Sternenhimmel
Der August wird der sternschnuppenreichste Monat des Jahres

Über 100 Sternschnuppen pro Stunde können Mitte August beobachtet werden. Auch Jupiter und Saturn lassen sich im kommenden Monat besonders günstig beobachten.

Hanspeter Steidle
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Sonne

Sonnenaufgang:

  • 1. August: 6.08 Uhr
  • 31. August: 6.46 Uhr

Sonnenuntergang:

  • 1. August: 20.50 Uhr
  • 31. August: 19.58 Uhr

Mond

Neumond: Sonntag, 8. August, im Sternbild Krebs

Vollmond: Sonntag, 22. August, im Sternbild Steinbock

Planeten

Merkur: Er hält sich am Taghimmel auf und kann nicht beobachtet werden.

Venus: Sie bleibt Abendstern.

Mars: Er hält sich am Taghimmel auf und kann nicht beobachtet werden.

Jupiter: Er steht in Opposition zur Sonne und kann daher während der ganzen Nacht beobachtet werden. Zudem steht er der Erde näher.

Saturn: Auch der Saturn steht in Opposition zur Sonne und deshalb der Erde näher. Er lässt sich während der ganzen Nacht beobachten.

Sterne und Milchstrasse

Die drei Sternbilder Leier, Schwan und Adler mit den hellen Sternen Wega, Deneb und Atair (auf der Sternkarte mit roten Linien verbunden) sind eine Orientierungshilfe, um weitere Sternbilder zu finden. Im Süden sehen wir eine ganze Reihe von helleren Sternen. Sie gehören zum Sternbild Schütze. Leicht westlich davon befindet sich das Sternbild Skorpion, der mit seinem rötlichen Stern Antares leicht zu finden ist.

Zwischen den Sternbildern Schütze und Skorpion sehen wir nördlich den Schlangenträger. Der griechische Gott der Heilkunde Äskulap wanderte stets mit einem Wanderstab umher, der von einer Äskulapnatter umschlungen war. Noch heute ist in den grünen Apothekerkreuzen die Äskulapnatter eingezeichnet. Die Schlange im Schlangenträger am Himmel ist leicht zu erkennen. Viele Helden und Götter der Griechen wurden am Himmel als Sternbilder verewigt.

Die Milchstrasse zieht von Nordosten in den Südwesten. Sie ist ein Sternenarm unserer Galaxis. Die Sonne liegt mit ihren Planeten in einem Seitenarm der Galaxis. Das Zentrum der Galaxis liegt im Sternbild Schütze. Es ist etwa 27'000 Lichtjahre von uns entfernt.

Hoch im Westen liegt ein weiterer rötlicher Stern. Es ist Arktur im Sternbild Bootes. Bootes heisst «Bärenhüter». Das Sternbild gehört zu den 48 von den Griechen benannten Sternbildern. Nördlich über dem Sternbild Schlangenträger sehen wir das Sternbild Herkules. Der Himmelsdrache schlängelt sich vom Herkules nahe am Polarstern vorbei und endet zwischen dem Kleinen und Grossen Bär beziehungsweise dem Kleinen und Grossen Wagen.

Im nördlichen Teil der Milchstrasse findet man leicht die Sternbilder Cassiopeia (das grosse «W»), die Eidechse und Cepheus. Im Osten erscheint bereits das Herbststernbild Pegasus, das geflügelte Pferd. Im Sternbild Steinbock im Südosten sehen wir die Planeten Saturn und Jupiter. Beide sind jetzt besonders günstig für Beobachtungen, weil sie in Opposition zur Sonne stehen.

Sternschnuppen

Eine Sternschnuppe am Abendhimmel.

Eine Sternschnuppe am Abendhimmel.

Bild: PD

Der sternschnuppenreichste Monat des Jahres ist der August. Der grösste Sternschnuppenschwarm kommt aus dem Sternbild Perseus. Er ist auf einen aufgelösten Kometen zurückzuführen, der eine Unzahl von Restgesteinen in seiner Bahn zurückgelassen hat. Am 12. August können von 22 Uhr bis 4 Uhr morgens oft über 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. Zum Perseidenstrom, wie er genannt wird, kommen noch vier weitere Sternschnuppenströme dazu, die aus andern Sternbildern zu fliegen scheinen. Da lohnt es sich, eine Wunschliste zusammenzustellen. Ob einer dieser Wünsche in Erfüllung gehen wird, steht in den Sternen geschrieben.

Sind wir allein im All?

Diese Frage stellt man sich immer wieder. Ist die Erde, ein kleiner Planet in einem Sonnensystem der Milchstrassen-Galaxie, wirklich allein die Trägerin von Leben? Milliarden von Sternen gibt es im All, und viele Sonnen werden von Planeten umkreist. Man kennt heute über 4000 exosolare Planeten. Bei keinem dieser Planeten, auch in habitablen Zonen, hat man Anzeichen von Leben entdeckt.

Es gibt viele Parameter, die den Astronomen zeigen, ob auf Planeten Leben existieren kann oder nicht. Die Gesetze für die Entwicklung von Leben, die Voraussetzungen dazu auf der Erde gelten auch im All beziehungsweise auf Planeten, die um andere Sonnen ihre Bahnen ziehen. Vor 400 Jahren galt es noch als Gotteslästerung, wenn man von Leben ausserhalb der Erde sprach. Giordano Bruno bezahlte 1600 seine Vermutung von Leben im All mit dem Leben.

Eine weitere Frage: Wenn es Zivilisationen auf anderen Planeten geben soll mit ähnlich grossem Wissensstand wie auf der Erde, warum sind einige nicht schon auf Reisen gegangen, zum Beispiel auf die Erde? Autor Erich von Däniken ist zwar überzeugt, dass Ausserirdische schon auf der Erde «gewirkt» haben, doch die entscheidende Frage wurde noch nicht beantwortet: Die Distanzen im All sind so gross, dass eine Reisezeit auch mit sehr schnellen Raketen weit über die Lebenszeit von intelligenten Lebewesen gedauert hätte.

Unser nächster Stern ist Alpha Centauri am Südhimmel. Er ist etwas mehr als vier Lichtjahre von uns entfernt. Wenn dort ein bewohnter Planet um den Stern kreisen würde, dann würde die Reise mit zehnprozentiger Lichtgeschwindigkeit etwa 40 Jahre dauern. Aber eine einprozentige Lichtgeschwindigkeit wird mit allen Hightech-Antriebsmöglichkeiten noch lange nicht erreicht werden, vor allem nicht mit einer Raumkapsel mit Menschen oder Aliens. Ein Raumschiff, das mit etwa 60'000 km/h fliegt, erreicht also nur etwa 17 Kilometer pro Sekunde. Eine einprozentige Lichtgeschwindigkeit entspräche 3000 Kilometer pro Sekunde.

Das zeigt die Unmöglichkeit, dass Aliens schon einmal auf der Erde waren. Die Kommunikation mit Aliens auf Exoplaneten würde Tausende von Jahren benötigen, um Signale austauschen zu können. Wir sind sicher nicht allein im All, aber eine Kommunikation wird nicht möglich sein. Höchstens Astronomen wäre es möglich, Signale von Aliens zu empfangen, wenn sie vor zigtausend Jahren ausgesandt worden wären. Solchen Signalen gehen die Astronomen heute nach.

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