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Toggenburger Ärztechef: «Strategiefindung nicht torpedieren»

Der Präsident des Ärztevereins Toggenburg findet, dass man die Strategiefindung nicht durch voreilige Entscheide torpedieren dürfe. Er weist aber auch darauf hin, dass die kleine Zahl von Operationen in Wattwil den hohen Aufwand für die Infrastruktur nicht rechtfertigt.
Martin Knoepfel
Zimmer im 2018 eingeweihten Bettentrakt des Spitals Wattwil. (Bild: Ralph Ribi)

Zimmer im 2018 eingeweihten Bettentrakt des Spitals Wattwil. (Bild: Ralph Ribi)

Die Einstellung des Betrieb des Operationsaals mit Wirkung ab dem 1. November ist für Uwe Hauswirth einerseits eine logische Konsequenz aus einer seit Jahren anhaltenden Entwicklung. Uwe Hauswirth ist Arzt in eigener Praxis in Wattwil und Präsident des Toggenburger Ärztevereins.

Es werde seit einiger Zeit nur noch sehr wenig in Wattwil operiert. Insofern würden die Zahlen kaum den hohen Aufwand einer Operationssaal-Einheit rechtfertigen, antwortet Uwe Hauswirth auf Anfrage des «Toggenburger Tagblatts».

Das andere sei aber das politische Signal. So werde die Strategie des Spitalverbundes – obwohl nicht entschieden – bereits einschneidend umgesetzt und vorweggenommen. Das störe und werde den Prozess der Strategiefindung beeinflussen. Uwe Hauswirth kritisiert das als nicht korrekt.

«Die Politik ist jetzt gefordert»

«Es ist wichtig, eine korrekte, umfassende und zügige Strategiefindung nicht zu torpedieren mit Massnahmen, die kaum mehr rückgängig zu machen sind», fordert Uwe Hauswirth.

Die Massnahme könne als Zwängerei des Verwaltungsrats der Spitalverbundes ausgelegt werden, auch wenn dies eine mögliche Massnahme zur Kostenreduktion darstelle. Die Politik, auch der Regierungsrat sei gefordert, einem Vorgehen, das jetzt Tatsachen schaffe, Einhalt zu gebieten.

Operationen bei Modellen für künftigen Betrieb nicht vorgesehen

Im Zusammenhang mit den Modellen für einen künftigen Betrieb des Spitals Wattwil müsse man aber anmerken, dass ein Operations-Betrieb nicht vorgesehen sei, weil man sich primär auf das Kerngeschäft beschränken respektive dieses ausbauen müsse.

Das Operieren habe in Wattwil zwar Tradition, sei aber in den letzten Jahren auf ein Minimum geschrumpft, hält Uwe Hauswirth fest. Man hätte sich früher oder später davon verabschieden müssen. Der Zeitpunkt und die Art und Weise, wie der Verwaltungsrat der Spitalverbunde dies kommuniziere, sei aber schon sehr bezeichnend.

Der Ärzteverein wurde 1863 gegründet und umfasst Ärzte aus allen Gemeinden des Wahlkreises Toggenburg, ausgenommen Kirchberg.

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