Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Drei Musikgesellschaften, ein Konzert: Testlauf für das «Kantonale» in Lenggenwil ist gelungen

Zwei Musikgesellschaften und eine Spielgemeinschaft haben am Freitag im Büelensaal in Nesslau ihre Werke für das St.Galler Kantonalmusikfest in Lenggenwil vor Publikum gespielt. Die Dirigenten wissen nun, an welchen Details sie bis zum grossen Auftritt feilen müssen.
Cecilia Hess-Lombriser
Der Organisator des Vorbereitungskonzertes, die MG Nesslau-Neu St. Johann unter der Leitung von Felix Haag. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Der Organisator des Vorbereitungskonzertes, die MG Nesslau-Neu St. Johann unter der Leitung von Felix Haag. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

«Wir haben monatelang geübt, um das Resultat einmal vor den Experten und dem Publikum am St.Galler Kantonalmusikfest zu präsentieren. Für uns war es deshalb schön, es vorgängig schon einmal vor Publikum zu spielen», sagte Urs Wieland, Dirigent der Musikgesellschaft Harmonie Lichtensteig, im Anschluss an das Vorbereitungskonzert im Büelensaal in Nesslau. «Wir haben alles eins zu eins durchspielen, die Nervosität abbauen, den Ernstfall üben können», ergänzten seine Kollegen Andrea Lusti, Musikgesellschaft Ennetbühl; Erwin Lorant, Musikgesellschaft Harmonie Ebnat-Kappel, und Felix Haag, Musikgesellschaft Nesslau-Neu St. Johann.

Im Schlussspurt noch letzte Feinarbeit

Oh ja, es gebe noch Luft nach oben, das eine oder andere, an dem man feilen könne, bilanzierten die musikalischen Verantwortlichen. Es sei eine gute Erfahrung gewesen, das Puzzle zusammengesetzt zu hören und die Konzentration der Musikantinnen und Musikanten zu spüren. Es sei für sie sicher auch entlastend gewesen, die Generalprobe bestanden zu haben.

Alle seien motiviert und stolz, am Kantonalen teilzunehmen. Für die beiden MGH Lichtensteig und Ebnat-Kappel, die sich für das Fest in Lenggenwil aus Mangel an idealer Besetzung als Spielgemeinschaft LEK zusammengeschlossen haben, ist ein zusätzlicher Effekt entstanden. Urs Wieland erklärt:

«Unsere Motivation ist extrem hoch, denn je allein hätten wir nicht teilnehmen und spielen können. So können wir zusammen etwas erleben und wir haben uns bereits während der Proben besser kennen gelernt.»

Ihre Auftritte teilen sich die Dirigenten auf. Erwin Lorant wird das Aufgabenstück «Como la Flor» von Matthias Wehr dirigieren, Urs Wieland das Selbstwahlstück «Ratafia» von Willy Fransen und Mario Karrer wird die Parademusik mit dem Majorsstab anführen.

Gleiche Noten, unterschiedliche Interpretation

Für alle Vereine gilt, dass sie zwei Märsche vorbereitet haben und erst zehn Minuten vor dem Start der Parademusik erfahren, welche Noten sie bereithalten müssen. Klar war auf der anderen Seite, welches Aufgabenstück zu spielen ist. Vor zehn Wochen wurden die Titel entsprechend der Spielklasse zugeteilt, dann konnten die Proben starten. Das Selbstwahlstück war zu dieser Zeit bereits in Arbeit.

Die MG Nesslau-Neu St.Johann und die Spielgemeinschaf LEK spielen beide in der 3. Klasse Harmonie und sie präsentierten am Freitag mit «Como la Flor» das gleiche Werk. Gleiche Noten, gleiche Werte, gleicher Rhythmus und Angaben zu den Tempi, und doch gab es Unterschiede. Musik sei eben eine Interpretationssache, etwas, das mit jedem Musizierenden und dem Dirigenten zu tun habe, erklärten die musikalischen Leiter.

Blasmusik im besten Licht präsentiert

Die MG Ennetbühl machte vor einem grossen Publikum den Auftakt und setzte den einminütigen Akustiktest voran, so, wie er auch am Kantonalen zugestanden wird. Es geht darum, den Klang des Raumes einzuschätzen und sich daran zu gewöhnen, denn der Proberaum tönt in der Regel anders. «Nicht immer optimal», wie zu erfahren war.

Andrea Lusti informierte, wie die Experten bewerten, welche Kriterien eine Rolle spielen und in welcher Zusammensetzung die verschiedenen Vereine spielen. Alle drei Vereine spielten an diesem Vorbereitungskonzert zuerst den einen Marsch und schlossen mit dem zweiten ab. Dazwischen spielten sie das Aufgabenstück und das Selbstwahlstück. Es wurde dabei hörbar, dass sich die Vereine fordern lassen und sich selber auch fordern wollen.

Die Organisatoren des Abends, die MG Nesslau-Neu St.Johann, spielten einerseits den bekannten Marsch «Marignan» von Jean Daetwyler und andererseits «Castaldo» von Rudolf Novakec. Dazwischen spielten sie die selbst gewählte Komposition «Dublin Pictures» von Marc Jeanbourquin. Der ganze Abend war eine gute Werbung für die Blasmusik. Rund um den Anlass gab es Verpflegungsmöglichkeiten. An Stehtischen wurde eifrig diskutiert und gefachsimpelt. Immerhin waren rund 90 Musikantinnen und Musikanten vor Ort, die alle das gleiche Ziel haben: Top of 19 in Lenggenwil am 25. und 26. Mai.

Hinweis

Die Spielzeiten aller Vereine sind unter topof19.ch zu finden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.