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Die Schwimmbad-Betreiber sind rundum zufrieden

Vertreter von Toggenburger Freibädern äussern sich zufrieden über den bisherigen Saisonverlauf. Die Betreiber versichern, dass die Wasserqualität in den Freibädern trotz der hohen Temperatur nicht leide.
Martin Knoepfel
Die Toggenburger Badis, hier Ebnat-Kappel, sind momentan gut besucht. (Bild: Olivia Hug)

Die Toggenburger Badis, hier Ebnat-Kappel, sind momentan gut besucht. (Bild: Olivia Hug)

Die letzten Wochen war das Wetter mehrheitlich schön und trocken. Das ist eigentlich ideal für die Freiluftschwimmbäder. Da stellt sich die Frage, wie die Badis im Toggenburg den bisherigen Saisonverlauf beurteilen. Das «Toggenburger Tagblatt» machte eine kleine Umfrage.

«Sehr zufrieden» ist Bademeister Vuko Ratkovic in Wattwil. Bisher verzeichne man über 20'000 Eintritte und rund 1'000 verkaufte Saisonabonnemente, sagt er. Am frequenzstärksten Sonntag seien es 2'563 Eintritte gewesen. 2018 sei auf gutem Weg, eines der besten Jahre zu werden, seit er in Wattwil Bademeister sei, sagt Vuko Ratkovic.

Mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist Sandy Meyer mässig zufrieden. Bei Ferienbeginn habe es nicht so viel Betrieb in der Badi Lichtensteig gehabt, sagt er. Nach einigen Tagen seien aber die Badegäste gekommen. Jetzt herrsche eine Bombenstimmung, die Menschen seien entspannt.

Trockenheit alleine reicht nicht

Für ein Fazit sei es noch zu früh. Die Vorsaison sei im langjährigen Mittel gewesen. Der Juli liege bisher über dem Durchschnitt, ohne aber einen Rekord anzusteuern. Das antwortet Marcel Schneller, Geschäftsführer der IGP Sportpark Bergholz Wil. Der Sportpark habe vor allem dann überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher, wenn das Wetter schön und heiss sei. Nur trocken, reiche nicht.

Sehr zufrieden tönt Cornelia Lusti, Bademeister in Unterwasser. Dank schönem Wetter im Juni und in den bisherigen Ferienwochen sei es bisher eine ganz gute Saison, sagt sie. Gestern war ein Spitzentag für die Badi Unterwasser. Marco Diem absolviert seine erste Saison als Bademeister in Ebnat-Kappel. Der 10. Juni sei mit 693 Eintritten der beste Tag gewesen. Bei schönem Wetter gebe es 350 bis 450 Eintritte pro Tag. «Die Gäste haben den Plausch», sagt Marco Diem. Er sei froh über die vielen Besucher, obwohl es für das Team sehr streng sei. Die Arbeitstage seien lang, die Pausen kurz und freie Tage selten. Marco Diem weist noch auf das Mondfinsternis- und das Vollmond-Schwimmen am Freitag- und Samstagabend, jeweils von 22 bis 1 Uhr, hin.

Gute Resultate bei Wasserproben

Müssen die Betreiber der Freibäder wegen des Wetters das Wasser stärker chloren? Vuko Ratkovic in Wattwil lässt lieber mehr Frischwasser in die Becken laufen als mehr Chemie einzusetzen. Das habe sich bewährt, sagt er und zeigt den Brief des Kantonslabors. Da steht, die Wasserproben gäben keinen Anlass zur Beanstandung und die Badi Färch sei sauber und gepflegt. Er sei froh, dass der Schwimmbadkommission Sicherheit und Hygiene gleich wichtig seien, sagt Vuko Ratkovic.

Mehr Produkte zur Wasseraufbereitung müsse man nur bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen einsetzen. Diese seien bisher in Wil nicht erreicht worden, schreibt Marcel Schneller. Marco Diem betont, dass er bei warmem Wetter nicht mehr Chlor als sonst brauche. Die Wasserqualität sei gut, sagt er. Die Sonne habe schon Auswirkungen auf die Wasserqualität in den Becken, sagt Sandy Meyer. Ein Plus an Badegästen führe aber dazu, dass mehr Sonnencrème ins Wasser gelange. Das wiederum erfordere mehr Chemie. In Lichtensteig sei man zurückhaltend, sagt Sandy Meyer. Das Wasser dürfe maximal 0,8 Milligramm Chlor pro Liter enthalten. In Lichtensteig begnüge man sich mit 0,3 Milligramm.

Dank den guten Besucherzahlen laufe auch der Badi-Kiosk gut, bestätigt Vuko Ratkovic. Ähnlich ist es in Ebnat-Kappel, wie Marco Diem erklärt. In der laufenden Saison betreibt die Badi den Kiosk selber. «Das brachte neuen Schwung». Zudem sei so sichergestellt, dass der Kiosk offen sei, wenn die Badi in Betrieb sei. Vorher war der Kiosk verpachtet.

Nur kurzer Unterbruch nach dem Gewitter

Es gebe es dieses Jahr mehr Zecken als sonst. Man sensibilisiere die Menschen mit entsprechenden Warndurchsagen und fordere sie auch auf, genug zu trinken, sagt Sandy Meyer. In Lichtensteig, Ebnat-Kappel, Wattwil, Unterwasser und im Bergholz in Wil verlief die Badi-Saison bisher ebenfalls unfallfrei. In Wattwil musste einmal ein fünfjähriges Kind aus dem Strömungskanal gerettet werden. Der Zwischenfall ging jedoch glimpflich aus.

Wegen eines heftigen Gewitters hatte der Lederbach in Lichtensteig Anfang Juni die Becken der Badi Lichtensteig überschwemmt. Diese musste für die Reinigung schliessen. Die technischen Anlagen blieben intakt. Da der Unterbruch nur kurz war, wirkte er sich nicht allzu stark auf die Besucherzahlen aus. Bei der Badi Schönenbodensee in Wildhaus war der Verantwortliche in den letzten Tagen nicht erreichbar. Das Hallenbad Bütschwil ist bis zum 3. August wegen Revisionsarbeiten geschlossen.

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