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Schweizer Meisterschaft in Brunnadern: Die nordischen Kleinpferde waren die Stars

Vier Tage lang präsentierten 220 Reiterinnen und Reiter aus der Schweiz und dem Ausland mit ihren Islandpferden in den verschiedenen Prüfungen die Eigenschaften und besonderen Fähigkeiten wie Tölt- und Passgang.
Rudolf Steiner
Durch die verschiedenen Gangarten, die den Islandpferden eigen sind, gibt es an den Wettkämpfen sehenswerte Bilder. (Bild: Rudolf Steiner)

Durch die verschiedenen Gangarten, die den Islandpferden eigen sind, gibt es an den Wettkämpfen sehenswerte Bilder. (Bild: Rudolf Steiner)

Am vergangenen Wochenende wurden im Reithof Neckertal in Passrennen, Viergang- und Fünfgangprüfungen die Schweizermeister erkoren und gleichzeitig die Teilnehmer an den WM im August in Berlin ermittelt.

Obwohl aus dem klimatisch einiges kühleren Norden stammend, hatten die robusten und wetterharten Kleinpferde mit der ausserordentlichen Hitze keine Probleme und präsentierten sich bei den verschiedenen anspruchsvollen Prüfungen vor erfreulich viel Publikum in Bestform und mit erstaunlicher Ausdauer.

Reithof Neckertal

Der Reithof Neckertal im Weiler Siggetschwil in Brunnadern besteht seit über 20 Jahren und wird von Roger und Sandra Scherrer geführt. Auf dem Hof arbeiten acht festangestellte Pferdepflegerinnen, Landwirte und Lernende, die sich alle um die 100 Islandpferde kümmern.

Der Reithof verfügt über eine permanente 250 Meter lange Ovalbahn, eine 300 Meter lange Passbahn und ein Dressurviereck, auf denen an diesem Wochenende die diversen Prüfungen – Passrennen, Viergang- und Fünfgangprüfungen – ausgetragen wurden.

Auf dem zehn Hektaren grossen, am Necker liegenden, Grundstück gibt es daneben noch eine Reithalle, ein Reitstübli sowie einen Reitshop. Dank dieser Infrastruktur fanden im Neckertal schon mehrere Schweizer Meisterschaften und vor zehn Jahren die Weltmeisterschaften der Islandpferde statt. (rst/pd)

Punkterichter bewerten die Reiter und die Pferde

Am Samstag fanden die Vorausscheidungen für die A- und B-Finals am Sonntag statt. Bewertet wurden die Pferde und ihre Reiter dabei in den Viergang- (Schritt, Trab, Galopp und Tölt) und Fünfgangprüfungen (mit Rennpassgang) von fünf Punkterichtern, die die Vorführungen in Bezug auf Harmonie, Gangqualität und Takt bewerteten. Beim Tölt handelt es sich dabei um eine exklusiv nur von den gutmütigen und genügsamen Islandpferden praktizierte Schrittart. Die Fussfolge des Tölts entspricht der des Schrittes und ist ein klarer Viertakt.

Reiten, ohne eine Erschütterung

Anders als im Schritt, wo sich Zwei- und Dreibeinstützen abwechseln, hat ein töltendes Pferd abwechselnd nur ein oder zwei Hufe am Boden. Durch die fehlende Sprungphase sitzt der Reiter auf einem Tölter nahezu erschütterungsfrei oder schwingt, nahezu wie in einem Sessel, bei Pferden mit hoher Bewegung, angenehm auf und ab. Das Pferd geht unter dem Reiter aufgerichtet und «tanzt» aus der Schulter. Tölt kann – je nach Gangveranlagung und Ausbildungsstand des Pferdes – fast von Schrittgeschwindigkeit bis hin zur Galoppgeschwindigkeit geritten werden (Renntölt). Die Gangart Tölt ist für den Reiter sehr angenehm und hat darum auch wesentlich zur Beliebtheit und Verbreitung des Islandpferdes beigetragen.

Hinweis

Resultate der Schweizermeisterschaft auf www.reithof.ch

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