Seniorenzentrum Solino
Corona und der Wechsel in der Zentrumsleitung standen im Fokus

Die Delegierten des Seniorenzentrums Solino in Bütschwil liessen nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren. Sie wählten neue Verwaltungsratsmitglieder und verabschiedeten den langjährigen Leiter Markus Brändle. In seine Fussstapfen tritt Ralph Rütsche.

Christoph Heer
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Das Seniorenzentrum Solino in Bütschwil kam verhältnismässig gut durch die Coronapandemie.

Das Seniorenzentrum Solino in Bütschwil kam verhältnismässig gut durch die Coronapandemie.

Bild: Beat Lanzendorfer

Corona macht auch dem Seniorenzentrum Solino zu schaffen. Nicht nur, weil sich die Delegierten nicht im Haus selber, sondern im regionalen Zivilschutzzentrum zur Versammlung trafen. Die regionale Institution der Gemeinden Mosnang, Bütschwil-Ganterschwil, Wattwil, Lichtensteig und Lütisburg mit seinen rund 130 Mitarbeitenden und 100 Bewohnerinnen und Bewohnern ist gut durch das vergangene Krisenjahr gekommen, war an der Versammlung zu vernehmen.

«Trotz Corona verzeichneten wir im vergangenen Jahr so wenig Verstorbene wie noch nie.»

Zentrumsleiter Markus Brändle sprach von 17 Menschen, die im vergangenen Jahr verstorben sind, während es in den Jahren zuvor jeweils rund 20 bis 25 waren. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Solino sind im Durchschnitt 87 Jahre alt. Die Bettenbelegung mit 98 Prozent stellte die Verantwortlichen zufrieden.

Kaum erstaunlich also, dass Markus Brändle, wie schon vor ihm Verwaltungsratspräsident Karl Brändle, seinen Dank an alle Mitarbeitenden richtete. «Seit Dezember 2020 haben wir keine Covid-19-Patienten mehr. Für uns steht dahingehend im Vordergrund, dass wir unweigerlich und zu jeder Zeit offen und transparent kommunizieren und nie etwas tabuisieren. Die hervorragende Arbeitsleistung aller sucht seinesgleichen und finanziell sind wir bisweilen mit einem blauen Auge davongekommen.»

Doch noch ist nicht alles ausgestanden. So befand sich das Solino in diesen Tagen in einem weiteren Lockdown. Dies, weil sich das Norovirus breitgemacht hat. «Doch ab sofort gelten wieder die Besucherregeln und Arbeitsweisen von vorher», erklärt Markus Brändle.

Neuer Zentrumsleiter stellte sich vor

Ralph Rütsche (rechts) löst Markus Brändle als Zentrumsleiter ab.

Ralph Rütsche (rechts) löst Markus Brändle als Zentrumsleiter ab.

Bild: Christoph Heer

Von Ängsten und zusätzlichen Herausforderungen sprach Verwaltungsratspräsident Karl Brändle. «Corona hat natürlich auch uns getroffen. Doch diese ausserordentlich schwierige Situation haben unsere Leiter, Kader und Mitarbeiter jederzeit qualitativ hochstehend gemeiDie Versammlung eröffnete den Delegierten nicht nur einen tiefen und interessanten Einblick in die Zahlenwelt des Solinos und die personellen Veränderungen wurden dabei nicht nur einstimmig anerkannt, sondern auch kräftig beklatscht.

Nach 20 Jahren als Zentrumsleiter geht Markus Brändle im Oktober in den verdienten Ruhestand. Seinen Platz nimmt Ralph Rütsche ein, welcher sich kurz vorstellte. Für die Mandate im Verwaltungsrat wurden die bisherigen Karl Brändle (Präsident), Theo Bannwart und Imelda Stadler, wiedergewählt. Auf die zurücktretenden Susanne Weber und Silvia Schweizer folgen Pirmin Sieber und Roland Walther. Innerhalb der Kontrollstelle gab deren Präsident René Buri seinen Austritt. Neu nimmt Roman Alpiger Einsitz in besagtem Gremium.