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Interview

Seit dem Winter kann man in Unterwasser Klettern statt Squashen – Das Fazit ist positiv: «Bouldern ist im Trend»

Die Genossenschaft Tennis- und Eventhalle in Unterwasser hat ihr Angebot auf diesen Winter angepasst und strebt laufend Verbesserungen an.
Sabine Camedda
Die Tennishalle in Unterwasser wird immer wieder auch als Veranstaltungsort genutzt. (Bild: Sabine Camedda)

Die Tennishalle in Unterwasser wird immer wieder auch als Veranstaltungsort genutzt. (Bild: Sabine Camedda)

Wie beliebt ist die Sportart Tennis im Toggenburg Ihrer Einschätzung nach?

Roland Faoro: Es ist nicht mehr ganz vergleichbar mit dem Stellenwert von vor etwa 30 Jahren. In der letzten Zeit hat es aber wieder einen kleinen Aufschwung gegeben. Mit der Vorbereitung auf die Interclub-Spiele, mit Turnieren und mit den Kursen der Tennis Academy, deren Mutterhaus in Brand geschlossen worden ist, ist die Nachfrage in unserer Tennishalle gestiegen. In der Tennishalle läuft der Betrieb aber vor allem im Winter und im Sommer an Regentagen.

Ist die Tennishalle in Unterwasser nach wie vor ein Bedürfnis?

Roland Faoro, Präsident der Genossenschaft. (Bild: Sabine Camedda)

Roland Faoro, Präsident der Genossenschaft. (Bild: Sabine Camedda)

Auf jeden Fall, sie ist ein gutes Angebot in der Region. Ich vergleiche die Tennishalle mit dem Hallenbad in einem Hotel, welches auch eine teure Investition darstellt Aber wenn ich persönlich ein Hotel suche, ist für mich ein Hallenbad ein Plus. Ob ich es dann benutze oder nicht, ist zweitrangig. So ist es mit der Tennishalle. Man weiss, es gibt im Toggenburg in vielen Dörfern Tennisplätze, und für die Regentage und im Winter gibt es aber auch eine Halle.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Genossenschaft leicht weniger Einnahmen im Spielbetrieb des Tennis ausgewiesen. Folgt dieser einer Wellenbewegung?

Ja, das glaube ich. Es kommt auch immer aufs Wetter an. Bei schönem Wetter spielen die Spieler lieber draussen und die Halle wird kaum benutzt. Die Hauptsaison ist im Winter, da können die Einnahmen von einem Jahr zum anderen schwanken.

Anfang vergangenem Winter wurde eine Boulderbox eingerichtet anstelle einer Squashbox. Hat sich der Wechsel dieser Sportarten bewährt?

Sehr. Bei uns war Squash sehr rückläufig. Im Gegenzug ist Bouldern im Trend und folglich finde ich es richtig, dass es in der Tourismusregion Toggenburg ein entsprechendes Angebot gibt. Bei schönem Wetter kann man hier viel draussen unternehmen, bei schlechtem Wetter sind wir jedoch auf solche Angebote angewiesen. Ich habe bemerkt, dass Bouldern gerade bei jungen Menschen beliebt ist und mit der Boulderbox gelingt es uns, auch jungen Gästen im Toggenburg etwas zu bieten.

Die Boulderbox wird also von Einheimischen und von Feriengästen benutzt?

Ja, sehr oft sogar. Nebst diesen angesprochenen Zielgruppen kommen auch Schulklassen zu uns zum Bouldern.

Der Bereich Events ist hingegen rückläufig. Wie einschneidend ist das?

Die Mehrzwecknutzung ist ein wichtiges Standbein. Darum haben wir vor kurzem Investitionen getätigt, um diesen Bereich zu verbessern. Wir haben den Bodenbelag nach rund 20 Jahren ersetzt und die Möglichkeit zum Abdunkeln der Oberlichter verbessert. Wir versuchen, die Möglichkeiten für Events optimal zu gestalten.

Die Grösse der Halle ist für viele Anlässe ideal, denn wir können die Halle nach Bedarf unterteilen.

Wir müssen sie aber jedes Mal für die Umnutzung einrichten und das ist mit Aufwand und mit Kosten verbunden. Es wäre ein Vorteil gewesen, wenn wir die Einrichtungen für Licht und Ton bereits beim Bau gemacht hätten. Das war aber damals nicht möglich.

Mit dem Country City Toggenburg fällt im laufenden Geschäftsjahr ein grosser und wichtiger Anlass weg. Welche Bestrebungen unternimmt die Genossenschaft, um wieder vermehrt Events in die Halle zu bringen?

Wir sind sehr aktiv und betreiben verstärkt Werbung bei Vereinen, Verbänden und Grossfirmen, damit sie ihre Anlässe bei uns in unserer schönen Region durchführen. Wir sind auch auf verschiedenen Plattformen präsent, damit man uns für Offerten anfragen kann.

Bezüglich der Art der Events sind sie offen?

Ja, das können Versammlungen und Tagungen sein, aber wir hatten auch schon Partys, Konzerte, eine Hochzeit und gerade im vergangenen Frühjahr ein Musical.

Wie schnell wird es gelingen, dabei Erfolg zu haben?

Das ist schwierig zu sagen. Wir treten in diesem Jahr verstärkt mit der Werbung gegen aussen und hoffen, dass sie schon im nächsten Jahr Früchte trägt. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht alleine auf diesem Markt sind, aber auch, dass das Angebot im Toggenburg in dieser Grössenordnung klein ist.

Die Gemeinde engagiert sich ebenfalls bei uns, denn es ist in ihrem Interesse, dass es eine solche Halle in Wildhaus-Alt St.Johann für Events gibt.

Sie haben die Investitionen im Bereich Events angesprochen. Haben Sie davon schon profitieren können?

Die Bodenabdeckung haben wir bereits eingesetzt und sie hat sich sehr gut bewährt. Sie ist schneller verlegt und wir haben eine viel schönere Oberfläche. Die Verdunkelung wurde nach den Events installiert und wird erst bei den nächsten Events benutzt. Aber auch hier gibt es eine grosse Vereinfachung, denn wir müssen nicht mehr aufs Dach steigen, um die Oberlichter abzudunkeln.

Wie sehen Sie die Zukunft der Tennis- und Eventhalle?

Unser Angebot wird nach wie vor attraktiv bleiben. Die Halle ist jetzt etwa 20-jährig, grosse Investitionen stehen ausser der Heizung aber trotzdem nicht an. Der Unterhalt hält sich finanziell in Grenzen. Ich rechne, dass die Nachfrage im Tennis in den kommenden Wintern anhält und ich bin zuversichtlich, dass auch weitere Events bei uns stattfinden – einige sogar wiederkehrend.

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