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Selfie mit einem ganzen Saal oder mit dem Elektro-Einrad durch die Aula: Wie Politiker in der Wattiler Berufsschule Werbung in eigener Sache machen

Die Klimapolitik war bei der Politarena im BWZT das zentrale Thema. Aber auch Wahlkampfmethoden kamen zur Sprache.
Julia Engel
Schülerin Sarah Aemisegger befragt Fabienne Bünzli (von links). (Bild: Julia Engel)

Schülerin Sarah Aemisegger befragt Fabienne Bünzli (von links). (Bild: Julia Engel)

Für einige werden es die ersten nationalen Wahlen sein. Andere müssen sich noch vier Jahre gedulden, weil sie bis zum 20. Oktober noch nicht 18 Jahre alt sein werden. Ob sie wählen können oder nicht, am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) in Wattwil nahmen zahlreiche Berufsschülerinnen und Berufsschüler an einer Politarena teil.

Zu Beginn dieser Veranstaltung hatten die teilnehmenden Politikerinnen und Politiker die Gelegenheit, die Ideen der eigenen Partei zu vermitteln. Dafür hatten sie drei Minuten und drei Bilder zur Verfügung.

Soziale Medien als Wahlkampfinstrument

Ein weiterer Block im Programm widmete sich dem Thema Social Media, bei dem die Politiker erneut drei Minuten Zeit hatten, um für ihre eigene Partei die Werbetrommel zu rühren. Die einen nutzten die Zeit, um Videos von sich zu zeigen, andere forderten die Schüler dazu auf, direkt mit ihnen gemeinsam ein Foto oder Video aufzunehmen. Besonders für die Grünen, als kleinste der anwesenden Parteien, sei Social Media wichtig im Wahlkampf, erwähnte Franziska Ryser.

Selfie-Zeit für die Politiker. (Bild: Julia Engel)

Selfie-Zeit für die Politiker. (Bild: Julia Engel)

Applaus für die Fahrt auf dem Elektroeinrad

In der Schlussrunde konnten die Politiker ihre Meinung zur Klimapolitik, einem der aktuellsten Themen, äussern. Martin Sailer machte auf die Wichtigkeit der Elektromobilität aufmerksam und fuhr gleich mit einem Elektroeinrad durch die Aula, was für Applaus und einige Bemerkungen aus dem Publikum sorgte. Franziska Ryser betonte, dass ein Wandel in der Klimapolitik dringend sei, da sonst irreversible Schäden entstünden. Zudem forderte sie, wie auch Martin Sailer, die rechten Parteien dazu auf, sich an diesem Wandel zu beteiligen.

Martin Sailer und Christoph Thurnherr (von links). (Bild: Julia Engel)

Martin Sailer und Christoph Thurnherr (von links). (Bild: Julia Engel)

Alternative Energien seien bereits vorhanden, sie würden nur noch zu wenig eingesetzt. Mike Egger hingegen fand, dass die Klimaziele ausreichend angegangen würden, und man zuerst alle Ziele erreichen solle, bevor man neue ins Auge fasse. Ausserdem kritisierte er die linken Parteien, sie machten zu viel Verbotspolitik. Seiner Meinung nach könnte man sich einiges an Bürokratie sparen, dieses Geld sei in der Forschung besser investiert. Fabienne Bünzli ging mit ihm einig, man brauche innovative Ideen und keine Verbote und Moralpredigten. «Es kann doch nicht sein, dass man jedes Mal, wenn man einen Fuss in ein Flugzeug setzt oder einen Plastiksack benützt, ein schlechtes Gewissen hat», so Bünzli. Sie findet, jeder trage selbst die Verantwortung für sein Handeln.

«Mehr Grossmutter statt Greta»

Mathias Müller warb mit dem Slogan «mehr Grossmutter statt Greta». Damit wollte er aussagen, dass zur Zeit seiner Grossmutter noch mehr Gegenstände geflickt wurden, bevor man sie entsorgte. Ausserdem kritisierte er den Import von exotischen Früchten, man solle doch besser die Landwirtschaft hierzulande unterstützen.

So unterschiedlich die Lösungsvorschläge bezüglich der Klimadebatte auch waren, alle Kandidaten bekamen ausnahmslos Applaus. Der Anlass schien die Schülerinnen und Schüler interessiert zu haben, denn sie diskutierten rege mit.

Die Kandidaten kurz vorgestellt

Franziska Ryser (Grüne) engagiert sich für griffige Massnahmen im Klimaschutz, die Gleichberechtigung, ebenso wie für eine offene und demokratische Schweiz.
Mike Egger (SVP) warb für eine unabhängige Schweiz und kritisierte das Rahmenabkommen sowie die ansteigenden Krankenkassenprämien.
Mathias Müller (CVP) will den ländlichen Raum stärken und Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit garantieren.
Fabienne Bünzli (FDP) betonte die Wichtigkeit der Chancengleichheit, des Fortschritts, der Innovation und des Gemeinsinns.
Martin Sailer (SP) setzt sich für eine friedliche und soziale Schweiz ein, in der Gleichstellung und Lohngleichheit vorhanden sind und man «visionär in die Zukunft» blickt. (jue)

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