Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Solarpreis für Nesslauer Holzhäuser: Tiefe Nebenkosten als Ziel

Das «PlusEnergieBau»-Diplom für zwei Holzhäuser in Nesslau bestätigt den Einsatz der Verantwortlichen.
Adi Lippuner
Der Gesamtenergiebedarf der beiden Häuser beträgt rund 30'000 Kilowattstunden. Mit der Eisspeicheranlage im Boden und der Fotovoltaikanlage auf den Dächern produzieren sie pro Jahr einen Überschuss von 2500 Kilowattstunden. (Bild: PD)

Der Gesamtenergiebedarf der beiden Häuser beträgt rund 30'000 Kilowattstunden. Mit der Eisspeicheranlage im Boden und der Fotovoltaikanlage auf den Dächern produzieren sie pro Jahr einen Überschuss von 2500 Kilowattstunden. (Bild: PD)

Auf den ersten Blick präsentieren sich die beiden Einfamilienhäuser an der Nesslauer Bäderstrasse als gut ins Quartier eingepasste Holzbauten. Wer sich näher damit befasst, sieht, dass sich auf den gegen Süden ausgerichteten Dächern je eine integrierte Fotovoltaikanlage (PV) befindet. Das Interessante an den Bauten sind jedoch die Eisspeicher, welche die beiden Häuser mit mehr Energie versorgen, als für den Eigenbedarf benötigt wird.

Planer und Bauherr ist die Firma Giger Holzbau in Nesslau-Lutenwil. Für Inhaber und Geschäftsführer Ernst Giger hat die Auszeichnung, erhalten an der Solarpreisverleihung, nicht oberste Priorität. «Wichtig ist die Bestätigung, dass wir uns mit der Idee und deren Umsetzung auf dem richtigen Weg befinden. Hohe Lebensqualität für die Bewohnenden, verbunden mit tiefen Nebenkosten war das Ziel.»

Investitionskosten rechnen sich langfristig

Als Grundidee für die Realisierung der beiden Einfamilienhäuser nennt Giger das Ziel «Verzicht auf den Zukauf von Fremdenergie». «Es braucht sicher viel Herzblut und die Bereitschaft, zu Beginn etwas mehr zu investieren, als bei konventionellen Bauten», sagt er. «Mit einem PlusEnergie-Haus sind viele Vorteile verbunden und langfristig rechnen sich die Investitionskosten gleich mehrfach», erklärt Giger seine Erfahrung. Er habe sich schon früh für Minergiehäuser interessiert und deren Technik und Weiterentwicklung verfolgt. Und ein Besuch im Haus, Tochter Manuela Giger wohnt dort, bestätigt die hohe Lebensqualität. «Ich fühle mich hier sehr wohl, habe immer frische Luft, eine konstante Temperatur und kann, muss aber keine Fenster öffnen», sagt sie.

Mit Hansjörg Roth von der Firma Roth Solartechnik, Neu St.Johann, hat der Bauherr und Architekt den richtigen Partner für die Umsetzung seines anspruchsvollen Vorhabens gefunden. «Die neue Technik ist noch nicht so stark verbreitet und es galt, den richtigen Lieferanten, der schon Erfahrung in diesem Bereich hat, auszuwählen», erklärt Hansjörg Roth. Die Umsetzung sei gelungen. «Und dass sich die Bewohner wohlfühlen, ist der beste Beweis dafür.» Die Auszeichnung mache ihn stolz und sei der Beweis, dass die neue Technologie in Zukunft sicher noch vermehrt zur Anwendung komme, so Hansjörg Roth.

Mit Kristallisationswärme wird geheizt

Zwei zehn Kubikmeter grosse Wassertanks dienen, wenige Meter unter der Erde, als Eisspeicher. Um die Wärmeenergie für die Häuser zu gewinnen, wird das Wasser in den Tanks gefroren. Dazu entzieht eine Wärmepumpe mit Kältemittel dem Wasser die Energie. Gefriert das Wasser, entsteht sogenannte Kristallisationswärme. Diese lässt sich mit einer frostsicheren Flüssigkeit in die Häuser transportieren und zum Heizen nutzen. Die Energie, welche bei der Kristallisation entsteht, ist um ein Vielfaches höher, als jene, die zum Abkühlen des Wassers benötigt wird.

Mit diesem Prinzip produziert die Anlage 15'400 Kilowatt-Stunden (kWh) pro Jahr. Dazu kommt die Fotovoltaikanlage mit einer Produktion von 17'100 kWh. Der Gesamtenergiebedarf beider Häuser liegt bei 30'000 kWh, was einen jährlichen Überschuss von 2500 kWh ausmacht und eine Energieversorgung von 108 Prozent ergibt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.