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Tod auf dem Klangweg

Im Rahmen des Lesefestivals 2018 hat Regula Stadler in der Schüür in Brunnadern aus ihrem Erstlingsbuch vorgelesen. Musikalisch begleitete sie Doris Bühler-Ammann mit Gesang und Handorgel sowie Bettina Kern an der Geige.
Christiana Sutter
Regula Stadler liest aus ihrem Buch. (Bild: Christiana Sutter)

Regula Stadler liest aus ihrem Buch. (Bild: Christiana Sutter)

Schon um 9 Uhr parkierte sie ihr Auto in Alt St.Johann bei der Talstation der Sesselbahn auf die Sellamatt und schwebte den wärmenden Sonnenstrahlen entgegen. Oben angelangt, beschloss sie, direkt loszuwandern und erst im Restaurant auf dem Iltios einen Kaffee zu trinken. Sie schritt zügig aus, noch war kaum jemand unterwegs, das Gras war feucht vom Morgentau, die Landschaft funkelte und glitzerte in der Sonne. Liza fühlte sich wie in einer Märchenwelt.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem des Erstlingbuch «Tod auf dem Klangweg» von Regula Stadler. Sie beschreibt eine Szene, in der Liza Huber, eine Detektivin aus Zürich, vor ihrem Ferienende auf dem Klangweg von der Sellamatt bis Wildhaus wandern will. Die Autorin Regula Stadler ist Primarlehrerin, Germanistin und Cranio-Sacral-Therapeutin. Sie ist in Bütschwil aufgewachsen. Heute lebt sie in Winterthur und unterrichtet Deutsch in einem Kindergarten.

Geschichte ergibt sich beim Schreiben

Dass der Krimi im Obertoggenburg spielt und der Mord auf dem Klangweg geschieht, ist eher ein Zufall. «Ich dachte, das wäre noch eine schöne Szenerie», sagt die Schriftstellerin. Ein Konzept hatte sie nicht. «Der erste Satz hat sich so ergeben.» Er ist im fertigen Krimi noch derselbe wie zu Beginn. Weiter sagt sie, dass sich die Geschichte beim Schreiben ergibt, «sie wächst, wird immer grösser und entwickelt sich während des Schreibens.»

Aber nicht alles wurde dem Zufall überlassen. «Der Täter hat eine Logik.» Auch die Reihenfolge der Tage und die Zeiten sind Konstanten, die sich wie ein roter Faden durch den Text ziehen.
Die Stärken des Buches sind, «dass man sich das Geschehene plastisch vorstellen kann», sagt Hans Jörg Fehle, Präsident der Vortrags- und Lesegesellschaft Toggenburg VLT. Trotzdem gibt das Buch genügend Raum für die eigene Fantasie.

Die Schriftstellerin sagt, dass Schreiben eine strenge Arbeit sei. «Am liebsten schreibe ich am Morgen ein paar Stunden.» Bereits hat sie die nächsten Zeilen aufs Papier gebracht, «ein Krimi», bestätigt sie mit einem Schmunzeln. Auch die Detektivin Liza Huber wird wieder mit von der Partie sein.

Krimi mit Spannung und Romantik

Der obere Stock der Schüür war am Mittwochabend gefüllt mit aufmerksamen Zuhörern. Sie hingen förmlich an den Lippen der Schriftstellerin und waren gespannt, wann denn nun der Mord geschieht. Stadler zögert die Spannung im Buch hinaus, indem sie beschreibt, dass sich die Detektivin hinter einem Busch erleichtern muss. Dies, obwohl sie auf der Sellamatt auf einen Kaffee verzichtet hatte. Was die Detektivin dann hinter einem Gebüsch entdeckte war, wie man sich jetzt vorstellen kann, eine Leiche. Die Polizei schaltet sich ein und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Da Liza Huber aber Detektivin ist, möchte sie den Mord natürlich gerne selber aufklären. Für Spannung im Krimi ist gesorgt aber auch für Romantik. Denn wie in jedem Krimi, kommt auch im «Tod auf dem Klangweg» die Liebe nicht zu kurz.

Weitere Lesungen in Alt St.Johann

Am Samstag, 30. Juni, finden weitere Lesungen statt. Im Bergrestaurant Sellamatt um 11 Uhr, in der Klangschmiede um 13 Uhr.

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