Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Thomas Näf führt die elterliche Metzgerei in Mosnang: «Ich arbeite in meinem Traumberuf»

Metzgermeister Thomas Näf erzählt in der Rubrik «Goldener Boden» des Toggenburger Tagblatts über die Liebe zu seinem Beruf und die Herausforderungen, die das Führen einer eigenen Metzgerei mit sich bringt.
Aufgezeichnet von Fränzi Göggel
Stets fröhlich und kompetent bedient Thomas Näf seine Kundschaft mit Fleischspezialitäten. (Bild: Fränzi Göggel)

Stets fröhlich und kompetent bedient Thomas Näf seine Kundschaft mit Fleischspezialitäten. (Bild: Fränzi Göggel)

Seit ich mich erinnern kann, wollte ich in die Fusstapfen meiner Eltern treten und das Metzgerhandwerk lernen. Doch sie bestanden darauf, dass ich in zwei anderen Berufen schnuppern müsse. Dabei lebten mir meine Eltern meinen Traumberuf vor und ich war nicht davon abzuhalten, diesen zu erlernen. Im Anschluss an meine Ausbildung zum «Fleischfachmann Veredelung» absolvierte ich die Berufsprüfung und den Lehrmeisterkurs. Es liegt mir viel daran, jungen Menschen eine Chance zu geben, einen tollen Beruf zu erlernen. Aktuell beschäftigen wir zwei Lehrlinge im Betrieb und bieten noch offene Lehrstellen an.

In unserer Metzgerei sind wir 15 Mitarbeiter. Sogar meine 91-jährige Grossmutter hilft mir und stellt Wurststräusse her. Wir leben eine flache Hierarchie und haben ein gutes Arbeitsklima. Es reden alle miteinander, so kommt es nicht zu Konflikten. In der Auslage bieten wir nur Fleisch aus der Gemeinde Mosnang an. Die Schweine sind vom Sonnenhof, die Kälber und Rinder vom Gebiet Älpli und Rachlis. Einem Nutztier darf es gut gehen und das Fleisch soll man schätzen. Das gehört sich einfach. Ich mag eine simple Bratwurst oder einen Ochsenmaulsalat genauso wie einen Fackelspiess oder ein edles Steak.

Das bisher verrückteste in meiner Karriere war die Verpflegung von 6000 Sportlern am Turnfest in Wattwil. Von jeder Charge des Essens vakuumierte ich Rückstellproben und fror diese ein. Bei auftretenden Krankheiten hätte ich meine Unschuld beweisen können. Die Logistik der Speisenlieferungen war gigantisch.

Meine Frau Karin arbeitet in einem kleinen Pensum in der Näf-metzg im Laden. Unsere Kinder Aline (4) und Fabian (2) sind dann in der Spielgruppe oder beim Tanti. Jeweils am Dienstag koche ich zu Hause. Mit den Zutaten, die im Kühlschrank sind. Wir wohnen in Ganterschwil. Das ist ein gesunder Abstand zum Arbeitsort.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.