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SVP Toggenburg schwelgt beim Jubiläum in Erinnerungen: Toni Brunners Aufstieg begann mit einem Brief nach Bern

Gründungspräsident Toni Brunner und Regierungspräsident Stefan Kölliker waren die herausragenden Repräsentanten an der 25-Jahr-Feier der SVP Toggenburg «im Haus der Freiheit» in Wintersberg.
Peter Jenni
Kantonsrat Mirco Gerig, Präsident SVP Toggenburg; Regierungsrat Stefan Kölliker, Esther Friedli und Nationalrat Toni Brunner, Gründer der SVP Obertoggenburg (von links). (Bild: Peter Jenni)

Kantonsrat Mirco Gerig, Präsident SVP Toggenburg; Regierungsrat Stefan Kölliker, Esther Friedli und Nationalrat Toni Brunner, Gründer der SVP Obertoggenburg (von links). (Bild: Peter Jenni)

Nicht den namhaften Politikern galt am Freitagabend im vollen Saal des Landgasthofs Sonne, Haus der Freiheit, in Wintersberg bei bester Stimmung die erste Aufmerksamkeit, sondern dem «Echo vom Bergli», welches die Gäste musikalisch unterhielt und dem Trychlerclub Dreien, der mit Getöse aufmarschierte. Dann übernahm Kantonsrat Mirco Gerig, Präsident der SVP Toggenburg, das Zepter, der den wohl aktivsten St.Galler SVPler der letzten 25 Jahre in den Fokus stellte.

Toni Brunner war es, der sich aufgrund der EWR-Diskussionen als 17-Jähriger erlaubte, einen Brief an die Parteispitze in Bern zu senden, mit der dringenden Bitte, im Kanton St. Gallen die Gründung einer SVP zu forcieren. Dass er damit einen eigentlichen Boom auslösen könnte, daran hatte er wohl nicht gedacht. Im Anschluss an die Parteigründung von 1992 in Gossau, wo er zum Erstaunen von Versammlungsleiter Hans Uhlmann ebenfalls erschien, war es Brunner, der am 23. Oktober 1993 im Obertoggenburg die erste Bezirkspartei ins Leben rief.

Bei den Nationalratswahlen von 1995 traf ein, was keiner – nicht einmal Toni Brunner selber – für möglich gehalten hätte. Der 21-Jährige wurde in den Nationalrat gewählt, wobei ihm, wie man heute weiss, eine steile Karriere bevorstand. Spontane Äusserung seiner Mutter Heidi Brunner am Morgen nach der Wahl: «Jesses Gott, was hesch Du mit mim Sohn gmacht!»

«Schicksalsabstimmung» steht bevor

«Heute kämpft die SVP wieder allein für die Unabhängigkeit und wir stehen, wie damals beim EWR, am 25. November abermals vor einer Schicksalsabstimmung», betonte Mirco Gerig, der als Gast an der Jubiläumsfeier auch Kantonsrat Walter Gartmann begrüssen konnte. Dieser überbrachte die Grüsse der SVP Kanton St. Gallen und stellte dabei fest, dass nach viel Erreichtem die Partei wohl ein bisschen träge geworden sei. Walter Gartmann appellierte dazu, nicht dem Glauben, es funktioniere automatisch zu verfallen, sondern sich bewusst zu sein, «dass wir die besten Leute brauchen.»

Toni Brunner liess die Gründungszeiten aus seiner Sicht Revue passieren. Zum Beispiel bei der Gründungsversammlung damals in der «Krone» in Ennetbühl, als Götti Hans Uhlmann um 19.30 Uhr als erster kam und allein im Saal sass. Bis um 20.30 Uhr habe sich der Saal dann doch noch gefüllt.

In seinen Erinnerungen erwähnte er unter anderem die Gründung der Churfirstentagung, aber auch die vielen Steine, die der Partei in den Weg gelegt worden seien. Darunter der Fall Unterwasser, «welcher zuerst der SVP angelastet wurde, bis dann die Wahrheit ans Licht kam.» Toni Brunner freute sich, «dass wir nach 25 Jahren auch heute noch einen vollen Saal haben.» Mirco Gerig betonte: «Toni Brunner hat während 25 Jahren SVP-Geschichte gelebt und er wird dies weiterhin tun.» Zum Schluss meldete sich auch noch Toni Brunners grösster Fan, sein Bruder Andi zum Wort.

Grosse Projekte im Toggenburg

Regierungspräsident Stefan Kölliker machte einige Aussagen zu den Anfängen der SVP im Kanton St. Gallen. Besonders hob er die Verdienste von Esther Friedli hervor, die in seiner Zeit als Finanzchef während sechseinhalb Jahre das Generalsekretariat geführt und dabei einen super Job gemacht habe. In seinen Ausführungen nahmen die Projekte, die im Toggenburg am Laufen sind, den höchsten Stellenwert ein. Den Standort Wattwil für die neue Kantonsschule, mit einem Finanzvolumen von 107 Millionen Franken, verteidigte er damit, dass sich dieser genau in der Mitte befinde, sodass alle den gleich langen Weg hätten.

Weiter erwähnte er die Umfahrungen Bütschwil (200 Millionen Franken), die 2020 eröffnet wird und den zweiten Teil der Umfahrung Wattwil (124 Millionen Franken). Auch über das Klanghaus (22,3 Millionen Franken) werde im nächsten Jahr abgestimmt, wobei er dieses «als gutes und unterstützungswürdiges Projekt» sieht. Zudem machte Stefan Kölliker auf die Projekte Thursanierung, Windpark und Spital Wattwil aufmerksam. Des weiteren kam Stefan Kölliker auch auf die geplante Ärzteausbildung an der Universität St. Gallen und die IT-Bildungsoffensive des Kantons zu sprechen. (pjm)

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