline Grunder war sich bewusst, dass das erstmalige Durchführen einer derartigen Veranstaltung ein finanzielles Risiko beinhaltete. «200 Personen hätten kommen sollen, damit wir eine schwarze Null hätten schreiben können. Bisher konnten wir 106 Eintritte verkaufen und mehr werden es im Verlauf des Abends kaum werden», sagte die Organisatorin leicht enttäuscht während des Anlasses. «Wer aber hier ist, amüsiert sich und unterhält sich gut» tröstet sie sich selber.

Musikalische Einlagen und Line Dance

Im Programm, welches bereits am späteren Nachmittag begonnen hatte, standen mit dem Countrysänger Ricky G. sowie Buddy Dee & The Ghostriders zwei musikalische Einlagen. Nach einem gemeinsamen Nachtessen war Line Dance an der Reihe. Dank der befreundeten Bonanza-Dancers aus Herisau und den Skippy-Dancers aus Steinhausen kamen die Besucher in den Genuss von vielfältigen Darbietungen. Und es dauerte nur wenige Minuten, ehe sich auch die Anwesenden unter die «Profis» mischten und munter mitmachten. In diesem Moment leuchteten die Augen von Jacqueline Grunder: «Genau das war unser Ziel. Die Besucher zum Mitmachen animieren und ihnen Freude bereiten.»

Als Buddy G. erneut seine Gitarre zur Hand nahm und mit zahlreichen altbekannten Countrysongs aufwartete, hielt es kaum mehr jemanden auf den Stühlen. Viele reihten sich in die Linien und tanzten gut oder besser zur Musik mit. Spannend war dabei mitanzusehen, wie sich Einzelne enorm konzentrieren mussten, während Fortgeschrittene ihre Schritte bereits auswendig konnten. Doch irgendwann zollten alle ihrer Kondition Tribut und es brauchte Buddy Dee & The Ghostriders, welche mit ihrer Rockmusik die Stimmung erneut hoben.

Gelungener Anlass trotz vermutlichem Minus

Ohne an das wahrscheinliche Minus in der Kasse zu denken, bilanzierte Jacqueline Grunder, dass für sie der Anlass als gelungen bezeichnet werden darf. «Die Stimmung war sehr gut, das Essen ausgezeichnet und die Musiker auf der Bühne trafen den Geschmack des Publikums.» Gefreut hat sich Grunder auch darüber, dass sie im Verlauf des Abends einige Gespräche mit Interessenten führen durfte, welche ab Januar die neuen Kurse in Neu St.Johann und Unterwasser besuchen und allenfalls zu Mitgliedern werden möchten. «Das war natürlich ebenfalls ein angestrebtes Ziel heute.»