Sorgenfalten trotz Titelgewinn – der FC Bazenheid schlägt den Wiler Nachwuchs im Finale des Bazenheider Cups mit 7:1, beklagt aber zunehmende Personalprobleme

Das war so nicht erwartet worden. Der FC Bazenheid zerzaust den Wiler Nachwuchs und sichert sich den elften Titel in der 21-jährigen Geschichte des Vorsaisonturniers.

Beat Lanzendorfer
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Die Spieler und das Trainerteam jubeln über den Gewinn des eigenen Vorsaisonturniers. Es war der insgesamt elfte Turniersieg der Einheimischen in der 21-jährigen Geschichte des Bazenheider Cups.

Die Spieler und das Trainerteam jubeln über den Gewinn des eigenen Vorsaisonturniers. Es war der insgesamt elfte Turniersieg der Einheimischen in der 21-jährigen Geschichte des Bazenheider Cups.

Bild: Beat Lanzendorfer

Mit zum Erfolg beigetragen hat das Bazenheider Urgestein Dejan Baumann, der zum letzten Mal während einer Halbzeit mitwirkte. Als Aktiver hat er die Schuhe an den Nagel gehängt. Als Nachfolger von Hans «Hasä» Stadler bleibt er dem Verein aber als Sportchef erhalten.

Am Ende des Tages herrschte bei den Einheimischen allerdings nicht nur eitel Freude. Nach Matthias Rüegg und Roberto Manzo verletzte sich im Endspiel auch Claudio Grauso. Alle drei dürften mit ihren schweren Knieverletzungen für unbestimmte Zeit ausfallen.

Der abtretende Sportchef Hans «Hasä» Stadler (links) und Präsident Danny Lüthi verabschieden den Spieler Dejan Baumann.

Der abtretende Sportchef Hans «Hasä» Stadler (links) und Präsident Danny Lüthi verabschieden den Spieler Dejan Baumann.

Bild: Beat Lanzendorfer

Beide Trainer können das Resultat einordnen

«Wir haben heute eine gute Leistung abgeliefert, darauf lässt sich aufbauen. Der hohe Sieg ist aber trügerisch, denn Wil wird in der Meisterschaft sicher mit einer anderen Mannschaft auflaufen», sagte Bazenheid-Trainer Raffael Spescha. Und weiter:

«Ich freue mich über den ersten Titelgewinn mit dem FC Bazenheid, kann das Resultat aber durchaus einordnen.»

Was ihn hingegen schmerzte, waren die weiteren Verletzten, die besonders in der Offensive schmerzliche Lücken aufreissen. Über die Niederlage, seine erste beim Bazenheider Cup, war Wil-Trainer Fabinho natürlich nicht erfreut, er hatte aber eine Erklärung dafür: «Ich messe dem Resultat nicht allzu grosse Bedeutung bei, weil ich heute viele Spieler eingesetzt habe, die in der Vorbereitung noch nicht so zum Zug kamen.»

Der Besucheraufmarsch war sehr erfreulich

Auch wenn der Sieg den Einheimischen dadurch etwas leichter fiel, soll deren Leistung trotzdem nicht geschmälert werden. Sie waren von Anfang an bereit und liessen keine Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Auf das 1:0 von Vuntik konnten die Gäste durch Fetaj zwar noch reagieren. Durch die weiteren Treffer von Kacoli und erneut Vuntik stand es schon bei Halbzeit 3:1.

Nach dem Wechsel erhöhten Cabernard und Bachmann sowie zweimal Elvis Musaj auf 7:1. Dem Spiel wohnten rund 500 Zuschauer bei, denn im Gegensatz zum Montag, als sich der Regen während der Gruppenspiele keine Pause gönnte, herrschten am Mittwochabend ideale Fussballbedingungen.

Uzwil wiederholt Platz 3 des Vorjahres

Uzwil, das am Montag Wil mit 1:2 unterlag und dadurch den Finaleinzug verpasste, setzte sich in der Partie um Platz 3 mit 2:0 gegen Wängi durch. Hier hiessen die Torschützen Uetz und Asani.

Im dritten Aufeinandertreffen des Abends sicherte sich Wattwil Bunt durch ein 3:0 gegen Bronschhofen Platz 5. Die Tore schossen Kagua, Romer und Schönenberger. Das Fazit von Wattwil-Bunt-Trainer Jan Rüeger: «Das Spiel stand auf keinem hohen Niveau, weil beide Teams viele Wechsel vornahmen, was in diesem Stadium der Vorbereitung aber durchaus Sinn macht.»

Die Uzwiler Spieler jubeln über das 1:0 beim 2:0-Erfolg im kleinen Finale gegen Wängi.

Die Uzwiler Spieler jubeln über das 1:0 beim 2:0-Erfolg im kleinen Finale gegen Wängi.

Bild: Beat Lanzendorfer

Weil gleich sieben Akteure zweimal ins Schwarze trafen, musste derjenige ausgelost werden, welcher den Siegerpreis erhielt. Der Glückliche war Getuart Asani vom FC Uzwil.

Mit den Cupspielen vom Wochenende geht es im regionalen Fussball weiter.

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