TEMPOREDUKTION
Später aufs Gaspedal: Warum der Innerortsbereich in Mosnang um 300 Meter verlängert wurde

Wegen einer Anfrage eines Anwohners wurde die Bütschwilerstrasse von der Kantonspolizei neu beurteilt. Das Resultat: Die Höchstgeschwindigkeit wurde reduziert.

Sara Stojcic
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Die 50er-Zone auf der Bütschwilerstrasse ist um 300 Meter länger.

Die 50er-Zone auf der Bütschwilerstrasse ist um 300 Meter länger.

Bild: Sara Stojcic

Das Thema Höchstgeschwindigkeit sorgt immer wieder für Diskussionen in Dörfern. So auch in Mosnang. Denn auf der Bütschwilerstrasse, welche vom Dorf Richtung Bütschwil führt, darf nicht mehr so schnell gefahren werden wie bisher. Anstelle der 60er-Zone steht nun ein «Generell 50»- Schild. Die 50er-Zone wurde nämlich bis vor den östlichen Einlenker in die Bachstrasse erweitert, wie im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Mosnang zu lesen ist. Somit wurde der Dorfeingang verkehrstechnisch um 300 Meter in Richtung Bütschwil verlagert.

Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger.

Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger.

Bild: PD

Dies wurde aufgrund einer Anfrage eines Anwohners gemacht, wie Gemeindepräsident Renato Truniger erklärt. Der Grund für die Anfrage: Für die besagte Person war es zu laut auf der Bütschwilerstrasse. «Der Anwohner hat deshalb einen Antrag gestellt, um die Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren. Seine Begründung: Lärm wird durch schnelles Fahren der Autos verursacht.»

Der Fall landete bei der Kantonspolizei, welche die Situation auf der Bütschwilerstrasse zu beurteilen hatte. Denn die Änderung von Tempolimiten liegt in der Kompetenz der Ordnungshüter. Das ist auch der Grund, weshalb die Bevölkerung nicht mitreden konnte. «Für die Kantonspolizei ging aus der Beurteilung der Bütschwilerstrasse nicht hervor, dass eine Höchstgeschwindigkeitsreduktion vollzogen werden muss», sagt der Gemeindepräsident und ergänzt:

«Man kann das Tempo anpassen, muss es aber nicht.»

Die Kantonspolizei fällte deshalb keinen Entscheid, sondern spielte den Ball dem Gemeinderat weiter zu. Ihm war nun die Entscheidung überlassen worden, ob die Höchstgeschwindigkeit trotzdem verändert wird oder nicht.

Mittlerweile ist die Entscheidung gefallen und das neue Schild hängt bereits. «Generell 50» heisst es nun schon vor dem Einlenker in die Bachstrasse. Der Gemeindepräsident begründet die Anpassung: «Die Bachstrasse gibt es seit 15 Jahren. Hier wird es in Zukunft eine Überbauung geben. Der Verkehr wird also zunehmen.» Ausserdem sei die Einfahrt in die Bachstrasse durch ihren 90-Grad-Winkel eine potenzielle Gefahrenquelle. Aus diesen Gründen hat der Gemeinderat den Vorschlag um die Erweiterung der 50er-Zone gutgeheissen. «Wir hoffen, dass wir in einigen Jahren sagen können, dass es die richtige Entscheidung war», so Truniger.

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