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Kantischüler üben das Chefsein

An der Wirtschaftswoche der Kanti Wattwil schlüpften Kantonsschüler in die Rolle von Unternehmenschefs. Sie führten unter anderem Generalversammlungen von virtuellen Aktiengesellschaften durch und suchten Investoren.
Martin Knoepfel
Zwei «Vertreter des katarischen Staatsfonds» liessen sich die Geschäftspläne vortragen. (Bild: Martin Knoepfel)

Zwei «Vertreter des katarischen Staatsfonds» liessen sich die Geschäftspläne vortragen. (Bild: Martin Knoepfel)

17 Kantonsschüler konnten sich heute vor einer Woche vorstellen, dereinst selber ein Unternehmen zu gründen. Am Ende der Wirtschaftswoche der Kanti Wattwil am Freitagnachmittag war es einer mehr. «Immerhin kein Rückgang», sagte einer der Fachlehrer. In der Wirtschaftwoche mimten die Teilnehmer Unternehmensleitungen mit den entsprechenden Funktionen, etwa CEO sowie Marketing-, Personal- und Finanzchef. Als Schluss wurden Generalversammlungen von Aktiengesellschaften und Investorenkonferenzen durchgespielt.

Expansion muss finanziert werden

Das «Toggenburger Tagblatt» besuchte zwei Investorenkonferenzen. Das Szenario: Beide Firmen stellen qualitativ hochstehende, preiswerte Rucksäcke für junge Leute her. Die Unternehmen wollen expandieren und suchen Investoren, die 25 bis 27 Millionen Franken mitbringen. Die Geschäftsleitungen erläuterten die Finanzkennzahlen, Business-Pläne, Marketing-Strategien den Geldgebern. Dabei konnten nicht alle ihre Nervosität überspielen. Die Investoren konfrontierten die Geschäftsleitungen mit kritischen Fragen, etwa zu den zu den Sitzen im Verwaltungsrat, die die Investoren erhalten würden, und zur Möglichkeit einer Mehrheitsbeteiligung an der Firma. Das Ganze wirkte durchaus realitätsnah.

Leonie Keist (Bild: Martin Knoepfel)

Leonie Keist (Bild: Martin Knoepfel)

Serena Hollenstein (Bild: Martin Knoepfel)

Serena Hollenstein (Bild: Martin Knoepfel)

«Wir haben einen sehr guten Einblick gewonnen, welche Entscheidungen in einer Geschäftsleitung gefällt werden müssen. Es war sehr anspruchsvoll», sagte Leonie Keist aus Wattwil. Serena Hollenstein aus Uznach fand es lehrreich und spannend, Praxis das anzuwenden, was in den Theorieblöcken vermittelt worden war. «Wir haben ein Geschäftsjahr durchgespielt. Wir mussten Kompromisse eingehen, wenn wir entscheiden mussten, wo wir investieren», sagte sie.

Mihajlo Mrakic (Bild: Martin Knoepfel)

Mihajlo Mrakic (Bild: Martin Knoepfel)

Silvan Buff (Bild: Martin Knoepfel)

Silvan Buff (Bild: Martin Knoepfel)

Mihajlo Mrakic aus Schmerikon erwähnt als erstes, dass die Teilnehmer an der Wirtschaftswoche einen guten Eindruck von der Tätigkeit einer Geschäftsleitung erhielten. Beeindruckt ist er davon, wie viele Probleme gelöst werden mussten. Silvan Buff aus Wald-Schönengrund findet ebenfalls, dass die Wirtschaftswoche ihm etwas gebracht hat, «nicht nur in Bezug auf die Wirtschaft, sondern auch bei der Präsentation.»

Taiki Kato (Bild: Martin Knoepfel)

Taiki Kato (Bild: Martin Knoepfel)

Er zählt wie Taiki Kato zu denen, die die Generalversammlung einer Aktiengesellschaft simulierten. Taiki Kato aus Rapperswil wusste vorher nicht, wie ein Unternehmen funktioniert. Er habe erstmals Einblick in dieses Thema gewonnen, sagte er. «Es hat sich wirklich gelohnt. Wir waren eine kreative Klasse. Unser Projekt war ein Solarfeuerzeug.»

In der Feed-Back-Runde der CEOs hiess es etwa, dass die Teamarbeit gefördert wurde und dass man viele Erfahrungen, auch im Umgang mit Geld, sammeln konnte. Die Tage seien lang gewesen, aber nicht langweilig, sagte eine der Schülerinnen. Die Fachlehrer hätten den Stoff gut erklärt, betonte ein anderer.

36 Schüler und vier Fachlehrern nahmen am Anlass teil. Letztere zollten den Schülern zum Schluss viel Lob. Der Anlass fand bei der Haka-Gerodur AG in Benken statt. In Wirtschaftswochen erleben Jugendliche, wie Firmen funktionieren. Das Ziel ist, bei den Jugendlichen das Interesse am Thema Wirtschaft zu wecken. Jährlich gibt es in der Schweiz rund 180 Wirtschaftswochen. Unterstützt werden sie von der Ernst-Schmidheiny-Stiftung, Rapperswil. Im Kanton St. Gallen organisiert die Industrie- und Handelskammer die Anlässe. Die Kantonsschulen entscheiden selber, ob sie eine solche Woche durchführen wollen. Als Dozenten wirken vor allem im Berufsleben stehende oder pensionierte Wirtschaftslehrkräfte.

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