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Das Seniorenzentrum Solino rüstet sich für die Zukunft

Im Rahmen der Strategie «Solino 2025+» soll das gleichnamige Regionale Seniorenzentrum in Bütschwil erweitert werden. Die Studie sieht unter anderem einen freistehenden Neubau nahe dem bestehenden Gebäude vor.
Anina Rütsche
Das im Modell lila eingefärbte Gebäude soll neu erstellt werden. Es ist mittels einer Passerelle mit dem Altbau des Regionalen Seniorenzentrums verbunden (Trakt Süd in Rot und Trakt Nord in Blau), der 1978/79 erstellt und 2006/07 umfassend umgebaut wurde. (Bild: PD)

Das im Modell lila eingefärbte Gebäude soll neu erstellt werden. Es ist mittels einer Passerelle mit dem Altbau des Regionalen Seniorenzentrums verbunden (Trakt Süd in Rot und Trakt Nord in Blau), der 1978/79 erstellt und 2006/07 umfassend umgebaut wurde. (Bild: PD)

Über die Region hinaus ist das Seniorenzentrum Solino als Toggenburger Vorzeigeinstitution bekannt. Damit dies so bleibt, unternehmen die Verantwortlichen nun einen weiteren Schritt, um für die Zukunft gerüstet zu sein. «Die Anzahl betagter Menschen wird in den nächsten Jahren markant steigen. Die Bedürfnisse dieser Generation im Alter verändern sich und das bedeutet, dass auch das Angebot für Wohnen, Pflege und Betreuung diesen sich verändernden Verhältnissen angepasst werden muss», sagt Markus Brändle, der das «Solino» leitet.

Angestrebt werde ein flexibles, durchlässiges Konzept, «alles aus einer Hand», wie der Institutionsleiter hervorhebt. Geplant sind unter anderem Wohnungen mit ambulanten und stationären Angeboten. «Wo es nötig und zweckmässig ist, werden wir Partnerschaften eingehen oder neue Ressourcen erschliessen», ergänzt Karl Brändle, Präsident des Verwaltungsrates. Er verweist hier insbesondere auf eine angestrebte Zusammenarbeit mit dem regionalen Spitexverein.

Im Herbst steht fest, wie es weiter geht

Damit das Regionale Seniorenzentrum Solino für die Herausforderungen der Zukunft mit den sich ändernden Bedürfnissen und Rahmenbedingungen gerüstet ist, hat der Verwaltungsrat die Strategie «Solino 2025+» erarbeitet. Diese sieht neben den strukturellen Veränderungen auch bauliche Massnahmen vor, die einen Neubau, eine Aufstockung und allenfalls einen Ersatzbau umfassen.

Obwohl dadurch mehr Raum entsteht, soll die Anzahl der Pflegeplätze im «Solino» gleich bleiben wie bisher – derzeit gibt es 103 bewilligte Plätze, deren 100 werden genutzt. «Wir werden in Zukunft primär nur noch auf Einzelzimmer setzen, die jedoch flexibler nutzbar sind. Mit dem Neubau werden Kleinwohnungen geprüft, die auch als Pflegeheimplatz genutzt werden können», erklärt Markus Brändle. «Derzeit gibt es 64 Einzelzimmer und 36 Zweierzimmer. Künftig sollen Zweierzimmer die Ausnahme sein.»

Mitarbeiter des Architekturbüros FormaTeam aus Bütschwil haben nun die Studie «Infrastruktur Solino 2025+» erarbeitet – den entsprechenden Auftrag hat der Verwaltungsrat des «Solino» im April 2017 erteilt. Im Mai 2018 hat diesbezüglich ein Informationsanlass für Behördenvertreter und die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden stattgefunden – es sind dies Bütschwil-Ganterschwil, Oberhelfenschwil, Lichtensteig, Lütisburg, Wattwil und Mosnang. Die Gemeindebehörden haben bis Ende August Zeit, zur Studie, zum Platz- und Dienstleistungsbedarf Stellung zu beziehen. «Es geht mit diesem Vernehmlassungsverfahren aber auch darum, die künftige Trägerschaft des Seniorenzentrums Solino zu klären», sagt Karl Brändle. Aus Sicht des Verwaltungsrates habe sich der Zweckverband als Trägerschafts-Rechtsform bewährt.

Die Finanzierung der Baukosten soll aus eigener Kraft, das heisst ohne Baubeiträge der Zweckverbandsgemeinden erfolgen. Der Verwaltungsratspräsident betont: «Trotz hoher Investitionskosten muss das Heim selbsttragend geführt werden.» Laut Karl Brändle wird der Verwaltungsrat diesen Herbst nach Vorliegen der Behördenstellungnahmen aus den Zweckverbandsgemeinden einen Entscheid zum weiteren Vorgehen fällen. Bevor gebaut werden kann, wird aber auch die Bevölkerung im Rahmen einer Abstimmung ins Vorhaben einbezogen.

Eine Lösungsstrategie in drei Etappen

Die Studie des Bütschwiler Architekturbüros in Bezug auf das «Solino» umfasst drei Etappen. Das Ziel besteht darin, mehr Einbettzimmer zu erstellen und allenfalls Platz für eine zweite Wohngruppe für Menschen mit Demenz zu schaffen. Zudem soll das durchlässige Konzept, das umfassende Altersdienstleistungen aus einer Hand bietet, gefördert werden. Die Zeitachse für die drei Etappen umfasst laut Jan Büchel, Mitinhaber und Bauleiter Hochbau bei «FormaTeam», rund zehn bis fünfzehn Jahre.

Markant ist der erste Schritt, denn dieser sieht einen Neubau vor, der im Rahmen des Projekts «Satellit» heisst und mittels einer Passerelle mit dem Altbau verbunden wäre. Er käme ab 2020 auf der Parzelle zu stehen, wo sich heute die Parkplätze des Seniorenzentrums befinden – diese würden in eine neu geschaffene Tiefgarage verlegt. Im Neubau könnten zwölf Appartements mit je 2 1/2 Zimmern für durchlässige Angebote geschaffen werden, zudem gäbe es flexibel nutzbare Räume, beispielsweise für einen Spitex-Stützpunkt.

Die zweite Etappe ab 2025 sieht vor, den Trakt Süd des Altbaus aufzustocken, sodass zehn zusätzliche Einzelzimmer geschaffen werden können.

Im dritten Schritt geht es ab 2030 um den Trakt Nord. Aus bautechnischen und auch wirtschaftlichen Gründen wird von einer Sanierung dieses Trakts abgeraten. Eine erste Variante sieht deshalb vor, diesen unangetastet weiter zu betreiben. Laut Jan Büchel bietet es sich aber an, nach Ablauf der Restlebensdauer, in einer dritten Etappe, den Trakt Nord durch einen Neubau zu ersetzen. «Der Aufwand wäre gross», sagt Jan Büchel. «Doch die Qualität des Seniorenzentrums würde weiter steigen.» (aru)

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