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Strassenverkehr in Bütschwil: «Komitee für echte flankierende Massnahmen» will dem Gemeinderat auf die Finger schauen

Am Dienstagabend hat sich im «Rössli» das Komitee für echte flankierende Massnahmen formiert. Das Ziel des Vereins besteht darin, neue Lösungen in Bezug auf die Bütschwiler Ortsdurchfahrt aufzuzeigen.
Anina Rütsche
Die Wahlen für den Verein Komitee für echte flankierende Massnahmen («Keflam») gingen speditiv und ohne Gegenstimmen über die Bühne. (Bild: Anina Rütsche)

Die Wahlen für den Verein Komitee für echte flankierende Massnahmen («Keflam») gingen speditiv und ohne Gegenstimmen über die Bühne. (Bild: Anina Rütsche)

Der Andrang war so gross, dass zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt wurden. Schliesslich sassen am Dienstag um 20 Uhr über hundert Interessierte aus den Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg und Mosnang im grossen Saal des Gasthauses Rössli in Dietfurt. Auf dem Programm stand die Gründung des Komitees für echte flankierende Massnahmen, kurz «Keflam», initiiert vom pensionierten Unternehmer und ehemaligen FDP-Kantonsrat Fritz Rutz aus Dietfurt und seinen Mitstreitern.

«Ottilienstrasse eignet sich nicht als Kantonsstrasse»

Der Abend begann mit einem Rückblick auf die von Gemeinde und Kanton geplanten flankierenden Massnahmen auf dem Gebiet von Bütschwil-Ganterschwil. Diese sollen nach der Eröffnung der Bütschwiler Umfahrung das Ortszentrum entlasten. Fritz Rutz gab unter anderem zu bedenken, dass die ins Projekt eingeschlossene Ottilienstrasse als Kantonsstrasse zu attraktiv würde. «Es gäbe dort dann deutlich mehr Verkehr als vom Kanton prognostiziert», sagte er. So werde der Verkehr ins Dorf hinein gelenkt statt ums Dorf herum geführt. Das sei gefährlich, denn sowohl Primar- als auch Oberstufenschüler müssten diese Fahrbahn regelmässig überqueren. «Ich finde die Ottilienstrasse als Kantonsstrasse ungeeignet», hob Fritz Rutz hervor. Er plädierte daher dafür, dort keine flankierenden Massnahmen des Kantons umzusetzen.

Auch kritisierte Fritz Rutz, dass die Einfahrt Lerchenfeld bei Lütisburg Station im Zuge der von Gemeinde und Kanton angedachten flankierenden Massnahmen zum neuralgischen Punkt werde, an dem es zu Stau kommen könnte. Die Vertreter von «Keflam» wollen dort, an der Wilerstrasse, nur wenige Massnahmen umsetzen. Ihr Lösungsvorschlag besteht darin, die Langenrainstrasse zur Kantonsstrasse umzubauen und umzuklassieren. Die Langenrainstrasse kommt von Mosnang her und mündet in die Wilerstrasse. Die Idee lautet folgendermassen: Der aktuelle Einlenker soll aufgehoben und ein direkter Zugang zur Umfahrung über einen neuen Kreisel im Lerchenfeld soll gebaut werden.

An der Einmündung der von Mosnang her kommenden Ottilienstrasse (rechts) in die Landstrasse in Bütschwil plant das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen im Zuge der flankierenden Massnahmen einen Kreisel. (Bild: Anina Rütsche)

An der Einmündung der von Mosnang her kommenden Ottilienstrasse (rechts) in die Landstrasse in Bütschwil plant das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen im Zuge der flankierenden Massnahmen einen Kreisel. (Bild: Anina Rütsche)

«Wir wollen die Interessen bündeln»

In einem nächsten Schritt zeigten die Vertreter von «Keflam» auf, warum aus ihrer Sicht eine Vereinsgründung nötig ist. «So ist es möglich, die Aktivitäten des Gemeinderats in Bezug auf den Strassenverkehr in und um Bütschwil zu überwachen», sagten sie. Interessen von Einwohnern, Bürgern, Grundeigentümern, Schülern und Eltern würden so gebündelt, und man könne gemeinsam Vorschläge und bessere Lösungen ausarbeiten. Zudem will sich der Verein um Unterschriftensammlungen für notwendige Referenden sowie um den Aufruf zu Urnenabstimmungen kümmern.

Dann, nach rund einer halben Stunde, übernahm Ruben Schuler, Präsident der FDP Mosnang, die Leitung. Er wies das Publikum darauf hin, die bereits zu Beginn des Abends verteilte Gründungserklärung auszufüllen, um Mitglied von «Keflam» zu werden. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt.

Präsident und Vorstand einstimmig gewählt

Es folgten die Abstimmungen und Wahlen. Die Statuten wurden einstimmig angenommen. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wählten die Anwesenen Fritz Rutz zum Präsidenten von «Keflam». Auch gaben sie dem Vorstand grünes Licht. Dieser setzt sich aus Ruben Schuler (Mosnang), Christian Vogel (Dietfurt), Ivo Scherrer (Bütschwil), Felix Widmer (Bütschwil) und Thomas Renz (Lütisburg Station) zusammen. Als Revisoren amten Hans Werner Abderhalden (Ganterschwil) und Jakob Bleiker (Lütisburg Station). Ausserdem setzte die Versammlung den jährlichen Mitgliederbeitrag von «Keflam» auf 20 Franken fest.

Zum Schluss des offiziellen Teils präsentierten die Vertreter von «Keflam» ihr geplantes Vorgehen. Ein offener Brief an die Gemeinderäte von Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg und Mosnang sowie an die Primarschule Bütschwil-Ganterschwil und den Oberstufenschulrat BuGaLu ging durch die Reihen – wer wollte, konnte unterzeichnen. Der nächste wichtige Termin für «Keflam», so Fritz Rutz, sei nun die Bürgerversammlung, die am 21. März in Ganterschwil stattfindet.

«Gemeinderat kennt nun die Ansprechpersonen»

Auch Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil, war an der eineinhalbstündigen Gründungsversammlung anwesend. Im Rahmen der anschliessenden Diskussion ergriff er das Wort. Er begrüsse die Gründung von «Keflam», da der Rat nun Ansprechpersonen aus der Bevölkerung habe. «Nun geht es darum, gemeinsam Kompromisslösungen zu suchen», sagte Karl Brändle. «Zudem müssen wir klären, was echte flankierende Massnahmen sind – und welche Massnahmen im Gegenzug ‹unecht› sind.»

Aus dem Publikum kamen an jenem Abend viele wohlwollende Stimmen, und es gab bereits zahlreiche Beitritte. Grösstmehrheitlich teilten die Anwesenden die Ideen von «Keflam». Auch Urs Stillhard aus Mosnang, der als Präsident der TCS-Regionalgruppe Toggenburg tätig ist, war vor Ort und sicherte dem neuen Verein die Unterstützung durch den TCS zu.

Zur Vorgeschichte:

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