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Sympathiewelle für 80-jährige Künstlerin Uka Rosa aus Ebnat-Kappel

Die Künstlerin Uka Rosa zeigt aus Anlass ihres 80. Geburtstages im Ackerhus in Ebnat-Kappel einen Querschnitt ihres 40-jährigen Schaffens. Am Freitagabend war an der Vernissage «volles Haus».
Adi Lippuner
Ursula Kirchgraber, Künstlername Uka Rosa, in der Ausstellung im Ebnat-Kappler Ackerhus. (Bild: Adi Lippuner)

Ursula Kirchgraber, Künstlername Uka Rosa, in der Ausstellung im Ebnat-Kappler Ackerhus. (Bild: Adi Lippuner)

Tapetenbilder, eine der grossen Leidenschaften von Uka Rosa, wie sich Ursula Kirchgraber als Künstlerin nennt, dazu Objekte und Zeichnungen, sind aktuell im Museum Ackerhus zu sehen. Die Vernissage vom Freitagabend wurde zur Hommage an das künstlerische Schaffen, Freunde, Familienmitglieder und Fans ihrer Kunst gaben sich die Ehre.

Musikalisch schufen Heidi Bollhalder und Markus Meier von «Windbläss», dem Verein für Toggenburger Hausorgeln sowie die Jazzband Wurzelneun den passenden Rahmen. Theresia Kirchgraber, die Tochter der Künstlerin, führte die Anwesenden ins Leben und Wirken von Uka Rosa ein und verriet einiges aus dem familiären Umfeld. «In unserer Familie hat künstlerisches Schaffen seit je her einen hohen Stellenwert. Auf Wanderungen haben beide Elternteile immer gezeichnet.»

Von St. Gallen nach Ennetbühl

Ursula Egli, wie die junge Frau damals hiess, wuchs in St. Gallen auf. Eigentlich wollte sie die Kunstgewerbeschule besuchen, doch aus Sicht der Familie sollte sie «etwas Rechtes» lernen, war von Theresia Kirchgraber zu erfahren. So wurde sie Lehrerin und trat ihre erste Stelle in Ennetbühl an. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, Jost Kirchgraber, kennen. Sie habe anschliessend während drei Jahren als Lehrerin in St. Gallen gewirkt, um Jost Kirchgraber das Studium in Zürich zu ermöglichen.

Zur Familie gehören drei Töchter. «Es ist ein wunderbares Gefühl, von der Familie eine so grosse Unterstützung spüren zu dürfen,» betonte die Künstlerin. «Ihr Ehemann ist einer der pointiertesten Kritiker, auch wenn Mama seine Aussagen nicht immer befolgt», liess Theresia Kirchgraber die Anwesenden wissen. Und zum Ziel der Ausstellung im Ackerhus: «Im Rahmen ihres 80. Geburtstages soll ein Querschnitt durch 40 Jahre Kunstschaffen gezeigt werden.»

Die drei Selbstporträts der Künstlerin gleich beim Eingang zur Ausstellung. (Bild: Adi Lippuner)

Die drei Selbstporträts der Künstlerin gleich beim Eingang zur Ausstellung. (Bild: Adi Lippuner)

Wände aus Papier

Einer der Wünsche der Künstlerin lautet: «Am liebsten hätte ich Wände aus Papier». Damit spielt sie auf ihre Leidenschaft, die grossflächigen Tapetenbilder an. Kleinformatigere Werke, unter anderem auch Tapetencollagen, sind in der Ausstellung zu sehen. Dazu gibt es eine grössere Zahl Objekte aus dem Privatbesitz. Uka Rosa verriet beim Rundgang durch die Ausstellung, dass diese von ihren Besitzern zur Verfügung gestellt wurden und deshalb nicht verkäuflich sind. Faszinierend auch die Tapetenbilder, die einen Eindruck vermitteln, wie es sein könnte, wenn die Künstlerin die ganze Wand eines Zimmers nach ihren Vorstellungen gestaltet. «Tapetenbilder können ein Zimmer in eine ganz bestimmte Stimmung versetzten», so Uka Rosa.

Die Zeichnungen, unter anderem drei Selbstporträts und Porträt der Familienmitglieder seien für sie die Grundlage für «genaues Hinsehen», war von Uka Rosa zu erfahren. Und genaues Hinsehen, aber auch das Spüren von Stimmungen und das Spiel mit Farben und Formen beherrscht die Künstlerin, wie der Querschnitt ihres Schaffens eindrücklich zeigt.

Rosa ist ihre Lieblingsfarbe

Ursula Kirchgraber, mit Künstlername Uka Rosa genannt, lebt in einem Haus in Ebnat-Kappel, dessen Wände Tapetengeschichten erzählen. Sie war ursprünglich Lehrerin, gezeichnet hat sie schon immer. Irgendwann begann sie zu malen, wobei Rosa eine Farbe ist, die sie sehr liebt. Das Pseudonym kam zustande, weil ihr Schwiegervater, der Maler Bruno Kirchgraber (1900-1983) einmal sagte, sein Sohn Werner male, sein Sohn Bruno fotografiere und zeichne, auch seine andere Schwiegertochter Jeanette male – es sei genug. Weitere malende Kirchgraber brauche es nicht mehr. (adi)

Hinweis

Die Ausstellung im Ackerhus ist bis 19. Mai zu sehen.
Details dazu unter www.ackerhus.ch.

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