Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Toggenburger Haushalte sind gross

In keinem anderen Wahlkreis im Kanton St.Gallen gibt es so viele Grosshaushalte wie im Thur- und Neckertal.
Ruben Schönenberger
So ähnlich könnte es vor vielen Toggenburger Haushalten aussehen, denn diese sind gross. (Bild: PD)

So ähnlich könnte es vor vielen Toggenburger Haushalten aussehen, denn diese sind gross. (Bild: PD)

Fast in jedem zehnten Toggenburger Haushalt wohnen fünf oder mehr Personen. Das zeigen aktuelle Zahlen der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen. Von den 19158 Haushalten im Thur- und Neckertal werden 1227 (6,40 Prozent) von fünf Personen bewohnt. In 578 Haushalten (3,02 Prozent) wohnen gar noch mehr Personen.

In allen anderen Wahlkreisen des Kantons St.Gallen werden deutlich weniger so grosse Haushalte verzeichnet.

Grosse Haushalte in Hemberg und Mosnang

Zu der hohen Anzahl an grossen Haushalten tragen die grösseren Gemeinden in absoluten Zahlen natürlich mehr bei. So gibt es beispielsweise in Kirchberg und Wattwil je rund 100 Haushalte, in denen sechs oder mehr Personen leben. Relativ zur Gesamtzahl Haushalte in der jeweiligen Gemeinde stechen aber andere hervor. So umfasst beispielsweise in Hemberg mehr als jeder 20. Haushalt sechs oder mehr Personen (5,65 Prozent). Im Kanton ist dieser Anteil nur in Niederbüren (6,59 Prozent) höher.

Auch Mosnang kommt auf einen hohen Anteil (4,85 Prozent). Nimmt man die Fünf-Personen-Haushalte zu der Betrachtung, stösst Lütisburg zu den beiden auffälligen Gemeinden. Alle drei weisen insgesamt einen Anteil von grossen Haushalten aus, der die 10-Prozent-Marke deutlich übersteigt.

«Ob es in einer Region grosse Haushalte gibt, hängt zunächst vor allem vom verfügbaren Wohnungsangebot ab», sagt Nicola Hilti, Co-Leiterin des Schwerpunkts Wohnen und Nachbarschaft an der Fachhochschule St.Gallen. «Wenn dann die Bodenpreise noch billiger sind als in anderen Regionen in der Umgebung, sind natürlich auch grosse Wohnungen erschwinglicher.»

Fünf-Personen-Haushalte nehmen zu

Auffallend ist, dass im Toggenburg die Anzahl der Fünf-Personen-Haushalte im Vorjahresvergleich leicht angestiegen ist (+34). Ein Anstieg ist sonst nur noch in den Wahlkreisen Werdenberg (+14) und Rorschach (+3) zu verzeichnen. In allen anderen Wahlkreisen ist die Anzahl Fünf-Personen-Haushalte gesunken. Bei den noch grösseren Haushalten verzeichnen nur das Sarganserland und See-Gaster einen kleinen Anstieg.

Ebenfalls einen Anstieg verzeichnen alle Wahlkreise bei den Einpersonenhaushalten. Dieser Trend ist nicht neu, im historischen Vergleich aber dennoch eindrücklich. 1930 wohnten gerade mal zwei Prozent der Schweizer in einem Einpersonenhaushalt. Im letzten Jahr waren es schweizweit 16 Prozent, im Wahlkreis Toggenburg rund 13,5 Prozent. Knapp 14 von 100 Toggenburgerinnen und Toggenburgern wohnen also alleine.

Nicola Hilti überrascht diese Entwicklung nicht. «Alleine zu leben, ist akzeptierter als früher», sagte sie. Die Individualisierung nehme zu. Es gebe aber noch einen weiteren Grund. Da Frauen tendenziell älter würden, stünden sie nach dem Tod des Ehemanns öfter alleine da. «Stirbt der Partner, wohnen die Frauen plötzlich allein», sagte Hilti.

Haushalte mit drei Generationen sind selten

Neben den Angaben zur Haushaltsgrösse offenbaren die Zahlen auch, dass fast zwei Drittel der Toggenburger Haushalte nur von einer Generation bewohnt werden. Den Rest machen fast ausschliesslich Zwei-Generationen-Haushalte aus. Haushalte mit drei Generationen gibt es im Wahlkreis gerade mal 321, das sind knapp 1,7 Prozent.

Ähnlich wenige Haushalte (291) gibt es, in denen nur ausländische Staatsbürger wohnen, die aber aus verschiedenen Staaten kommen. Häufiger sind Haushalte mit Bewohnerinnen und Bewohnern nur eines ausländischen Staates (2276 oder 11,88 Prozent). In etwa halb so vielen Haushalten wohnen Schweizer und Ausländer zusammen. Mit Abstand am meisten Haushalte bestehen nur aus Schweizerinnen und Schweizern. In vier von fünf Haushalten ist das der Fall. Dieses Verhältnis ist so hoch wie in keinem anderen Wahlkreis im Kanton.

Wenig überraschend sind auch einige Toggenburger Gemeinden unter denjenigen des Kantons, bei denen dieser Anteil am höchsten ist. Den kantonsweit grössten Anteil weist Mosnang mit 93 Prozent aus. Hemberg folgt mit 91,53 Prozent auf Platz 2, Nesslau mit 91,07 Prozent auf Platz 3. Erst danach folgt mit Andwil die erste Gemeinde von ausserhalb des Wahlkreises.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.