Interview

Tauwetter beim Winterzauber: Veranstalter sind nach dem Grossevent in Bazenheid zufrieden

Sandro Götschi vom Winterzauber-OK zieht ein positives Fazit. Trotzdem dürfte es keine zweite Ausgabe geben.

David Grob
Hören
Drucken
Teilen
Das Eisfeld beim Winterzauber war gut besucht, von den Kindern zum Schlittschuhlaufen, von den Erwachsenen zum Eisstockschiessen.

Das Eisfeld beim Winterzauber war gut besucht, von den Kindern zum Schlittschuhlaufen, von den Erwachsenen zum Eisstockschiessen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Sandro Götschi, wie haben Sie den letzten Tag des Winterzaubers erlebt?

Es war ein toller Tag. Das Wetter war sehr gut und hat nochmals viele Leute angelockt. Wobei sicher viele auch gekommen sind, um den Winterzauber ein letztes Mal zu besuchen.

45 Tage Winterzauber

Schlittschuhlaufen und Eisstockschiessen: Während 45 Tagen hatte Bazenheid ein Eisfeld. Nun wird es abgebaut. Seit Sonntagabend laufen die Abbauarbeiten, die laut Sandro Götschi rund zweieinhalb Wochen dauern werden. «Die letzten Arbeiten werden aber erst im Frühling vollendet sein», sagt Götschi. Der Winterzauber in Bazenheid ist eine Zusammenarbeit zwischen der Dorfkorporation und dem 12er-Club, der Anlässe in Bazenheid organisiert. (dar)

Sie haben Mitte Dezember bereits ein positives Zwischenfazit gezogen. Wie sieht Ihre Schlussbilanz aus?

Mein Fazit ist noch ein wenig besser geworden. Die Anzahl Gäste ist nochmals angestiegen. Insbesondere sind mehr Kinder gekommen. Ausserdem ist es nie zu grösseren Unfällen oder Zwischenfällen anderer Art gekommen. Aus diesen Gründen kann ich ein rundum positives Fazit ziehen.

Sandro Götschi, OK Präsident Winterzauber.

Sandro Götschi, OK Präsident Winterzauber. 

Bild: Beat Lanzendorfer

Wie viele Gäste haben den Winterzauber besucht?

Wir haben leider keine genauen Zahlen. Und auch keine Schätzungen. Wir könnten einzig mit der Anzahl vermieteter Schlittschuhe Hochrechnungen anstellen. Diese haben allerdings ein Problem: Viele Leute haben eigene Schlittschuhe. Einige Leute kommen wiederum nur zum Eisstockschiessen. Wieder andere besuchen nur die Gastro. Somit wären Schätzungen sehr ungenau und würden die wirklichen Besucherzahlen nicht genau wiedergeben. Ich kann deshalb nur soviel sagen, dass wir immer sehr gut besucht waren und zufrieden mit dem Andrang sind.

Wenn man zum ersten Mal einen Anlass wie den Winterzauber organisiert, dürfte nicht alles reibungslos abgelaufen sein.

Es ist glücklicherweise nur zu kleineren Problemen gekommen. Hier eine Sicherung, die durchbrannte, dort ein Geländer, das fehlte, oder eine Sitzbank, die verschoben werden musste. Grosse Zwischenfälle blieben aus.

Woran liegt das?

An der guten Zusammensetzung im Organisationskomitee. Wir haben verschiedene Fachleute aus den unterschiedlichsten Branchen. Zum Beispiel unseren Gastropartner Toggenburgerhof Kirchberg, der sehr gute Arbeit geleistet hat. Durch die verschiedenen Hintergründe können wir auf viel Erfahrung zurückgreifen. Und wohl auch viele mögliche Probleme vorhersehen. Und natürlich an den Helfern, den Sponsoren, der gesamten Dorfkorporation und allen Gästen, bei denen ich mich bedanken möchte.

Wie ist die Idee für den Winterzauber entstanden?

Die Dorfkorporation wollte zu ihrem 60. Geburtstag dem Dorf ein Geschenk machen. Dabei ist unter anderem auch die Idee einer Eisbahn aufgekommen. Der 12er-Club hat sich schliesslich entschieden, als Veranstalter aufzutreten. Erst hatten wir die Idee einer Eisbahn mit einer kleinen Bar. Dieser Gedanke wurde dann von Woche zu Woche grösser. Im Februar haben wir mit der Planung begonnen.

Bleibt der erste Winterzauber auch der einzige?

Ja. Zumindest in dieser Zusammensetzung wird es keine weiteren Ausgaben geben. Wir haben sehr viel Herzblut in den Anlass gesteckt, aber der Aufwand ist gleichzeitig sehr gross. Aber vielleicht findet sich jemand, der eine weitere Ausgabe organisieren möchte.

Gibt es denn bereits mögliche Interessenten?

Nein, bei mir hat sich bis jetzt niemand gemeldet, der Interesse bekundet hätte.

Mehr zum Thema