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Spital Wattwil: Widerstand gegen Schliessung formiert sich mittels Petition

Wenige Tage, nachdem die Pläne des Spitalverwaltungsrats bekannt wurden, das Spital Wattwil zu schliessen, wird der Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil wieder aktiv. Er lanciert eine Petition für den Erhalt des Spitals.
Sabine Schmid
Bereits am Samstag wurde gegen die Pläne des Kantons St. Gallen demonstriert. (Bild: Ralph Ribi)

Bereits am Samstag wurde gegen die Pläne des Kantons St. Gallen demonstriert. (Bild: Ralph Ribi)

Der Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil nimmt nicht kampflos hin, dass das Spital Wattwil von der Landkarte verschwinden soll. Wie dessen Präsident Alois Gunzenreiner am Montag mitteilte, lanciert der Förderverein eine Petition für den Erhalt des Spitals Wattwil. Diese beinhaltet die Forderung, dass das Spital Wattwil gemäss Volksauftrag als Spital mit Notfall- und stationärer medizinischer Versorgung in der Spitalstrategie verankert bleibt. Die Unterschriften für die Petition werden elektronisch gesammelt. Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St. Gallen hat vergangene Woche – nur zwei Tage vor der Einweihung des neuen Bettentrakts in Wattwil am Samstag – Pläne zur Reduktion der St. Galler Spitäler von neun auf vier veröffentlicht. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, soll das Spital Wattwil als stationärer Leistungserbringer geschlossen werden. Der über 50 Millionen Franken teure neue Bettentrakt wäre dann nicht mehr nötig.

Wille der Bevölkerung würde missachtet

Alois Gunzenreiner, Präsident Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil. (Bild: Ralph Ribi)

Alois Gunzenreiner, Präsident Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil. (Bild: Ralph Ribi)

Die lancierte Petition richtet sich an die Regierung, den Verwaltungsrat der Spitalverbunde St. Gallen und an den Kantonsrat. «Sie soll ein starkes Zeichen setzen, um die Verantwortlichen zum Umdenken anzuregen», erklärt Fördervereins-Präsident Alois Gunzenreiner. «Die stationäre Grundversorgung und die Notfallversorgung durch das Spital Wattwil sind für die Bevölkerung und für die Attraktivität der Region als Standort zum Leben, Wohnen und Arbeiten entscheidend. Das Spital Wattwil ist nicht nur für die Gesundheitsversorgung, sondern auch als Unternehmen und Arbeitgeber in der Region von grosser Bedeutung.» Für Alois Gunzenreiner ist die Schliessung des Spitals Wattwil ein wenig innovativer, unkreativer und untauglicher Lösungsversuch. Der Wille der Bevölkerung würde damit missachtet, es würden Steuergelder verschleudert und Volksvermögen vernichtet. «Investieren, um abzubauen? Das kann ja nicht wirklich ernst gemeint sein», lässt sich Alois Gunzenreiner zitieren. Er weist darauf hin, dass der Verwaltungsrat in seinem Bericht bei einer Schliessung des Spitals Wattwil zusätzlich zu den 85 Millionen Franken, die bereits investiert werden, nochmals mit bis zu 160 Millionen Franken in Wil rechnet, die dann allenfalls auch verloren wären.

Überzeugt, dass es andere Lösungen gibt

Noch vor vier Jahren, als die St. Galler Bevölkerung mit 78 Prozent Ja die Erneuerung des Spitals Wattwil gutgeheissen hat, argumentierte die Regierung und der Verwaltungsrat der Spitalverbunde mit der neuen Spitalfinanzierung, der Strategie der Leistungskonzentration, dem Grundsatz «ambulant vor stationär», dem Ziel «wohnortnahe, leistungsfähige hochstehende Versorgung» und damit, dass die Regionalspitäler günstiger sind als Schwerpunkt- und Zentrumsspitäler. Heute argumentiere der Verwaltungsrat gleich, mit Ausnahme der günstigeren Kosten der Regionalspitäler, und wolle damit eine Kehrtwende begründen. Der Förderverein ist überzeugt, dass es andere Lösungen gibt. «Im Gegensatz zu fast allen anderen Kantonen gilt St. Gallen seinen Spitälern keine ihrer gemeinwirtschaftlichen Leistungen wie Rettungsdienst, Notfallversorgung oder universitäre Ausbildung ab. Es müsste auch in diese Richtung gedacht werden.» Hinweis Petition für den Erhalt des Spitals Wattwil: www.pro-spital.ch

Petition unterzeichnen

Mehr Informationen zur Petition für den Erhalt des Spitals Wattwil können auf der Website www.pro-spital.ch erhalten werden.

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