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So viel exportiert wie nie

Seit einem Einbruch vor rund zehn Jahren steigen die Exportzahlen des Toggenburgs. Nun hat das Thur- und Neckertal einen neuen Höchstwert erreicht.
Ruben Schönenberger
Das Toggenburg handelt immer stärker mit dem Ausland. (Bild: Getty)

Das Toggenburg handelt immer stärker mit dem Ausland. (Bild: Getty)

Das Toggenburg wird immer beliebter. Zumindest kaufen immer mehr ausländische Kundinnen und Kunden Waren aus dem Thur- und Neckertal. Im ersten Quartal wurden Waren im Wert von insgesamt 125,86 Millionen Franken exportiert. So viel wie noch nie in einem Quartal seit 2002. Länger zurück reichen die Zahlen der Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen nicht. Stark dazu beigetragen haben Waren aus dem Bereich Metall, Maschinen und Fahrzeuge. Hier sind die Exporte gegenüber dem Vorjahr ähnlich stark gewachsen wie im Schnitt über alle Warenarten.

Damit setzt sich 2018 ein Trend fort, der seit einiger Zeit anhält. Denn seit einem Einbruch zu Zeiten der Finanzkrise 2008 steigen die Zahlen. Unterbrochen wird dieser Aufwärtstrend nur vereinzelt. So zum Beispiel durch den Frankenschock 2015, den das Toggenburg indes sehr gut überstanden zu haben scheint.

«Es kann mit einzelnen Firmen zusammenhängen»

Die Gründe für das Exportwachstum lassen sich nicht immer genau feststellen. Reto Föllmi, Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität St. Gallen (HSG) sagt: «Es kann an der Wirtschaft allgemeinen oder einzelnen Branchen liegen.» Wenn die im Toggenburg stärker vertretenen Branchen stärker würden, merke man das bei den Exporten. «Es kann aber auch mit einzelnen Firmen zusammenhängen.» Aktuell sei die Entwicklung der Exporte insgesamt gut. Dazu beigetragen habe die Schwächung des Frankens.

Das Toggenburg handelt mit der Welt

Exporte und Importe pro Quartal (in Millionen)
Exporte
Importe
20022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018050100150

Sowieso müssen die Exportzahlen aber immer mit den Importzahlen in Bezug gebracht werden. Hier zeigt sich: Auch bei den importierten Waren legt das Toggenburg im Langzeitvergleich zu. Im ersten Quartal des Jahres wurden Waren im Wert von 92,17 Millionen Franken importiert. Das ist zwar leicht weniger als im letzten Quartal des Vorjahres, abgesehen davon aber der höchste Wert seit rund vier Jahren. «In Kombination mit dem Input sprechen die Daten dafür, dass sich das ganze Volumen des Marktes ausgedehnt hat», sagt HSG-Professor Föllmi. «Das deutet auf eine gut laufende Wirtschaft hin.» Man könne das mit einer einzelnen Firma vergleichen. Wenn diese mehr Produkte verkaufen kann, steigen die Einnahmen, aber auch die Ausgaben werden wegen des benötigten Materials grösser.

Aus den Export- und Importzahlen lässt sich die Handelsbilanz berechnen. Vereinfacht ausgedrückt steht eine positive Handelsbilanz für eine Schuld des Auslands gegenüber dem Toggenburg. Eine negative Handelsbilanz drückt eine Zahlungspflicht des Thur- und Neckertals gegenüber dem Ausland aus. Eine solche musste der Wahlkreis jedoch schon seit 2013 nicht mehr hinnehmen. Im ersten Quartal des laufenden Jahres betrug der Handelsbilanzüberschuss 33,69 Millionen Franken. Er ist damit so hoch wie seit 2006 nicht mehr.

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