Kommentar

Die Toggenburger Kantonsräte sind wiedergewählt, weil keine Gründe dagegen sprachen – die Spitalfrage könnte das ändern

Dass alle elf bisherigen Toggenburger Kantonsrätinnen und Kantonsräte wiedergewählt werden, war abzusehen. Die jetzige Delegation hatte fürs Toggenburg wichtige Geschäfte ins Ziel gebracht. Doch das könnte sich ändern.

Ruben Schönenberger
Drucken
Teilen
Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter.

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter.

Bild: Ralph Ribi

Die Kantonsratswahlen nahmen im Toggenburg den erwarteten Verlauf. Alle bisherigen Kantonsrätinnen und Kantonsräte wurden wieder gewählt.

Zwar präsentiert sich die Rangliste im Vergleich zu den letzten Wahlen leicht anders und die Wählerstärken der Parteien haben sich verändert, die Toggenburger Delegation bleibt aber die gleiche.

Campus und Klanghaus ins Ziel gebracht

Das ist nicht verwunderlich. In der aktuellen Besetzung hat der Kantonsrat mit dem Campus Wattwil und dem Klanghaus Toggenburg zwei für die Region wichtige Projekte ins Ziel gebracht. Aus regionalpolitischer Sicht gab es daher wenig Grund, an der Zusammensetzung etwas zu ändern.

Das könnte sich nun freilich ändern. Der nächste fürs Toggenburg wichtige grosse Brocken ist die Spitaldiskussion. Schon bald wird sich zeigen, wer hier wo steht. Das Verhalten der Kantonsrätinnen und Kantonsräte in dieser Frage dürfte die Wählergunst beeinflussen. Schon jetzt hat die Bevölkerung gezeigt, dass ihr der Erhalt des Spitals Wattwil wichtig ist. Darauf deutet das gute Abschneiden des Wattwiler Gemeindepräsidenten Alois Gunzenreiner deutlich hin.

Mehr zum Thema