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Sieben Toggenburger erhalten ihr Diplom im Fachbereich Soziale Arbeit

An der FHS St.Gallen haben Studierende aus der Region ihr Diplom im Fachbereich Soziale Arbeit bekommen. Sie hätten sich einerseits ein grosses Wissen angeeignet und andererseits sei ihre Persönlichkeit gewachsen und habe damit Ihre Biografie verändert, sagte die Leiterin des Fachbereichs.
Haben ihr Studium erfolgreich abgeschlossen: Sven Keller, Jacqueline Janssen und Adrian Hnatek (von links). (Bild: PD)

Haben ihr Studium erfolgreich abgeschlossen: Sven Keller, Jacqueline Janssen und Adrian Hnatek (von links). (Bild: PD)

(pd) Insgesamt 88 Studierende haben kürzlich an der FHS St.Gallen ihre Ausbildung in Sozialarbeit oder Sozialpädagogik erfolgreich abgeschlossen. An der Diplomfeier im Einstein Kongress wurden 84 Bachelor- und vier Master-Diplome überreicht, unter anderem an die Toggenburger Sofia Espiguinha, Wattwil; Andrea Heinz, Lichtensteig; Adrian Hnatek, Krummenau; Jacqueline Janssen, Nesslau; Sven Keller, Wattwil; Samuel Roth, Lichtensteig; sowie Rafael Siebs, Bazenheid.

Die ersten Grussworte richtete Fachbereichsleiterin Barbara Fontanellaz an die Diplomandinnen und Diplomanden, denen sie auch gratulierte. Mit dem Abschluss der Ausbildung hätten sie ein grosses Ziel erreicht und könnten stolz auf ihre Leistung sein. Die frisch Ausgebildeten hätten in dieser Zeit auf einiges verzichten müssen. Und während des Studiums sei nicht nur aus beruflicher, sondern auch privater Sicht viel passiert. «Sie haben sich einerseits ein grosses Wissen angeeignet. Andererseits ist Ihre Persönlichkeit gewachsen und hat damit Ihre Biografie verändert», sagte die Leiterin des Fachbereichs Soziale Arbeit an der Diplomfeier.

Einen eigenen Stil entwickeln

Die Worte, die FHS-Rektor Sebastian Wörwag an die Absolventinnen und Absolventen richtete, handelten vom Begriff Stil. Dieser drücke die Art und Weise aus, wie man die Dinge im beruflichen Alltag angehe. Genauso wie die Poesie unterschiedliche Stilformen kenne, werde auch im Berufsalltag der Stil aus unterschiedlichen Perspektiven geprägt. Der FHS-Rektor rief dazu auf, einen eigenen Stil zu entwickeln und sich mit ihm für diejenigen Menschen einzusetzen, die auf die Dienste der Sozialarbeit und Sozialpädagogik angewiesen sind. Nachdem Wörwag gesprochen hatte, überreichte er Prorektorin Barbara Fontanellaz einen Blumenstrauss. Für sie war es die letzte Diplomfeier an der FHS St.Gallen, da sie Direktorin des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung wird.

Mit ihrer Festrede wolle sie den Diplomandinnen und Diplomanden Mut mit auf den beruflichen Weg geben, sagte FHS-Dozentin Bettina Grubenmann. Sie erzählte die Geschichte von Frida Imboden-Kaiser, die eine der ersten Ärztinnen der Schweiz war. Sie habe festgestellt, dass in St.Gallen die Säuglingssterblichkeit weitaus grösser war als an der Charité in Berlin. «Die Gründe dafür lagen in den Arbeitsbedingungen der Stickerei-Betriebe. Weil die Mütter möglichst kurz nach der Geburt wieder arbeiten mussten, stillten sie ihre Kinder früh ab. Auch die Hygiene liess zu wünschen übrig», erklärte Grubenmann. Daher habe Imboden-Kaiser den «Verein für Säuglingsfürsorge» gegründet. Um die Soziale Arbeit weiterzuentwickeln, brauche es immer wieder mutige Pionierinnen.

Alumni-Beirat Markus Laib lud die FHS-Studierenden schliesslich ein, dem Ehemaligen-Netzwerk beizutreten. Danach übergaben die Studiengangsleiter Marcel Meier Kressig, Christine Windisch und Steve Stiehler die Diplome. Den musikalischen Teil der Feier gestalteten die Musiklehrer Geri Pekarek und Thomas Nick, die seit über zwanzig Jahren zusammen musizieren.

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