Toggenburg
Nesslau während mehrerer Stunden ohne Wasser: Rohrbruch leert alle vier Reservoirs – Gemeinde errichtet Notprovisorium

Kurz vor Mittag gab es in Nesslau einen Wasserrohrbruch an einer äusserst ungünstigen Stelle. Der ganze Ort war ohne Wasser. Bis am Abend konnten bis auf ein paar höher gelegene Liegenschaften aber alle Einwohner wieder mit Wasser versorgt werden.

Larissa Flammer
Drucken
Teilen
Während einiger Stunden mussten die Nesslauer ohne Wasser auskommen.

Während einiger Stunden mussten die Nesslauer ohne Wasser auskommen.

Symbolbild

«Ganz Nesslau hat aktuell kein Wasser», beschreibt ein Leser die Situation, wie sie sich um die Mittagszeit präsentiert habe. Herbert Louis, Verantwortlicher für die Wasserversorgung in der Gemeinde, bestätigt den Vorfall am Abend auf Anfrage. Kurz vor Mittag sei eine Leitung gebrochen, und «zwar an einem ganz dummen Ort». Es sei in der Nähe der Luteren passiert, wodurch man das auslaufende Wasser nicht gesehen habe. Es sei direkt im Fluss verschwunden. Louis sagt:

«Bevor wir reagieren konnten, wurden alle drei Hauptreservoirs und auch das vierte geleert.»

Zwar haben mittlerweile die meisten Einwohnerinnen und Einwohner von Nesslau wieder Wasser, doch geflickt ist der Wasserrohrbruch noch nicht. «Der liegt an einer so dummen Stelle, dass das nicht einfach wird», sagt Louis. Auch am Dienstag laufen die Reparaturarbeiten immer noch. Louis berichtet, dass sie zurzeit daran sind die Bruchstelle zu lokalisieren.

Starke Regenfälle erschweren das Füllen der Reservoirs

Die Verantwortlichen haben ein Notprovisorium mit einem Pumpwerk eingerichtet und mit Schläuchen Leitungen gebaut, um auch den Ortsteil Bühl wieder mit Wasser versorgen zu können. Vereinzelte höher gelegene Liegenschaften in diesem Ortsteil hätten noch kein Wasser, sagte Louis um 18.30 Uhr. Diese Situation hat sich bis zum Folgetag geändert. Dienstags hatten alle wieder Wasser.

Obwohl es zurzeit starke Regenfälle gibt, hilft das nicht dabei, die Reservoirs wieder zu füllen, sagt der Wasserverantwortliche. Im Gegenteil. Denn die Gemeinde Nesslau beziehe normalerweise 90 Prozent seines Trinkwassers aus Quellen. Durch den Regen sei das aber trübe. Es muss Grundwasser verfügbar gemacht werden. Mittlerweile sei wieder überall in der Gemeinde Quellwasser verfügbar und die Reservoirs seien wieder gefüllt, berichtet Louis.

Aktuelle Nachrichten