SOZIALTIPP
Selbsthilfegruppen: Die Erfahrung zeigt, dass Reden hilft

In einer Selbsthilfegruppe wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Es entstehen neue Perspektiven, welche helfen aus der Ohnmacht auszubrechen, die ein Schicksalsschlag auslösen kann.

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Die Diskussion mit anderen Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe erweist sich in der Regel als nützlich.

Die Diskussion mit anderen Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe erweist sich in der Regel als nützlich.

Bild: PD

(pd) Gemeinsam erreicht man mehr: Das wissen alle, die eine Selbsthilfegruppe aufgebaut oder sich einer bestehenden angeschlossen haben. Denn in Selbsthilfegruppen teilen Menschen ihre Probleme, finden Lösungen und bleiben nicht mehr allein.

Die Mitarbeit in Selbsthilfegruppen lohnt sich bei nahezu jedem Anliegen oder bei jeder schwierigen Lebenssituation: bei andauernden seelischen oder sozialen Belastungen, bei gesundheitlichen Problemen, bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder in besonderen Lebensphasen. Konkret sind Selbsthilfegruppen eine wertvolle Stütze zum Beispiel für Menschen in Trauer, für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen, für Eltern kranker oder behinderter Kinder, für Menschen mit Suchterkrankungen, für psychisch Kranke und deren Angehörige.

Wille als wichtigste Voraussetzung

Die wichtigste Voraussetzung zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist der Wille des Einzelnen, sich selbst zu helfen. Zwar fällt diese Entscheidung nicht immer leicht, doch generell gilt: Jede und jeder kann sich einer Gruppe anschliessen, und alle können die Initiative ergreifen, um eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Die Selbsthilfe St.Gallen und Appenzell bietet Unterstützung.

Die Menschen, die sich Selbsthilfegruppen anschliessen, haben eines gemeinsam: sie wollen über sich, ihre Anliegen und ihre Sorgen reden. Sie wollen anderen zuhören, die in der gleichen oder ähnlichen Lebenssituation sind. Sie wollen sich gegenseitig unterstützen und ihre Schwierigkeiten gemeinsam meistern. Sie wollen von den Erfahrungen der anderen lernen.

Rund 200 Gruppen in St.Gallen und Appenzell

Die Selbsthilfe St.Gallen und Appenzell ist eine von fünf Beratungsstellen der Frauenzentrale mit Sitz in St.Gallen. Sie gewährleistet den Überblick über bestehende und geplante Selbsthilfegruppen und ist Anlauf-, Informations- und Beratungsstelle für und über Selbsthilfegruppen.

Rund 200 Selbsthilfegruppen treffen sich in diesem Einzugsgebiet. Die Themenvielfalt ist immens. Ein breites Spektrum an psychischen, somatischen und sozialen Themen wird abgedeckt. Auch im Toggenburg treffen sich verschiedene Selbsthilfegruppen.

Weitere Informationen erhält man bei der Selbsthilfe St.Gallen und Appenzell (Telefon 071 222 22 62), bei einem E-Mail an selbsthilfe@fzsg.ch oder im Internet (www.selbsthilfe-stgallen-appenzell.ch).

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