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SOB informiert Wattwiler Anwohner über Grossprojekt

Die Südostbahn erneuert die Strecke ins Obertoggenburg grundlegend. In den Monaten Juni bis September fahren dort keine Züge. Unter anderem werden die Haltestelle Krummenau rollstuhlgängig umgebaut und die Thurbrücke in Ulisbach ersetzt.
Martin Knoepfel
Am Dienstag wurde Schotter mit einem Güterzug nach Krummenau transportiert und dort abgeladen sowie aufgeschüttet. (Bild: Sabine Camedda)

Am Dienstag wurde Schotter mit einem Güterzug nach Krummenau transportiert und dort abgeladen sowie aufgeschüttet. (Bild: Sabine Camedda)

Die Strecke von Ebnat-Kappel bis Nesslau sei seit 1910 in Betrieb. Der Halbstundentakt mit einem Triebwagen Wattwil-Nesslau verlange Tempo 140 zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel. Bestehende Bachdurchlässe genügten den heutigen Vorschriften zum Hochwasserschutz nicht mehr. Das sagte Gesamtprojektleiter Armin Zöggeler am Dienstag im Thurpark.

Armin Zöggeler, Gesamtprojektleiter SOB. (Bild: Martin Knoepfel)

Armin Zöggeler, Gesamtprojektleiter SOB.
(Bild: Martin Knoepfel)

Dort informierte die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) die Wattwiler Anwohner der Bahnlinie ins Obertoggenburg über die im Sommer geplanten Bauarbeiten. Referenten waren neben Zöggeler Manfred Guntlin (zuständig für die Kunstbauten) und Nicole Bühler (Thurbo).

Neue Thurbrücke wird neben der alten erstellt und dann verschoben

Die SOB realisiert im kommenden Sommer an der Strecke ins Obertoggenburg im «Cluster 2019» 22 Teilprojekte. Beispielsweise werden der Ober- und der Unterbau zwischen Wattwil und Krummenau sowie die Fahrleitung zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel erneuert.

Zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel werden im Rahmen des «Cluster 2019» der Ober- und der Unterbau sowie die Fahrleitung ersetzt.

Zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel werden im Rahmen des «Cluster 2019» der Ober- und der Unterbau sowie die Fahrleitung ersetzt.

Sodann erhält die Haltestelle Krummenau einen 55 Zentimeter hohen und 170 Meter langen Perron und einen neuen Unterstand. In Ulisbach wird die Stahl-Thurbrücke aus den Jahren 1943/1944 durch eine Betonbrücke mit einer Spannweite von 46 statt 37 Metern ersetzt. Das sei günstiger als die Sanierung der heutigen Brücke und ihre Ertüchtigung für 140 Kilometer pro Stunde.

Manfred Guntlin, bei der SOB verantwortlich für Kunstbauten. (Bild: Anina Rütsche)

Manfred Guntlin, bei der SOB verantwortlich für Kunstbauten.
(Bild: Anina Rütsche)

Die neue Brücke wird flussabwärts der heutigen erstellt und dann an den Einsatzort verschoben. Ersetzt werden ebenfalls Brücken oder Durchlässe über den Ricken-, den Geren- und den Howartbach. Krümmenschwil erhält eine neue Wegüberführung.

Fahrbahn soll 40 bis 80 Jahre lang halten

Zwischen Krummenau und Nesslau wird die Stützmauer Chammeren saniert und verankert. Auch der Lehnviadukt Horben wird eine Kur erhalten. Die Liste ist nicht vollzählig. Die SOB erwartet, dass der Unter- und der Oberbau dann 80 und 40 Jahre halten.

Vom 3. Juni bis zum 16. September wird die Bahnlinie vollständig gesperrt (siehe Zusatz). Zeitweise wird im Zwei-Schichten-Betrieb von 6 bis 22 Uhr gearbeitet. Der Zeitplan für die Totalsperre sei eng, räumte Guntlin ein. Vom 16. September bis Ende Oktober folgten Fertigstellungsarbeiten in den nächtlichen Betriebspausen.

Die Schienen werden auf der ganzen Strecke verschweisst

Die Umweltingenieurin Beatrice Rüegg wies unter anderem darauf hin, dass bei grossen Baustellen die Baumaschinen strengere Lärmschutz- und Luftreinhalte-Vorschriften erfüllen müssten als bei kleinen Projekten. Wie viel Dezibel bei den nächtlichen Bauarbeiten entstehen, konnten die Vertreter der SOB nicht sagen.

Die Schienen würden lückenlos verschweisst. Das verringert den Lärm, weil die Schienenstösse wegfallen.

Neue Thurbrücke soll Lärm reduzieren

Die neue Thurbrücke werde weniger Lärm produzieren als die heutige, da sie einen Betontrog habe und da die Gleise auf Schotter lägen, versicherten die Vertreter der SOB auf entsprechende Fragen aus dem Publikum. Der Thurweg bleibe in der Bauzeit passierbar, hiess es weiter. Während sechs Wochen brauche es aber eine Umleitung.

Eine Votantin erkundigte sich, ob an der neuen Thurbrücke Nistplätze für Vögel angebracht würden. Das sei nicht geplant, antwortete Beatrice Rüegg. Als Restanz aus den Bauarbeiten von 2016 sei aber geplant, in Nesslau und Krummenau Steinlinsen für Reptilien anzulegen.

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