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Strassen in Wattwils Zentrum sollen schmaler werden

Die Gemeinde Wattwil informierte über die Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse. Das Projekt erfordere keine Erhöhung des Steuerfusses, versicherte Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner.
Martin Knoepfel
Die Parkplätze sind auf der Höhe des Trottoirs angeordnet. Hier die Wattwiler Bahnhofstrasse mit Blick nach Süden. (Bild: PD)

Die Parkplätze sind auf der Höhe des Trottoirs angeordnet. Hier die Wattwiler Bahnhofstrasse mit Blick nach Süden. (Bild: PD)

Am 25. November können die Wattwiler Stimmbürger nicht nur über eidgenössische und kantonale Vorlagen abstimmen, sondern auch über ein Projekt der Gemeinde. Es geht um die Neugestaltung von Post- und Bahnhofstrasse vom Dorfplatz bis zum Bahnhofkreisel.

Die Neugestaltung soll auch Seitenstrassen, etwa einen Teil der Näppis-Ueli-Strasse, erfassen. Am Donnerstag informierte Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner über die Vorlage. Rund 70 Personen kamen in den Thurpark.

Poststrasse wird Allee und erhält Parkplätze

Wenn Ortsumfahrungen gebaut werden, sollten nach Ansicht des Kantons und der Umweltverbände flankierende Massnahmen realisiert und der öffentliche Raum aufgewertet werden, sagte der Gemeindepräsident. Wattwil könne bei Grünflächen, bei Einkaufsmöglichkeiten und bei der Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr punkten.

So soll die Poststrasse nach den Vorstellungen des Gemeinderats von Wattwil künftig aussehen. (Bild: PD)

So soll die Poststrasse nach den Vorstellungen des Gemeinderats von Wattwil künftig aussehen. (Bild: PD)

Das Ziel des Gemeinderats ist es, die Umgestaltung vor der Inbetriebnahme der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil im Jahr 2022 zu realisieren, um den Passanten zu zeigen, dass Wattwil ein schönes Zentrum besitzt.

Parkplätze im Doppelpack

Die Parkplätze werden auf der Höhe der Trottoirs neu in Zweier-Paketen angeordnet. Das werde Parkplätze kosten, räumte Alois Gunzenreiner ein. Die Allee in der Bahnhofstrasse werde erneuert, und auch in der Poststrasse würden Bäume gepflanzt.

Projektleiter Markus Brühwiler wies darauf hin, dass sich neben den Parkfeldern und der Strassenfläche neu ein Streifen von 70 Zentimetern erstrecken wird. Das reiche, damit die nicht mehr auf die Strassenfläche aussteigen müssten. Auch die Poststrasse werde Parkplätze erhalten und zudem neu als Allee gestaltet, sagte der Gemeindepräsident.

Am Bräkerplatz und bei der Einmündung der Näppis-Ueli-Strasse würden die Trottoirs durchgezogen, um die Wirkung des Platzes zu betonen. Der Platz vor dem Gebäude der Dorfkorporation wird in die Gestaltung einbezogen. Der Bräkerplatz soll ein Wasserspiel bekommen. Das Kunstwerk bleibt erhalten.

Keine Fussgängerstreifen mehr

Fussgängerstreifen und Ampeln verschwinden bei der Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse. Die beiden Strassen bleiben aber Tempo-50-Strassen.

Auf beiden Seiten der Postbrücke soll der Raum platzartig gestaltet werden, um die Verbindung von altem und neuem Dorfzentrum zu betonen. Gearbeitet wird zudem mit farbigen Strassenbelägen. Auf der Postbrücke wird die Fahrbahn zu Gunsten der Fussgänger verengt. Lastwagen werden deshalb nicht mehr auf der Brücke kreuzen können.

Die blaue Zone wird im Projektperimeter aufgehoben. Parkieren kostet künftig 50 Rappen pro 30 Minuten, wobei man 90 Minuten bleiben darf. Die erste halbe Stunde ist gratis.

«Keine Erhöhung des Steuerfusses erforderlich»

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 7,85 Millionen Franken. Die Gemeinde hat mit dem Jahresabschluss 2017 schon 1,5 Millionen Franken dafür zurückgestellt. Dritte bezahlen Beiträge von 400'000 Franken. Darunter sind 100'000 Franken aus der von den Parkgebühren gespeisten Spezialfinanzierung.

Die Investition von noch 5,95 Millionen Franken werde über 30 Jahre abgeschrieben. Die jährlichen Abschreibungen von 200'000 Franken würden keine Erhöhung des Steuerfusses erfordern, versicherte Alois Gunzenreiner.

Trennsystem der Kanalisation und Dorfplatz sind separate Projekte

Der Gemeinderat will die Kanalisation im Planungsperimeter vom Misch- auf das Trennsystem umstellen. Geplant ist, einen zusätzlichen Meteorwasser-Kanal in der Bahnhof- und der Poststrasse erstellen zu lassen. Das ist kein Teil der Abstimmungsvorlage. Die Arbeiten sollen zeitgleich mit der Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse erfolgen.

Die Neugestaltung der Ebnaterstrasse ist ebenfalls kein Teil der Abstimmung. Markus Brühwiler unterstrich, dass künftig am Dorfplatz die Verbindung Wilerstrasse-Ebnaterstrasse gegenüber der Poststrasse den Vortritt erhalten soll. Das verlangsame den Verkehr auf der Poststrasse ebenfalls.

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