Silber gewonnen, nicht Gold verloren: Wildhauser Curling Junioren sind Vize-Schweizermeister

Die Junioren des Curlingclubs Wildhaus wurden Vize-Schweizermeister in der C-Liga.

Sabine Camedda
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Freuen sich über die Silbermedaille: (vorne von links) Michael Stadelmann, Philip Feiss, Skip Lars Brauchli, (hinten von links) Coach Hans Brauchli, Leon Wittich und Justus Müller.

Freuen sich über die Silbermedaille: (vorne von links) Michael Stadelmann, Philip Feiss, Skip Lars Brauchli, (hinten von links) Coach Hans Brauchli, Leon Wittich und Justus Müller.

Bild: PD

«Die Junioren dürfen stolz sein auf das, was sie erreicht haben.» So lautet das Fazit von Hans Brauchli, der die Junioren des Curlingclubs Wildhaus in dieser Saison coachte. Am Schluss der Schweizer Meisterschaft durften die Nachwuchsspieler in der C-Liga die Silbermedaille entgegennehmen.

Nur zwei Niederlagen in der Vorrunde

Von Beginn an zeigten die Curler mit Skip Lars Brauchli eine gute Leistung. Die erste Vorrunde in der Ost-Gruppe bestritten sie in Wildhaus. Aus den vier Spielen resultierten vier Siege. Weniger gut lief es den Wildhausern in der zweiten Vorrunde. Auf dem Eis in Uzwil konnte sie ein Spiel gewinnen, mussten aber in zwei weiteren Partien als Verlierer von Eis.

Dennoch klassierten sich die Wildhauser Nachwuchscurler als Gruppenzweite für die Finalrunde in Bern, die am vergangenen Wochenende gespielt wurde. Dort wurden die acht teilnehmenden Teams in zwei Vierergruppen eingeteilt. Beim ersten Spiel gegen Lausanne Olympique misslang den Wildhausern der Start. Nach vier Ends hiess es 2:4. Doch danach drehten die Toggenburger auf, konnten in jedem verbleibenden End Steine schreiben und gingen beim 7:4 als Sieger vom Eis.

Ein 0:4 wettgemacht

Die zweite Partie gingen die Wildhauser ebenfalls verhalten an. Nach zwei Ends mussten sie einen 0:4 Rückstand aufholen. Sie kamen bis zum 3:4 an den Gegner heran. Dann schrieb Basel 3 ein weiteres Zweierhaus. Die Wildhauser konterten mit einem Viererhaus und vor dem letzten End stand die Partie 7:7. Das Team von Lars Brauchli nutzte den letzten Stein optimal und entschied die Partie mit 9:7 für sich.

Die dritte Partie gegen Gstaad begann für Wildhaus wunschgemäss. Das Team schrieb im zweiten End sechs Steine und legte im vierten End noch einmal vier drauf. Beim Stand von 13:6 nach sechs Ends gaben die Gegner auf und die Qualifikation für das Spiel um den Meistertitel war geschafft.

Am Ende fehlte das Glück

Im Finalspiel trafen die Wildhauser auf Küssnacht am Rigi, das im Herbst um den Aufstieg in die B-Liga gespielt hatte. Die Toggenburger lagen zwar schnell zurück, konnten sich bis zum sechsten End aber auf 4:4 zurück kämpfen.

Im siebten End konnte kein Team eine Vorentscheidung einleiten, sodass Wildhaus mit einem Stein Rückstand, aber mit dem Vorteil des letzten Steins ins letzte End ging. Die Küssnachter gestalteten die Spielsituation schwierig, sodass sie letztlich zwei Steine stehlen konnten und das Spiel gewannen. Coach Hans Brauchli wertete das Resultat seines Teams zusätzlich auf, denn die Wildhauser waren mit einem Durchschnittsalter von knapp 15 Jahren um drei Jahre jünger als ihre Gegner aus der Innerschweiz.