Schwingen
Die Vorfreude dauert etwas länger – das erwartet die Besucherinnen und Besucher beim St.Galler Kantonalen Schwingfest 2022 in Wil

Am Mittwoch ist der Startschuss für das 107. St.Galler Kantonale Schwingfest 2022 in Wil gefallen. Wegen der Coronapandemie musste der Anlass um ein Jahr verschoben werden.

Beat Lanzendorfer
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Die OK-Mitglieder und die Vertreter der Hauptsponsoren freuen sich auf das St.Galler Kantonale Schwingfest 2022 in Wil.

Die OK-Mitglieder und die Vertreter der Hauptsponsoren freuen sich auf das St.Galler Kantonale Schwingfest 2022 in Wil.

Bild: Beat Lanzendorfer

Wäre die Welt nicht etwas aus den Fugen geraten, dann wäre das St.Galler Kantonale Schwingfest in Wil längst Geschichte. An den Vorgaben, welche die Coronapandemie bestimmte, konnten auch die Organisatoren nicht rütteln. Deshalb blieb ihnen keine andere Wahl, als das St.Galler Kantonale 2021 in Wil auf 2022 zu verschieben. Die Neuansetzung hat auch Vorteile: Die Vorfreude auf den Anlass hält nun zwölf Monate länger an.

Neues Datum – derselbe Austragungsort

Statt 30. Mai 2021 heisst es neu 29. Mai 2022. Mit der Sportanlage Sonnenhof bleibt der Austragungsort aber derselbe. Dorthin lud OK-Präsident Martin Senn am Mittwochabend die Hauptsponsoren und die OK-Mitglieder zum offiziellen Startschuss ein.

Die Sportanlage Sonnenhof ist 2022 Austragungsort des Kantonalen Schwingfestes.

Die Sportanlage Sonnenhof ist 2022 Austragungsort des Kantonalen Schwingfestes.

Bild: Beat Lanzendorfer

«Durch die Verschiebung auf das kommende Jahr sind wir vom OK etwas in einen Schlafmodus gefallen, aus dem wir jetzt aber erwacht sind», sagte Senn. Ab sofort würden alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit Wil im Jahr 2022 ein würdiges kantonales Schwingfest ausrichten darf. Die Sportanlage Sonnenhof als Austragungsort wurde nicht ohne Grund gewählt. In der Vergangenheit fanden hier gemäss Informationen des OK-Präsidenten bereits kantonale Schwingfeste sowie ein Verbandsschwingfest statt.

Es werden 5000 bis 6000 Besucher erwartet

Die Kämpfe auf dem Sägemehl werden auf der Wiese der Schul- und Sportanlage Sonnenhof ausgetragen. Interessantes Detail: Für jeden der fünf Ringe werden 23 Kubikmeter Sägemehl benötigt. Erwartet werden rund 220 Schwinger. Weil beim tags zuvor geplanten Nachwuchsschwingfest etwa 330 Nachwuchsschwinger vor Ort sein werden, benötigt es dafür sogar einen Ring mehr.

Um einen guten Blick auf die Wettkampfstätte erhaschen zu können, werden rund 1800 gedeckte Sitzplätze plus 1000 weitere Rasensitzplätze installiert. Hinzu kommen Stehplätze. Gerechnet wird mit etwa 5000 bis 6000 Besucherinnen und Besucher.

«Wir können noch mit anderen Zahlen aufwarten», sagt Martin Senn.

OK-Präsident Martin Senn.

OK-Präsident Martin Senn.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Wir rechnen mit rund 500 Helferinnen und Helfern, die über einen Zeitraum von zwei Wochen im Einsatz stehen.»

Diese Helfenden würden über die vielen Wiler Vereine rekrutiert. Ein erster Aufruf werde in nächster Zeit gestartet.

Für die vielen Besucherinnen und Besucher, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, werden Parkplätze an der Bronschhoferstrasse vis-à-vis dem Feuerwehrdepot reserviert. Trotzdem hoffen die Organisatoren, dass viele mit dem öffentlichen Verkehrsmittel anreisen, weil der Weg vom Bahnhof zum Festgelände zu Fuss in weniger als zehn Minuten machbar ist.

Der Schwingclub wird 100 Jahre alt

Die Planungen für das Kantonale Schwingfest in Wil laufen bereits seit einigen Jahren. Fahrt haben sie aufgenommen, als die Wiler Bewerbung an der Delegiertenversammlung der kantonalen Schwinger im November 2019 in Tübach den Zuschlag erhielt.

Der Antrieb der Bewerber, ein Schwingfest in der Äbtestadt zu organisieren, war das 100-Jahr-Jubiläum des Schwingclubs Wil. Dieser ist 1921 aus dem Stadtturnverein hervorgegangen, nun bilden die Mitglieder beider Vereine ein gemeinsames OK.

Weil die komplette Schwingsaison 2020 der Coronapandemie zum Opfer fiel und das St.Galler Kantonale in Kaltbrunn auf 2021 verschoben werden musste, kommen die Wiler Organisatoren erst in zwölf Monaten zum Zug.

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