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Tankstelle in Bütschwil: Socar will das Toggenburg erschliessen

Im Gebiet Lerchenfeld könnte bald die erste Socar-Tankstelle der Region entstehen. Um diese zu realisieren, müssten bestehende Gebäude abgebrochen werden, darunter das ehemalige Restaurant Bahnhof. Das Dossier liegt zur Einsichtnahme auf.
Anina Rütsche
Dem ehemaligen Restaurant Bahnhof an der Verzweigung von Wiler- und Langenrainstrasse droht der Abbruch. (Bild: Anina Rütsche)

Dem ehemaligen Restaurant Bahnhof an der Verzweigung von Wiler- und Langenrainstrasse droht der Abbruch. (Bild: Anina Rütsche)

Derzeit und noch bis 17. Januar liegt im Gemeindehaus Bütschwil-Ganterschwil ein nicht alltägliches Baugesuch auf. Es sieht vor, an der Verzweigung von Wiler- und Langenrainstrasse im Gebiet Lerchenfeld nahe des Bahnhofs Lütisburg Station eine neue Tankstelle inklusive Shop zu errichten.

Gesuchsteller ist die Socar Energy Switzerland GmbH, ansässig in Zürich. Diese beabsichtigt, das Gebiet Toggenburg baldmöglichst zu erschliessen – es wäre ihre erste Niederlassung in der Region, wie die Verantwortlichen auf Anfrage mitteilen. Die Socar Energy Switzerland ist ein Unternehmen von Socar, der staatlichen Energiegesellschaft der Republik Aserbaidschan.

Vier Betankungsplätze, neun Parkplätze

Um das Vorhaben realisieren zu können, sollen mehrere Gebäude abgebrochen werden. Betroffen sind, wie einer Ankündigung im Mitteilungsblatt der politischen Gemeinde zu entnehmen ist, die Parzellen mit den Nummern 505 B und 506 B, also das ehemalige Restaurant Bahnhof, die angebaute Scheune sowie eine Doppelgarage. Auf der Parzelle 505 B, wo die Tankstelle entstehen soll, wurden bereits im Dezember Bauvisiere installiert. Das Gesuchsformular ist Ende November bei der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil eingegangen. Es handelt sich hier hierbei um ein ordentliches Verfahren. Für die Bauleitung ist das Architekturbüro Schiess + Partner aus Baar zuständig. Grundeigentümerin ist gemäss Angaben im aufliegenden Dokument Lilian Röthlisberger, die in Eglisau wohnt.

Die Grundstückfläche beträgt insgesamt 1119 Quadratmeter, dies auf beiden Seiten der Langenrainstrasse, die nach Mosnang führt. Vorgesehen ist, in dieser Gewerbezone eine Tankstelle mit vier überdachten Betankungsplätzen an zwei Säulen zu erstellen. Auch soll ein Migrolino-Shop mit dazugehörenden Nebenräumen gebaut werden. Im Beschrieb ist zudem die Rede von neun neuen Parkplätzen im Freien, wovon einer von der Breite her behindertengerecht sein wird.

«Ein Standort mit sehr gutem Potenzial»

Die beiden Parzellen, auf denen die neue Tankstelle und die Parkplätze errichtet werden sollen, liegen in der Nähe des Gebiets, wo die Micarna einen Verarbeitungsbetrieb für Geflügel realisieren wird. Wie bereits im vergangenen Dezember bekannt wurde, hat die Micarna diesbezüglich Baurechtsverträge im Gebiet Lerchenfeld abgeschlossen. Ralf Schilken, Projektverantwortlicher von Socar, sagt dazu: «Dass sich die Micarna nahe der Tankstelle niederlassen wird, ist für uns eine glückliche Fügung.»

Für den Standort bei Lütisburg Station habe man sich aber nicht aufgrund der verstärkten industriellen Nutzung entschieden, sondern weil man das Toggenburg erschliessen wolle und dieses Grundstück geeignet und verfügbar gewesen sei. Das Projekt sei zudem einzigartig, weil dies die erste und bisher einzige Shop-Tankstelle im Tal werde, die talaufwärts gesehen auf der rechten Strassenseite zu stehen komme. «Alle anderen sind linksliegend oder es gibt keine Einkaufsmöglichkeit», erklärt Ralf Schilken. Er erachtet das Potenzial des Standorts als «sehr gut». Dies gelte sowohl für den Umsatz mit Treibstoff als auch für denjenigen mit Waren aus dem Shop.

Geplant ist, noch im laufenden Jahr zu bauen

Der Projektbeschrieb vermittelt auch einen Eindruck davon, wie der Neubau dereinst aussehen wird. Seine Aussen- und Innenwände sollen aus sogenannten Sandwichplatten im Stahlbau errichtet werden. Die äussere Schicht der Fassade besteht aus Fichtenholz. Der Neubau wird zudem ein Flachdach mit extensiver Begrünung erhalten. Deren Ziel ist eine naturnah angelegte Vegetation mit minimalem Pflegebedarf.

Sowohl Baubeginn als auch Bauvollendung sind fürs laufende Jahr terminiert. Die Kosten für das Gebäude werden im Gesuch mit 550000 Franken beziffert. Die Projektverantwortlichen gehen laut Ralf Schilken davon aus, dass es nicht grundsätzlich zu Mehrverkehr auf der Kantonsstrasse kommt. «Aber auf dem Grundstück selber wird es mehr Frequenz und daher mehr Lärm geben als früher.»

Einsprachen gegen das Bauvorhaben «Neubau Tankstelle mit Shop» sind gemäss Angaben der Gemeinde mit schriftlicher Begründung an den Gemeinderat von Bütschwil-Ganterschwil zu richten. Wie die Zuständigen der politischen Gemeinde mitteilen, sind bis anhin keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen.

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