April 2018: Toggenburger Kulturpreis geht an Kurt Schär

Kurt Schär sägt aus sturmversehrten Baumstämmen Skulpturen und versieht sie mit Köpfen aus gebranntem Ton. Im April erhielt er dafür einen Preis.

Sabine Camedda
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Der Skulpteur Kurt Schär aus Ebersol durfte den Toggenburger Kulturpreis entgegen nehmen. (Bild: Michael Hug)

Der Skulpteur Kurt Schär aus Ebersol durfte den Toggenburger Kulturpreis entgegen nehmen. (Bild: Michael Hug)

Ein Wanderstock mit einem Vesperkorb, dazu ein Check über 5000 Franken, so sieht der Toggenburger Kulturpreis aus. Der jeweilige Preisträger entscheidet, an wen er weiter geht. In diesem Jahr wurde der 74-Jährige Skulpteur Kurt Schär aus Ebersol mit dem Toggenburger Kulturpreis ausgezeichnet.

Er sei ein stiller Schaffer, der in der Vergangenheit viel mehr durch seine Figuren an diversen Wegrändern im Toggenburg aufgefallen sei als durch seine Person, hiess es in einer Ehrung. Er sei offen für alles, sagte Laudatorin Christa Lang anlässlich der Preisverleihung. Verschiedene Materialien, von Papier über Speckstein, Stahl und Eisen bis Holz und Ton habe er verarbeitet. Die eindrücklichsten Zeugen sind seine Skulpturen aus Holz, die Kurt Schär aus sturmversehrten Baumstämmen sägt und mit Köpfen aus gebranntem Ton versieht.

«Sie müssen etwas Fröhliches ausstrahlen, etwas Positives, Selbstbewusstes und gleichzeitig etwas Erhabenes», sagt Kurt Schär über seine Figuren. Weil es bei Männerköpfen viel einfacher sei, diesen Ausdruck zu erreichen, gebe es mehr «männliche» Schärs als «weibliche». Kunst war für den gelernten Rohrschlosser lange Zeit ein Hobby. Als er sich entschloss, freier Kunstschaffender zu werden, kamen ihm die Erfahrungen aus verschiedenen Berufen zugute. Er habe sich auf Erfolg programmiert, blickt er zurück, und fokussierte sich nur auf das, was er für richtig hielt.