Toggenburg
Vogel erstellt Hühner aus Stroh: Ein tierischer Abstimmungskampf im Toggenburg

Anlässlich der eidgenössischen Volksabstimmung am 13. Juni hat der Dietfurter Christian Vogel an verschiedenen Orten im Toggenburg riesige Strohhühner aufgestellt. Die Idee dazu hatte er erst vor zwei Wochen.

Fränzi Göggel
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Flankiert von Gianandré Bachmann (links) und Christian Vogel hockt eines der zehn Strohhühner an der Bütschwilerstrasse in Mosnang.

Flankiert von Gianandré Bachmann (links) und Christian Vogel hockt eines der zehn Strohhühner an der Bütschwilerstrasse in Mosnang.

Bild: Fränzi Göggel

Der Abstimmungskampf zur eidgenössischen Volksabstimmung am 13. Juni läuft auf Hochtouren. Dazu gibt es auch kreative Ansätze. Der 25-jährige Christian Vogel aus Dietfurt ist Kaufmann EFZ, Student in Rechtswissenschaften und Arbeiter in einer Holzfirma.

Er setzte mit seinen Kumpels eine tierische Idee um. Seit gestern Freitagnachmittag zieren riesengrosse Strohhuhn-Skulpturen an zehn verschiedenen Standorten die Landschaft im Toggenburg. Sein Pilotversuch mit zwei nebeneinandersitzenden Strohhühnern steht seit mehreren Tagen an der Umfahrungsstrasse in Bazenheid, nun sind seine Figuren auch in Kirchberg, Stelz, Mosnang, Bütschwil, Brunnadern, Ulisbach, Ricken, Krummenau und Unterwasser zu sehen.

Bilder im Internet als Inspiration

Die Idee dazu hatte Christian Vogel erst vor zwei Wochen. Er liess sich anhand von Bildern im Internet inspirieren und begann zu planen. Beziehungen zu Freunden in der Landwirtschaft und im Holzbau erleichterten die Realisierung. Das Fertigstellen und Zusammenbauen der Figuren ist zeitaufwendig.

«Für den Aufbau der Strohhühner muss ich das Material jeweils für jede einzelne Strohskulptur separat holen.» Dazu dient ein Ladewagen von einem Kollegen. Die Strohballen kaufte Vogel bei einem Bauer in Ganterschwil. Dort lud er sie mit einem Heukran auf den Ladewagen, zurrte sie fest und brachte sie zum bevorzugten Ort. Mit Hilfe einer Schaltafel rollte er die Ballen auf das in der Wiese montierte Holzgestell. Dieses baute er aus Schweizer Holz. Das weitere Zubehör wie Flügel, Schnabel, Füsse und den Kamm fertigten zwei Zimmermannkollegen aus Holz, die Augen sind aus Styropor.

«All diese Teile sind auf dem Hof meiner Eltern in Dietfurt eingelagert. Zum Aufbauen der über drei Meter grossen Strohfiguren benötigen wir dann vor Ort etwa eine Stunde», erzählt der Huhn-Baumeister Christian Vogel. Nach dem Rückbau der Huhn-Skulpturen wird Christian Vogel die Strohballen weiterverkaufen. Die Gestelle aber bleiben in seinem Besitz. «Wer weiss, vielleicht kommen die wieder einmal für ein weiteres Projekt in Einsatz», lacht er.