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Kolumne

Teilen? Ja, aber ....

Urs Hemm geht in seinem Speerspitz, der wöchentlichen Kolumne des «Toggenburger Tagblatts», auf den Begriff Sharing Economy ein. Produkte, die nicht dauerhaft gebraucht werden, sollen auch andere benützen dürfen.
Urs M. Hemm
Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter. (Bild: PD)

Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter. (Bild: PD)

Der Begriff Sharing Economy ist heute in aller Munde und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das Konzept dahinter ist einfach: Produkte und Dienstleistungen, die nicht dauerhaft von einer einzelnen Person genutzt werden, werden entweder anderen Personen zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt oder gegen ein gewisses Entgelt vermietet. Gute Beispiele dafür sind Werkzeuge, die vielleicht zweimal im Jahr gebraucht werden, die anderen 363 Tage jedoch unberührt und unbenutzt im Kellerregal liegen.

Was aber heute in Wirtschaftsmagazinen als zukunftsweisende und – vor allem vor dem ökologischen Hintergrund – wertvolle Neuheit gepriesen wird, habe ich bereits vor rund 30 Jahren an der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen am eigenen Leib erfahren dürfen. Denn während der Wintermonate fand unser Turnunterricht nicht nur in der Halle, sondern oft auch auf der Eisbahn im Lerchenfeld statt, wo wir Eishockey spielen mussten.

Die entsprechende Ausrüstung dafür – sprich Schlittschuhe, Brust-, Bein-, Armschutz, Handschuhe, Helm und Schläger – wurden von der Schule zur Verfügung gestellt. Den Schläger mit anderen zu teilen war kein Problem für mich.

Von der Eintagesgrippe erwischt

Bei allen andern Ausrüstungsgegenständen jedoch stehen mir noch heute bei dem Gedanken daran, diese anziehen zu müssen, die Haare zu Berge. Denn in der Regel waren die Schuhe und Schoner noch nass vom Schweiss des Vorgängers, weil in den kalten Garderoben die Sachen ja nie eine Chance hatten zu trocknen.

Darum hatte mich damals, wenn Eishockey auf dem Plan stand, des Öfteren die Eintagesgrippe erwischt, um vom Turnunterricht dispensiert zu werden. Später, in meinem Berufsleben als Journalist, begegnete ich einem ähnlichen Problem bei Besuchen auf Baustellen. Dort wurde mir freundlicherweise – und auch um den Vorschriften gerecht zu werden – immer ein Bauhelm zu meinem Schutz angeboten.

Verständlicherweise waren auch diese nie frisch aus dem Laden und oft auch noch feucht vom vorherigen Träger des Helms. Die Geschichte mit der Eintagesgrippe funktioniert heute nicht mehr. Dafür hatte ich mir aber schnellstens einen eigenen Helm gekauft. Teilen ist gut. Aber ich habe für mich meine Grenze gezogen.

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