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Tausend Legosteine für eine Erlebniswelt

In der Erlebniswelt Toggenburg in Lichtensteig eröffnet am Freitag, 19. Januar, die «Steinstarke Sonderausstellung».
Sascha Erni
Daniel Appenzeller legt an der «Steinstarke Sonderausstellung» Hand an. (Bild: Sascha Erni)

Daniel Appenzeller legt an der «Steinstarke Sonderausstellung» Hand an. (Bild: Sascha Erni)

«Müssen wir noch Fenster abdecken?», fragt ein junger Mann im Bistro. Er befürchtet ein Ausbleichen der Modelle, die er und seine Kollegen vom schweizerischen Lego-Club «SwissLUG» die nächsten Tage in den Räumen der Erlebniswelt Toggenburg aufstellen werden. Die «Steinstarke Sonderausstellung» wird in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Lego-Club SwissLUG organisiert. Doch Ernst Kengelbacher, als Ausstellungschef der Erlebniswelt Toggenburg zuständig für die Bauten, kann die Bedenken schnell entkräften. Kengelbachers Team hat sich bereits um optimale Lichtverhältnisse gekümmert.

In Vitrinen und Nischen werden ab dem 19. Januar unzählige Lego-Modelle aus vielen Jahrzehnten zu besichtigen sein, auch Podeste für zwei Grossanlagen stehen bereit. Noch gibt es viel zu tun für die Männer und Frauen der SwissLUG. «Das wird sich aber während der vier Aufbautage wie ein Puzzle zusammensetzen», ist Andreas Hinterberger, Projektleiter der Erlebniswelt, überzeugt. Bereits nach wenigen Stunden zeigt sich: Er sollte recht behalten.

Produkt Baustein ist immer wieder faszinierend

Die Vereinsmitglieder fahren ihre Ausstellungsstücke mit Personenwagen, Anhängern und kleinen Lieferwagen ins Lichtensteiger Industriegebiet Hof. Manche Exponate sind bereits fertig zusammengebaut, andere entstehen während der Aufbautage vor Ort. Die Mitglieder reisen aus der ganzen Schweiz und sogar aus Deutschland an, eine gewisse routinierte Aufregung herrscht im Ausstellungssaal.

Man diskutiert mögliche Positionierungen und alternative Präsentationsformen – könnte man dieses Modell vielleicht an Fäden von der Decke hängen lassen? Oder macht es sich an der Wand besser? «Die Leute von der SwissLUG haben gute Vorplanung geleistet, jetzt geht es um die Details», erklärt Ernst Kengelbacher. Die Erlebniswelt stellt die Infrastruktur und gewährleistet die Sicherheit, den Rest erledigen die Vereinsmitglieder. Man erhofft sich von der Zusammenarbeit mit dem Lego-Verein ein breites Publikum anzusprechen, wie Kengelbacher sagt. «Das Produkt Baustein ist immer faszinierend.»

Gut 15 Mitglieder des Lego-Clubs SwissLUG bauen in der Erlebniswelt Toggenburg die Ausstellung auf. (Bild: Sascha Erni)

Gut 15 Mitglieder des Lego-Clubs SwissLUG bauen in der Erlebniswelt Toggenburg die Ausstellung auf. (Bild: Sascha Erni)

Daniel Appenzeller ist einer der Projektleiter seitens des Vereins. «Es hat fast ein Jahr gedauert, bis wir zusagen konnten», erinnert er sich. Denn der Aufwand ist enorm, die verfügbare Zeit knapp bemessen. «Unsere Ausstellungen, wie zuletzt an der Luga oder in Frauenfeld, dauern normalerweise nur ein Wochenende, vielleicht mal wenige Wochen. Hier werden wir fast ein volles Jahr präsent sein.» Während der Ausstellung finden zwei «Action Weekends» statt. Am 18. Mai und 19. Oktober sind die Vereinsmitglieder also selbst vor Ort, helfen Besuchern bei schwierigen Lego-Sets und verkaufen Bausätze, Ersatzsteine und weitere Artikel. Ebenfalls an diesen zwei Daten findet die Jury-Prämierung zweier der drei geplanten Bauwettbewerbe statt, zu denen Kinder bis und mit 12 Jahre Modelle auf ausgemessenen Grundplatten einreichen können. Die Sieger werden dann Teil der Ausstellung. «Viel zu tun also, auch, da Anfang Oktober in Arbon unsere erste komplett selbst organisierte Vereinsausstellung seit der Gründung 2007 ansteht.»

Original-Modelle aus sechs Jahrzehnten

Vereinspräsident Andreas Kunz bezeichnet die lange Ausstellungsdauer ebenfalls als grösste Herausforderung. «In der Zeit stehen die Lego-Modelle nicht für andere Events zur Verfügung, wir müssen dann also weitere Exponate planen.» Der Aufwand sei es aber mehr als wert, versichert er. Neben Original-Modellen aus sechs Jahrzehnten finden sich in der Erlebniswelt auch Eigenkreationen. Andreas Kunz etwa stellt die Schlacht bei Stirling Bridge nach, jenes Gefecht zwischen Engländern und Schotten anno 1297, welches durch den Film «Braveheart» in der ganzen Welt bekannt wurde. «Ich greife dazu auf meine bestehende Sammlung an Ritter-Legos zurück», schmunzelt er.

Wie umfangreich sein Modell genau werden wird, weiss Kunz noch nicht. «Aber das ist ja das Schöne an Lego – selbst an einer Ausstellung bleibt man flexibel.» Genau durchorganisiert hingegen sind die beiden Grossanlagen, denn sie stellen ein Gemeinschaftswerk verschiedener Clubmitglieder dar. Aber trotz aller Planung steht auch hier die Kreativität im Vordergrund: Die Männer und Frauen bauen spontan witzige und überraschende Details in die Landschaften ein, es gibt unheimlich viel zu sehen und zu entdecken. Es dürfen sich also nicht nur hartgesottene Lego-Fans auf die Ausstellung in der Erlebniswelt freuen.

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