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Sicherheit geht vor: Wattwiler Kinder lernen mit Kickboard und Scooter umzugehen

Vergangenen Mittwoch lernten Kinder des Kindergartens sowie der 1. und 2. Primarklassen, wie man sich mit einem Scooter oder einem Kickboard richtig verhält.
Christiana Sutter
René Lauper begrüsst die Kinder zum Sicherheitskurs bei der Markthalle Wattwil. (Bild: Christiana Sutter)

René Lauper begrüsst die Kinder zum Sicherheitskurs bei der Markthalle Wattwil. (Bild: Christiana Sutter)

«Wir haben schon zwei Mal Sicherheitskurse fürs Inlinefahren mit René Lauper vom Verein New Mobility Safety Projekts NMSP durchgeführt», sagt Brigitte Looser vom Familientreff Wattwil, der Gruppe Fun for Familiy, die diesen Kurs organisiert.

René Lauper organisiert seit elf Jahren Sicherheitskurse für fahrzeugähnliche Geräte. Im Jahr 2000 hat er dafür auch ein Gesetz verfasst. Zuvor war er 16 Jahre Inlineinstruktor. Somit ist er prädestiniert im Rahmen der Schulwegsicherheit, Kinder zu unterrichten. Lauper ist Präsident und geistiger Vater des Vereins New Mobility Safety Projekts. Das Ziel des Vereins ist es, Sicherheit zu vermitteln.

Bremsen und richtiges Verhalten auf der Strasse

Zuerst waren in der Wattwilier Markthalle die Kinergartenkinder an der Reihe, später dann die 1. und 2. Klässler. Bevor es ans Fahren ging, kontrollierte René Lauper jeden Scooter, ob dieser richtig eingestellt ist und ob alle Kinder Knieschoner und Helm dabei haben. Sollte ein Kind ein defektes Gerät haben oder keinen Helm oder keine Schoner, ist auch dafür gesorgt. «Ich habe immer eine Anzahl Scooter, Helme und Schoner dabei», sagt Lauper.

Sobald alles passt, wird zuerst eingewärmt. Dann lernten die Kinder richtig auf die Knie zu fallen, «auch das muss gelernt sein.» Nach einigen Startschwierigkeiten ging es dann richtig los. Anhand der Broschüre «die zehn goldenen Micro Regeln im Strassenverkehr», welche Lauper verfasst hat, wurde Übung um Übung durchgeführt. Da galt es zuerst für jedes Kind heraus zu finden, welches das Standbein ist.

«Das ist wichtig für die Kurventechnik.»

Verhalten im Strassenverkehr ist ein weiterer Punkt, auf den Lauper die Kinder hinweist.

204'000 Kinder haben einen Kurs besucht

Dass solche Kurse notwendig sind, erklärt René Lauper damit, dass es immer mehr Verkehrsteilnehmer gibt. «Auch nach elf Jahren wissen die Kinder immer noch nicht, wie man sich im Strassenverkehr verhält und wie man bremst.» Bereits haben über 204'000 Kinder einen solchen Kurs besucht. Die Kurse gibt es in der ganzen Deutschschweiz. Inzwischen sind es über 500 Schulen, die René Lauper buchen.

Hinter den Kursen stehen zum einen die Axa-Stiftung für Prävention und andere Partner. Einer davon ist Microscooter. Eine Zusammenarbeit besteht mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, dem Bundesamt für Sport Baspo und weiteren Organisationen wie Schule und Elternhaus, Infoklick sowie der Verkehrspolizei.

Lernen, lachen, leisten

Hinter der Markthalle, auf einem trockenen Plätzchen, üben die Kinder. Sie fahren hin und her, rund um die Töggeli, immer und immer wieder. Nach einer kurzen Pause und einem Weggli mit Schoggi, welches vom Thurbeck in Wattwil gesponsert wurde, gehts weiter mit Üben. Finanziell wurde dieser Kurs durch die Raiffeisenbank unterstützt.

Stoppen mit der Fussbremse, anhalten mit dem freien Fuss am Boden sind nur eine von vielen Übungen, welche die Kinder nach diesem Kurs beherrschen. René Lauper sagt, dass er die Erfahrung gemacht hat, «dass alle Kursteilnehmer nicht richtig bremsen können, wenn sie in den Kurs kommen, und auch die Geschwindigkeit können sie nicht richtig einschätzen.» Oft sind die Kinder auch instabil, das heisst, sie nehmen immer denselben Fuss, um Tempo zu machen. Mit dem Wechseln des Fusses erhält man die bessere Balance und schont die Gelenke.

Nach eineinhalb Stunden war Schluss für die Kinder des Kindergartens. Die 1. und 2. Klässler waren an der Reihe. Zum Schluss waren sich Kinder und Erwachsene einig. «Auch ich habe etwas gelernt», sagte ein Vater, der während den eineinhalb Stunden ein interessierter Zuschauer war. Die Kinder strahlten und hatten viel Spass, ganz nach dem Motto: Lernen, lachen, leisten.

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